SG H2Ku Herrenberg gewinnt erstes Punktspiel der neuen Saison

Artikel vom 06. September 2020 – 14:24

Von Marvin Georg

HERRENBERG. Nach intensiver Vorbereitung und mehreren Testspielen, unter anderem gegen die Erstligisten Göppingen und Metzingen, starteten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer glänzend aufgelegten Laura Waldenmaier erfolgreich in die neue Saison. Ihr erstes Punktspiel bei der HSG Freiburg gewannen die Kuties mit 31:20.

Personell konnte Trainer Mike Leibssle nahezu aus dem Vollem schöpfen. Lediglich Anika Bissel fehlte verletzt, war aber als Zuschauerin auf der Tribüne. Mit prominenter Begleitung: Auch Bayern-Torhüter Manuel Neuer war mitgekommen.

Die Sehnsucht nach dem ersten Ligaspiel seit Anfang März war groß, auch wenn Leibssle vor zu großen Erwartungen warnte: „Es herrschte eine gewisse Unsicherheit vor dem Spiel, wo wir aktuell stehen und wo Freiburg steht.“ Beide Teams begegneten sich zunächst auf Augenhöhe, keines konnte sich vorerst absetzen. Die Freiburgerinnen trafen in den ersten Minuten vermehrt über ihr Tempospiel, doch die Kuties zogen im Gleichschritt nach. Die am Ende erfolgreichste Werferin der Herrenbergerinnen, Lea Neubrander, glich in der 11. Minute zum 4:4 aus. Fortan war der Knoten geplatzt, ab sofort agierten die Kuties cleverer und konzentrierter. Auf die schnellen Tempogegenstöße des Gegners hatten sie sich jetzt besser eingestellt, im eigenen Angriff spielten sie ihre individuelle Klasse ein ums andere Mal aus. Dank konzentrierter Abwehrarbeit, wichtigen Paraden der Torhüterin und viel Tempo legten sie einen Zwischenspurt ein und zogen auf 8:4 davon. Freiburg nahm die erste Auszeit, um den Lauf der Kuties zu unterbrechen. Doch die Gastgeberinnen konnten ihre Chancen, vor der Halbzeit nochmal ranzukommen, nicht nutzen. Folglich nahm die SG H2Ku ihre 4-Tore-Führung mit in die Pause.

Der Zwischenspurt vom 17:14 zum 22:14 ist die Vorentscheidung

Nach dem Wechsel verkürzten die „Red Sparrows“ ihren Rückstand auf drei Tore, ehe die SG H2Ku einen erneuten Lauf auf das Parkett zauberte. Die variable 6:0-Abwehr stand trotz einiger Wechsel im Innenblock immer besser, Laura Waldenmaier vernagelte ihren Kasten und parierte unzählige freie Würfe von Freiburg. Zehn Minuten lang kassierten die Herrenbergerinnen kein Gegentor und zogen von 17:14 auf 22:14 davon. Trainer Mike Leibssle: „Laura Waldenmaier hat den Unterschied ausgemacht.“ Der Coach der Herrenberger Handballfrauen wollte aber auch die Leistung der restlichen Mannschaft keineswegs schmälern: „Auf 30 Tore muss man erst einmal kommen.“ Gerade die schnelle und wendige Marie Beddies schaffte es immer wieder, sich im Eins-gegen-eins durchzusetzen und den Ball im Tor unterzubringen.

Selbst die am Ende insgesamt fünf Zeitstrafen überstanden die Kuties ungefährdet. Spätestens beim 27:17 in der 50. Minute von Szimonetta Toepelt-Gera war den knapp 90 Zuschauern in der Wentzinger Sporthalle klar, wer das Parkett als Sieger verlassen würde. Am Ende war Coach Mike Leibssle sichtlich zufrieden: „Es haben sich wirklich alle super eingebracht.“ Und angesichts des deutlichen Sieges ließ es sich auch leichter verschmerzen, dass die Mannschaft nach dem Spiel wegen den Corona-Auflagen in der Halle ungeduscht die Heimreise antreten musste. Weiter geht’s am Samstagabend mit dem Heimspiel gegen den TV Beyeröhde, der seine Saisonpremiere gegen Solingen-Gräfrath mit 23:29 in den Sand setzte.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (3), Blanke (6/davon 2 Siebenmeter), Tuc (4), Bok, Foth (2), Toepelt-Gera (3), Bühler, Neubrander (6), Hiller, Beddies (6).

Dieser Artikel wird präsentiert von der Kreiszeitung Böblinger Bote.