Ein Spiel auf Augenhöhe für die Kuties

Artikel vom 25. September 2020 – 18:18

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Am vierten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga der Frauen trifft die SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend um 20 Uhr in der Markweghalle auf den HSV Solingen-Gräfrath 76. Beide Teams sind noch ungeschlagen und haben in ihren bisherigen Partien gleichermaßen souverän agiert. Kuties-Coach Mike Leibssle erwartet gegen den letztjährigen Aufsteiger ein Duell auf Augenhöhe: „Der HSV ist in dieser Form nicht mit der Mannschaft der vergangenen Saison zu vergleichen, er hat sich personell unheimlich verstärkt und ist in der Liga angekommen.“

Ob man bei einem Duell zweier verlustpunktfreier Teams von einem Spitzenspiel sprechen kann? „Dazu ist es meiner Meinung nach noch zu früh in der Runde“, lacht Leibssle, „dennoch wird es unser bisher stärkster Gegner sein.“ Zum Zeitpunkt des Abbruchs der vergangenen Spielzeit noch auf dem letzten Platz, hat sich der HSV über den Sommer mit namhaften Neuzugängen aus Wuppertal und Leverkusen verstärkt. „Eine klasse Kombination mit den bereits dagewesenen Routiniers des Teams“, ist sich Mike Leibssle sicher, „ihre Spielweise ist auf viele Übergänge und Einläufer ausgelegt, dies gilt es für uns zu unterbinden.“

Vor der zweiwöchigen Pause alles für den vierten Saisonsieg geben

Wuppertal, Bremen und zuletzt Kirchhof haben die Stärken des Teams von HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäle in den ersten drei Spielen bereits zu spüren bekommen. „Das ist absolut keine Laufkundschaft, auch die Höhe der Ergebnisse hat überrascht“, zeigt sich Mike Leibssle beeindruckt, „man darf ihnen keine Schwankungen als Angriffsflächen bieten, das wissen sie knallhart auszunutzen.“ Mit Vanessa Brandt haben sie zudem die aktuell drittbeste Torschützin der Liga in ihren Reihen. Im Schnitt erzielt die Rückraumlinke 8,7 Tore pro Spiel, zwei Plätze dahinter rangiert die Herrenbergerin Lea Neubrander mit sieben Toren.

Neubrander und Co. müssen am Samstag an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen. „Wir wollen den Schwung aus dem Bremen-Spiel mit in die Markweghalle nehmen“, blickt Leibssle voraus. Zwar mit einiger Mühe in Hälfte zwei, aber schlussendlich verdient, kamen die Kuties am vergangenen Wochenende mit einem 32:29-Sieg von der Weser zurück ins Gäu. „Alle Spielerinnen sind nun heiß auf das zweite Heimspiel“, weiß Leibssle, „können wir unsere Schwächephasen eindämmen, sehe ich für uns durchaus Chancen auf weitere zwei Punkte.“ Verzichten muss er weiterhin auf Anika Bissel, die an ihrem Comeback nach einer Oberschenkelverletzung arbeitet.

Nach diesem Wochenende haben die Kuties erst einmal zwei Wochen spielfrei, eine willkommene Verschnaufpause für alle. „Wir wollen aus diesen ersten vier Spielen mit dem bestmöglichen Ergebnis rausgehen, deshalb werden wir alles für einen Sieg gegen Solingen geben“, gibt Mike Leibssle eine klare Marschroute vor.

Dieser Artikel wird präsentiert von der Kreiszeitung Böblinger Bote.