Klares 37:20 für Frauen der SG H2Ku II

Artikel vom 12. Oktober 2020

HERRENBERG (vf). Das war ein Auftakt nach Maß. Die Frauenmannschaft der SG H2Ku Herrenberg II feierte in der Handball-Württembergliga unter der neuen Trainerin Melanie Schittenhelm einen deutlichen 37:20-Heimsieg gegen den SV Remshalden. Von Beginn an dominierten die kleinen Kuties die Gäste und begeisterten die knapp 100 Zuschauer in der Markweghalle mit sehenswertem Tempohandball. „Ein positiver Start“, freute sich Schittenhelm über die gute Mannschaftsleistung, „die Mädels haben alle Vorgaben super umgesetzt, das sorgt für viel Selbstvertrauen.“

Als Vorjahresdritter ging die Gäu-Sieben in der neustrukturierten eingleisigen Württembergliga als klarer Favorit in das Spiel und wurde dieser Rolle auch über 60 Minuten lang gerecht. Lediglich in den Anfangsminuten konnte der SV mithalten, doch gestützt auf eine agile Abwehr setzte sich die SG H2Ku II nach knapp 15 Minuten erstmals auf sechs Tore zum 11:5 durch Tuba Aksoy ab. „Wir haben unheimlich gut nach vorne verteidigt und den Gegner immer wieder aktiv gestört“, so Schittenhelm, „damit haben wir Remshalden ein ums andere Mal in die Bredouille gebracht und zu unvorbereiteten Würfen gezwungen.“ Was sonst noch durchkam, wurde oft Beute der beiden Torhüterinnen Sophia Holzner und Isabell Göhlich. „Da hat das Zusammenspiel mit der Abwehr toll gepasst und uns ein schnelles Spiel nach vorne ermöglicht.“ In die Halbzeit ging es daher mit einer verdienten 19:9-Führung.

Auch nach Wiederanpfiff drückte die SG II aufs Gaspedal. Binnen weniger Minuten schraubten Laureen Kappus und Co. den Spielstand auf 26:12 (41.) nach oben, gleichzeitig die Vorentscheidung. Fortan wechselte Schittenhelm munter durch und schickte auch die jüngere Garde aufs Parkett. „Natürlich schwingt bei diesen Spielerinnen zunächst die Nervosität mit, aber als sie diese abgeschüttelt hatten, ging der Spielfluss ohne großen Bruch weiter“, so die SG-IITrainerin. Bis zum Schlusspfiff entwickelte sich ein regelrechtes Schaulaufen, dem Remshalden nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Der deutliche 37:20-Sieg gibt den Herrenbergerinnen für ihre ambitionierten Ziele sicherlich Aufwind, denn angepeilt ist ein Platz im oberen Drittel.

SG H2Ku Herrenberg II: Holzner, Göhlich; Kußmaul, Kappus, Aksoy, Brand, Nüßle, Clemence, Wunschik, Schmidt, Friedrich, Meyer, Gramer, Seeger.