Die kleinen Kuties wollen im oberen Drittel angreifen

Artikel vom 09. Oktober 2020 – 16:24

HERRENBERG (vf). Vieles ist neu bei der zweiten Frauenmannschaft der SG H2Ku Herrenberg: neue Liga, neue Gegner, neue Vorschriften, neue Trainerin. Doch ganz neu ist die Trainerin für einige Spielerinnen doch nicht. Denn nach fünf Jahren bei der SG Nebringen/Reusten ist Melanie Schittenhelm an die Seitenlinie nach Herrenberg zurückgekehrt. Zuvor war sie bereits über mehrere Jahre erfolgreiche Kommandogeberin bei den kleinen Kuties. „Ich freue mich sehr, zurück zu sein“, so Schittenhelm, die sich in Sachen eingleisige Württembergliga selbstbewusst zeigt. „Das obere Tabellendrittel sollte bei unseren Qualitäten drin sein.“

Der Kader der Zweitliga-Reserve ist bis auf drei Abgänge zusammengeblieben. Linkshänderin Ina Kühnel wechselte zum Oberligisten Leinfelden-Echterdingen, Susi Maushart zog es in ihre bayrische Heimat und Selina Schwarzbach studienbedingt nach Wien. Dafür rücken die Youngsters Sophia Brand und Saskia Schmitt fest nach oben. Gleichzeitig wird der Kader mit Talenten aus der A-Jugend ergänzt. „Wir haben eine gute Mischung“, erklärt Schittenhelm, „wenn sich das gut einpendelt, haben wir eine starke Mannschaft.“ Das Trainerteam wird durch Julia Keippert und Olga Backfisch ergänzt, beide sind schon jahrelang im Umfeld der Mannschaft tätig. „Sie nehmen mir jede Menge Arbeit ab, das erleichtert vieles.“ Auch Hubert Holzner ist weiterhin als Team-Manager an Bord.

Ziel aller Beteiligten ist es, endlich Beständigkeit auf die Bank der kleinen Kuties zu bringen. Denn die vergangenen Jahre waren stark von personellen Wechseln und Unruhen geprägt. „Wir wollen den Mädels wieder den Spaß am Handball vermitteln, bisher waren die Rückmeldungen positiv“, lässt Schittenhelm durchblicken. Die lange Vorbereitungszeit kam der Mannschaft dabei sehr entgegen. Sportlich wurde zunächst viel Zeit in Kraft und Ausdauer investiert, ein Trainingslager und zwei Testspiele haben die Spielerinnen vorangebracht. „Das, was die Mannschaft in den letzten Jahren vermisst hat, haben wir versucht aufzuarbeiten.“

Die abgebrochene Spielzeit beendeten die kleinen Kuties auf Rang drei und waren damit sicher für die neue eingleisige Württembergliga qualifiziert. Welches Niveau diese Liga haben wird, bleibt abzuwarten. „Ich glaube, insgesamt ist die Leistungsdichte höher als zuvor“, schätzt Schittenhelm, „zudem ist die Saison unglaublich lang, das wird nicht einfach.“ Gespielt wird voraussichtlich bis Mitte Mai 2021, alles unter den coronabedingten Maßnahmen innerhalb des Handballverbandes Württemberg. Den Auftakt bestreitet die SG H2Ku II am Sonntag um 17 Uhr in der heimischen Markweghalle gegen den SV Remshalden. Tickets für die Heimspiele der Schittenhelm-Sieben gibt es nur online zu erwerben, die Zuschauerkapazitäten sind begrenzt.