Kuties wollen den tollen Start bei Werder Bremen vergolden

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Nach zwei überzeugenden Vorstellungen und deutlichen Siegen zum Auftakt reist die SG H2Ku Herrenberg am Samstag voller Selbstvertrauen zum SV Werder Bremen (Beginn 19.30 Uhr in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle).

Frühmorgens geht es mit dem Zug in Richtung Norden, wo die Gäu-Sieben auf den ersten Blick der klare Favorit zu sein scheint. In der noch so jungen Saison ist dennoch alles möglich, das ist allen Beteiligten bewusst. „Werder ist individuell sehr stark besetzt, wir müssen das gesamte Spiel über eine konzentrierte Leistung zeigen“, warnt SG-Trainer Mike Leibssle.

Werder Bremen ist trotz zweier Niederlagen nicht zu unterschätzen

Die Gastgeberinnen selbst sind nach zwei Niederlagen bereits unter Zugzwang und sinnen vor eigenem Publikum sicherlich auf Wiedergutmachung. Nach einer Auftaktpleite gegen Kirchhof gab es für den SV am zweiten Spieltag eine heftige 22:32-Schlappe in Solingen. „In der Deutlichkeit sicherlich ein überraschendes Ergebnis, der HSV Solingen-Gräfrath 76 verfügt in dieser Runde jedoch auch über einen sehr starken Kader“, ergab für Leibssle das ausführliche Videostudium. Auch die Leistung seiner Schützlinge nach dem 24:18-Heimsieg gegen Wuppertal hat der Reutlinger nochmals genau unter die Lupe genommen. „In der Abwehr haben wir gemeinsam mit unseren Torhüterinnen sicherlich den Grundstein für den Erfolg gelegt“, zeigt er sich noch immer begeistert, „bis zur 25. Minute haben wir lediglich zwei Tore aus dem Spiel herausbekommen, ein absoluter Topwert.“

Eben diese starke Defensivleistung, gepaart mit einer überzeugenden Qualität im Angriff, müssen die Kuties gegen das Team von Werder-Coach Robert Nijdam abermals auf die Platte bringen. „Bremen legt großen Wert auf ein konsequentes Tempospiel, da müssen wir auf der Hut sein“, so Mike Leibssle weiter, „das verlangt vor allen Dingen ein hohes Maß an Geduld in der Offensive, wir müssen unnötige Fehler weitgehend minimieren.“ Eine starke Rückraumachse und ein gutes Zusammenspiel mit der Kreisläuferin bestechen außerdem beim SV Werder. Mit Merle Heidergott hat er zudem eine der besten Torjägerinnen der 2. Bundesliga in den vergangenen Jahren nach einem Jahr beim Erstligisten Blomberg-Lippe zurückgeholt. „Auch wenn die Ergebnisse bisher nicht dafür sprechen, sieht man deutliche Verbesserungen im Bremer Spiel“, schildert Mike Leibssle.

Danach gegen Solingen-Gräfrath, dann ist eine zweiwöchige Pause

Die Kuties bestreiten danach noch ein Heimspiel gegen Solingen-Gräfrath, dann folgt eine zweiwöchige Pause. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, diesen ersten Block mit vier Spielen positiv zu gestalten“, erklärt Leibssle, „damit wollen wir bei allen ein gutes Gefühl erzeugen.“ Ein wichtiger Schritt auf dem Weg, diesen Saison-Aufgalopp zu vergolden, wäre ein Sieg an der Weser. Die lange Reise nicht mit antreten werden Anika Bissel, die weiterhin an ihrer Oberschenkelverletzung laboriert, und Szimonetta Toepelt-Gera (privat verhindert).

Der Bericht zum Auswärtsspiel in Bremen wird präsentiert von unserem Medienpartner, der Kreiszeitung Böblinger Bote.