Ungeschlagene SG H2Ku Herrenberg nach 25:19 Spitzenreiter

Artikel vom 18. Oktober 2020 – 19:42

Von Vanessa Frey und Michael Schwartz

HERRENBERG. Der Höhenflug der SG H2Ku Herrenberg in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen geht weiter. Als einzige Mannschaft sind die Kuties nach dem auch in der Höhe verdienten 25:19-Erfolg gegen die SG 09 Kirchhof noch ungeschlagen. Die Tabellenführung sorgt für große Freude im Gäu und für Komplimente vom Gegner. „Eine tolle, homogene Truppe“, schwärmte Gästetrainer Gernot Weiß. „Die hätte den Aufstieg in die erste Liga auf jeden Fall verdient.“ Ganz so weit möchte H2Ku-Coach Mike Leibssle naturgemäß nicht denken. Auch wenn er das Lob gerne aufnahm, weiß er genau, wo es in seinem Team noch Verbesserungspotenzial gibt.

Von Beginn an war die Atmosphäre in der Markweghalle sehr hitzig – und das, obwohl aufgrund der Hygienevorschriften wieder gar nicht so viele Zuschauer zugelassen waren. Die Emotionalität kam vor allem durch die aggressive Verteidigung der Kirchhoferinnen und von der Gäste-Bank. Die Herrenberger Fans ließen sich zwar davon anstecken, doch nicht das H2Ku-Team, das keineswegs aus dem Konzept geriet. „Sie haben uns mit ihrer Abwehr zwar dort hingedrängt, wo sie uns haben wollten, aber wir haben trotzdem gute Lösungen gefunden“, nickte Coach Mike Leibssle. Anfangs agierten die Kuties zwar noch etwas zögerlich, fingen sich dann jedoch Mitte der ersten Hälfte. Nach dem 1:3 und 2:4 verkürzte jeweils Kapitänin Kerstin Foth von der Siebenmeterlinie, die ihre Mannschaft mit dem 6:5 per Strafwurf auch wieder in Führung brachte (13.).

Die Gast-SG, die ohne ihre zweitbeste Werferin Klara Schlegel angetreten war, probierte es viel über den Rückraum, weil sie dort einige starke Shooterinnen im Kader hat, doch die Herrenbergerinnen verteidigten das gut. Unter anderem hielten sie die beste Torschützin der Liga, Diana Sabljak, bei nur drei Treffern in Hälfte eins. Dadurch ergaben sich zunächst kleinere Probleme bei der Abwehr über den Kreis, doch auch hier fingen sich die Gastgeberinnen immer mehr. Aylin Bok baute den Vorsprung erstmals auf zwei Tore aus (21.), beim 12:8 von Marie Beddies waren es schon vier (25.).

Nach 26 Minuten wechselte Leibssle die Torhüterin. Laura Waldenmaier hatte den Ball zweimal voll ins Gesicht bekommen, ihr ging es jedoch gut. Die Kopftreffer waren aber nicht einmal der Grund für den Tausch, der Coach wollte auch Dora Elbert testen. Bis zur Pause (14:10) blieb es bei der 4-Tore-Führung für die Heim-SG, die nach der Pause beim 17:11 durch Anika Bissel (35.), deren Freund, Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer, auch auf der Tribüne saß, vermeintlich schon für eine kleine Vorentscheidung sorgte. Ein 5:1-Lauf von Kirchhof ließ den Abstand jedoch innerhalb von sechs Minuten schmelzen, beim Stand von 18:16 nahm Leibssle eine Auszeit.

Leibssle moniert gleich vier Schwächephasen beim Team

„Das war nur eine von vier Schwächephasen“, monierte der Trainer hinterher. „Diese Schwankungen mit Fehlpässen und Verworfenen müssen wir unbedingt abstellen.“ In der Tat agierte H2Ku phasenweise fahrig, kurzzeitig war kein Konzept mehr erkennbar. Doch Leibssles Time-out fruchtete. Foth per Siebenmeter und zweimal Beddies lenkten die Partie nach einer Dreiviertelstunde wieder in die richtigen Bahnen – 21:16. Außerdem hielt die aufs Feld zurückgekehrte Laura Waldenmaier zweimal stark.

