Kuties agieren im Testspiel lange auf Augenhöhe mit den TuSsies

Artikel vom 31. August 2020 – 14:00

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben ihre letzten Tests vor dem Rundenauftakt am kommenden Wochenende hinter sich gebracht. Bei TuS Metzingen musste sich die Leibssle-Sieben nach einer Halbzeit auf Augenhöhe schlussendlich deutlich mit 23:39 (14:16) geschlagen geben. Nach einer kurzfristigen Absage der Neckarsulmer Sportunion wurde der TV Möglingen spontan als weiterer Gegner gefunden. Gegen den Drittligisten setzten sich die Kuties mit 31:21 (11:9) durch.

„Wir sind auf einem guten Weg“, resümiert Trainer Mike Leibssle die letzten Wochen, „bedenkt man, dass wir ohne Turnier und mit nur mit drei Testspielen zurechtgekommen sind.“ Zugutekommt dem Team, dass mit Annika Blanke und Ronja Bühler lediglich zwei Neuzugänge integriert werden mussten.

„Das hat natürlich sehr geholfen, allerdings hat man gerade in den Tests gegen die Erstligisten gesehen, an welchen Stellschrauben es noch zu drehen gilt“, so Leibssle. Zu was seine Mannschaft imstande ist, zeigte sie in der ersten Halbzeit gegen Metzingen. Im Ermstal präsentierte sie sich am Donnerstag auf Augenhöhe und machte den TusSies mit tollen Spielzügen und Kombinationen das Leben schwer. „Da ist uns unheimlich viel gelungen, die Wurfausbeute war astrein, und wir haben es immer wieder geschafft, Metzingen in den Positionsangriff zu bringen“, war der Coach begeistert.

Als der Erstligist sein Tempospiel aufzieht, gibt es einen 0:10-Lauf

Was passiert, wenn der Erstligist so richtig sein gefährliches Tempospiel aufziehen kann, bekamen die Gäste nach dem Seitenwechsel zu spüren. Nach dem 14:16-Rückstand der SG schraubten die Schützlinge von Edina Rott den Spielstand innerhalb der ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff mit einem 10:0-Lauf auf 26:14 nach oben. „Genau dies wollten wir eigentlich über die gesamte Distanz vermeiden“, hadert Leibssle, „jeder Fehler wurde postwendend bestraft.“ Eine Spielerin wie Annika Blanke hätte in dieser Phase sicherlich gutgetan, allerdings war die Polizistin beruflich verhindert. Das 23:39-Endergebnis ist für Mike Leibssle schlussendlich Nebensache: „Wir wollen uns auf das Positive konzentrieren, und da hat die erste Hälfte unsere Leistungsfähigkeit deutlich aufgezeigt.“

Nach einer regenerativen Einheit stand für die Herrenbergerinnen zwei Tage später der finale Test gegen den TV Möglingen auf dem Plan. „Ich bin dem TV sehr dankbar, dass er uns diese Möglichkeit verschafft hat“, nickte Leibssle, nachdem die Neckarsulmer SU das geplante Spiel noch abgesagt hatte. Gegen den Drittligisten um Ex-Kutie Sulamith Klein legte die SG zunächst einen verhaltenen Start hin. „Wir haben keinen Zugriff in der Abwehr bekommen und den Spielfluss nicht konsequent unterbunden“, berichtet der Coach, „zudem in der Offensive unheimlich viele freie Chancen liegen lassen.“ Nach der Halbzeitpause schalteten seine Schützlinge dann aber einen Gang höher und traten in allen Belangen sehr souverän auf. Das 31:21-Ergebnis war für alle Beteiligten im Gäu schlussendlich ein versöhnlicher Abschluss der Vorbereitung.

Der komplette Fokus richtet sich nun auf den Saisonstart am kommenden Samstag. Dann ist H2Ku um 20 Uhr zu Gast bei der HSG Freiburg.

Dieser Artikel wird präsentiert von der Kreiszeitung Böblinger Bote.