Kuties legen gegen TVB Wuppertal den zweiten Saisonsieg nach

Artikel vom 13. September 2020 – 19:18

Von Marvin Georg

HERRENBERG. Nachdem die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg in der Vorwoche mit dem 30:21 in Freiburg überzeugend in die neue Zweitliga-Saison gestartet waren, folgte am Samstag ein im Endeffekt ebenso deutlicher 24:18-Heimspielerfolg gegen die „Handballgirls“ vom TVB Wuppertal.

Dass das Hygienekonzept der SG H2Ku gut angenommen und ohne Komplikationen eingehalten wurde, ist ebenso als Erfolg zu verbuchen. Die knapp 180 Zuschauer sahen in der Markweghalle einen besseren Start der Heimmannschaft. Die Kuties standen von Anfang an konzentriert in der Abwehr und ließen dem TVB im Angriff kaum eine Chance. Dies konnte die SG trotz wenig Tempo in konzentriert ausgespielten Angriffen schnell in einen Vorsprung ummünzen. So reichte es dem Gäste-Trainer nach zehn gespielten Minuten und einem schön herausgespielten Treffer von Szimonetta Toepelt-Gera zum 5:2. Dominik Schlechter nahm prompt die erste Auszeit, um den Lauf der Gastgeberinnen zu unterbrechen. Das Timeout störte den Spielfluss der Kuties aber keineswegs, und so zogen sie weiter davon.

Die Marschroute für die Abwehr war schon vor dem Spiel für Trainer Mike Leibssle klar: „Wir wollen ballseitig sehr konsequent verteidigen.“ Dies setzte die Mannschaft in der ersten Halbzeit sehr gut um. So traf Lea Neubrander nicht nur nach Belieben, sondern schaffte es immer wieder, das Tempospiel der Gäste nach eigenem Treffer mit wichtigen Stoppfouls konsequent zu unterbinden. Dadurch zwangen die Kuties Wuppertal immer wieder zu langen Angriffen, die meist mit einem Rückraumwurf abgeschlossen werden mussten. Der Block der SG H2Ku war aber meist zur Stelle. War die Abwehr doch einmal geschlagen, konnte sich Laura Waldenmaier einmal mehr auszeichnen und zeigen, dass die junge Torhüterin immer zu Topleistungen fähig ist. Dies würdigte auch Leibssle mit einem Sonderlob. Als SG-Neuzugang Annika Blanke in der 30. Minute zum 13:7-Pausenstand traf, hatte H2Ku sich einen komfortablen 6-Tore-Vorsprung herausgespielt.

Der Start in die zweite Halbzeit überraschte dann jedoch: Die Gäste wirkten anfangs frischer und dynamischer und konnten so wieder rankommen. Spätestens beim 15:12 in der 38. Minute durch Ramona Ruthenbeck hatten sie das Momentum auf ihrer Seite, Leibssle war gezwungen, mit einer Auszeit entgegenzuwirken. „Diese Phase hätte ich mir gerne erspart“, resümierte der Coach. „Aber wir haben eine gute Moral gezeigt.“ So stand die Abwehr nach der Auszeit wieder gewohnt sicher, die vielen technischen Fehler sowie Fehlwürfe konnten weitestgehend abgestellt werden.

Durch das von nun an wieder konzentriertere Auftreten konnte H2Ku den alten Abstand prompt wieder herstellen und sogar noch ausbauen. So hatte das Heimteam nach dem Treffer zum 21:14 von Szimonetta Toepelt-Gera (48.) einen komfortablen 7-Tore-Vorsprung. Selbst die 5:1-Deckung des TV Beyeröhde in den letzten fünf Minuten änderte nichts mehr am deutlichen Heimerfolg. Schlusspunkt der Partie war die insgesamt vierte Siebenmeter-Parade von Torhüterin Dora Elbert.

Trotz einiger technischer Fehler und Fehlwürfe war Leibssle zufrieden mit der sehr guten Frühform seiner Mannschaft: „Ich bin sehr glücklich über die vier Punkte.“ Der H2Ku-Trainer weiter: „Den Schwung werden wir mitnehmen und uns gut auf Werder Bremen kommende Woche vorbereiten.“

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Blanke (6/davon 3 Siebenmeter), Tuc (1), Bok (1), Foth (4), Toepelt-Gera (3), Bühler, Neubrander (9/2), Hiller, Beddies.