Die aggressive Abwehr nahm den Kirchhoferinnen die Lust, deren Coach zudem für eine doppelte Unterzahl sorgte. Erst beschwerte er sich zu lautstark und kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe, dann beging er auch noch einen Wechselfehler, wofür er sich anschließend bei seiner Mannschaft entschuldigte. Die Heim-SG hätte hier den Sack schon früher zumachen können, doch spätestens beim 24:18 von Bok (58.) war der Drops endgültig gelutscht. Saskia Hiller sorgte noch für den 25. H2Ku-Treffer.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Bissel (3), Blanke (1), Tuc (1), Bok (3), Foth (7/davon 6 Siebenmeter), Toepelt-Gera, Bühler, Neubrander (5), Hiller (1), Beddies (4).

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Kuties wollen ihre makellose Bilanz ausbauen

Artikel vom 17. Oktober 2020 – 08:04

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Bisher ist die Bilanz der SG H2Ku Herrenberg in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen makellos. Mit 8:0 Punkten stehen sie gemeinsam mit den Füchsen Berlin an der Spitze. Trainer Mike Leibssle hat die zweiwöchige Länderspielpause dazu genutzt, seine Mannschaft in der Spur zu halten. „Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen auch gegen die SG Kirchhof hundertprozentig fokussiert sein.“ Beginn ist am Sonntag um 16.30 Uhr in der Markweghalle.

Gegen die Mannschaft aus dem Stadtteil von Melsungen gilt es vor allem, den durchschlagskräftigen Rückraum um Top-Torschützin Diana Sabljak in den Griff zu bekommen. „Gemeinsam mit Klara Schlegel führt sie Kirchhof an“, weiß der Kuties-Coach, „im Schnitt erzielen diese zwei Spielerinnen zusammen 15 Tore pro Spiel.“ Aktuell steht Sabljak im Ranking auf Platz vier mit 8,3 Toren im Durchschnitt. Die Herrenbergerinnen müssen also eine gute Balance in der eigenen Abwehr finden, um Sabljak und Co. frühzeitig zu attackieren und dabei gleichzeitig keine Räume für die Kreisläuferin zu öffnen. „Das müssen wir mit schnellen Bewegungen und guter Kommunikation lösen“, so Leibssle.

Nach zwei Niederlagen steht die SG 09 Kirchhof auf Rang neun, hat aber mit sechs Abgängen und ebenso vielen Neuzugängen vor der Runde auch einen ziemlichen Umbruch zu bewältigen. „Wir wollen uns aber vor allem auf uns selbst konzentrieren“, sagt der H2Ku-Coach. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen, Linksaußen Anika Bissel wird nach ihrer Oberschenkelverletzung das erste Mal zum Einsatz kommen. Mit Kirchhof, Zwickau und Waiblingen hat die SG H2Ku in den nächsten Wochen drei ordentliche Gegner im Programm. „Ich möchte aus diesem Block erneut mit einer positiven Bilanz rausgehen“, gibt Mike Leibssle die Marschroute vor.

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Kuties kommen auch in Unterzahl nicht aus dem Tritt – 31:28

Artikel vom 27. September 2020 – 13:30

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben in der 2. Bundesliga der Frauen den vierten Sieg im vierten Spiel gefeiert. Nach einem temporeichen Duell gewannen sie verdient mit 31:28 (16:13) gegen den bis dahin auch ungeschlagenen HSV Solingen-Gräfrath. Torhüterin Laura Waldenmaier und Top-Torschützin Lea Neubrander stachen trotz einer starken Mannschaftsleistung heraus. „Hätte mir jemand vor der Saison gesagt, dass wir nach vier Spieltagen mit 8:0 Punkten dastehen, hätte ich das vermutlich erst nicht geglaubt“, freute sich Trainer Mike Leibssle.

