Kuties sind heiß auf das erste Saison-Heimspiel

Artikel vom 11. September 2020 – 21:12

Von Marvin Georg

HERRENBERG. Zum ersten Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison empfangen die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag um 20 Uhr die „Handballgirls“ vom TVB Wuppertal in der Herrenberger Markweghalle.

Dass dies ein besonderes Spiel wird, ist schon vor dem Anpfiff klar. Es wird nämlich das erste Bundesliga-Heimspiel der H2Ku-Handballerinnen sein, welches unter den strengen Regeln des Hygieneskonzepts stattfindet. Im Vorbereitungsspiel gegen Göppingen stand das Konzept erstmals auf dem Prüfstand und hat sich bewährt. Wer zuschauen möchte, muss sich auf der Homepage der Kuties registrieren. Anders als üblich wird es keine Abendkasse geben.

Den Schwung aus Freiburg mit in die Trainingswoche genommen

Aus sportlicher Sicht sind die Kuties am vergangenen Wochenende in Freiburg erfolgreich in die Saison gestartet. Rückblickend muss man festhalten, dass eine überragende Laura Waldenmaier im Tor gepaart mit einer starken Kollektivleistung zum Erfolg geführt haben. „Wir haben die beiden Punkte positiv mit in die Trainingswoche genommen“, freute sich Trainer Mike Leibssle. Trotz der neun Tore Vorsprung gab es das ein oder andere, was dem Coach aufgefallen ist. In dieser frühen Phase der Saison ist dies aber durchaus normal.

Anders sieht es beim TVB Wuppertal aus. Die „Handballgirls“ sind mit einer 23:29-Niederlage im Derby gegen den HSV Solingen-Gräfrath in die neue Saison gestartet. Dass dies keine allzu große Überraschung ist, wird klar, sobald man einen etwas näheren Blick auf den Kader wirft. Stolze acht Neuzugänge und elf Abgänge haben die Wuppertalerinnen zu verbuchen. So bringt es Trainer Mike Leibssle also nichts, auf das letzte Aufeinandertreffen Anfang Februar zurückzublicken. „Das ist eine komplett neue Mannschaft mit einem neuen Trainer“, meint der H2Ku-Coach. Trotz namhafter Abgänge und eher unerfahrenen Neuzugängen verfügt Wuppertal dennoch über individuelle Qualität. „Das Ergebnis vom vergangenen Wochenende lässt nichts auf den TVB schließen, es kann gut sein, dass wir diese Woche eine verbesserte Wuppertaler Mannschaft erleben werden“, fügt Leibssle an, dass seine Mannschaft den Gegner keinesfalls unterschätzen wird.

Auch wenn sich Coach Leibssle nicht deutlich in der Favoritenrolle sieht, ist die Maßgabe für den Heimspiel-Auftakt klar: „Wir wollen mit Übersicht im Angriff spielen und die passenden Lösungen finden.“ Außerdem fordert er eine konzentrierte Abwehrleistung, um der individuellen Klasse der Wuppertalerinnen von Anfang an keinen Raum zu geben. Bis auf die weiterhin verletzte Anika Bissel kann der H2Ku-Trainer wieder aus dem Vollen schöpfen. So sind die Kuties natürlich heiß darauf, nach über 150 Tagen endlich wieder vor den eigenen Fans aufzulaufen, auch wenn laut Hygienekonzept nur maximal 200 Zuschauer in die Markweghalle dürfen.

Dieser Artikel wird präsentiert von der Kreiszeitung Böblinger Bote.