Die knapp 180 Zuschauer in der Markweghalle erlebten von Beginn an ein rasantes, jedoch sehr fehlerbehaftetstes Spiel, in das die SG H2Ku besser startete. Die Abwehr arbeitete sehr agil, dahinter nahm Waldenmaier den Gästen bereits die ersten Würfe ab. Marie-Christine Beddies erzielte von Linksaußen das 3:1 (5.). Die Gäste berappelten sich und drehten durch eine verbesserte Defensivreihe den Spielstand zum 3:5 (9.). „Wir haben uns mit unnötigen Fehlern das Leben selbst schwer gemacht“, kritisierte Leibssle, der eine Auszeit nahm.

Diese zeigte Wirkung, und so gingen die Kuties, angeführt von einer starken Spielmacherin Carolin Tuc, wiederum mit 12:11 in Front (24.). „Auch wenn wir viele Fehler produziert haben, hat uns das nicht aus der Ruhe gebracht“, schilderte Kapitänin Kerstin Foth. Ihre Kollegin Lea Neubrander markierte im Anschluss mit dem Pausenpfiff den 16:13-Halbzeitstand.

Ohne Fehler wäre eine frühere Entscheidung möglich gewesen

Nach Wiederanpfiff agierten die Herrenbergerinnen weiter souverän und erhöhten durch Annika Blanke erstmals auf fünf Tore – 20:15 (36.). Doch auch in dieser Phase ließ sich die Auswärtsmannschaft nicht abschütteln und lauerte auf Fehler. Auch eine doppelte Zeitstrafe brachte H2Ku nicht aus dem Tritt. „Es ist das vierte Spiel in Folge, in dem wir die Unterzahl-Situationen gewinnen, ein sehr seltener Wert“, zeigte sich Mike Leibssle nach einem 2:0-Lauf mit zwei Spielerinnen weniger auf dem Feld beeindruckt. „Das haben die Mädels toll gemacht.“

Beide Mannschaften hielten das Tempo auch in der Schlussphase hoch, gingen vermehrt auf Risiko und produzierten gleichermaßen eine Vielzahl an technischen Fehlern. „Davon hätte ich mir weniger gewünscht“, konstatierte der Coach. „So hätten wir bereits früher eine Entscheidung herbeiführen können.“ Solingen-Gräfrath hatte drei Minuten vor dem Ende mit zwei klaren Torchancen noch die Chance, den Spielstand zu egalisieren, scheiterte aber an der überragenden Laura Waldenmaier, die den 31:28-Sieg festhielt.

„Verdiente zwei Punkte für Herrenberg“, gratulierte Gäste-Trainerin Kerstin Reckenthäle. „Wir haben es geschafft, das Spiel spannend zu halten, die vielen Fehler haben uns schlussendlich das Genick gebrochen.“ Die Kuties können auf der Gegenseite entspannt in die zweiwöchige Spielpause gehen, das nächste Duell findet erst am 18. Oktober zu Hause gegen Kirchhof statt. „Wir werden die freie Zeit nutzen, um die Akkus wieder aufzuladen, und wollen in zwei Wochen den positiven Trend fortsetzten“, blickt Kerstin Foth voraus. Kurzerhand hatte die Kapitänin nach dem Spiel noch einen trainingsfreien Montagabend mit ihrem Coach verhandelt. „Dem habe ich natürlich zugestimmt“, sagte Leibssle mit einem Lachen. Verdient haben es sich seine Schützlinge nach dem besten Saisonstart seit Jahren allemal.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Bissel, Blanke (6/davon 1 Siebenmeter), Tuc (3), Bok (4), Foth (3), Bühler (1), Toepelt-Gera (1), Neubrander (9/4), Hiller (1), Beddies (3).

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Ein Spiel auf Augenhöhe für die Kuties

Artikel vom 25. September 2020 – 18:18

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Am vierten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga der Frauen trifft die SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend um 20 Uhr in der Markweghalle auf den HSV Solingen-Gräfrath 76. Beide Teams sind noch ungeschlagen und haben in ihren bisherigen Partien gleichermaßen souverän agiert. Kuties-Coach Mike Leibssle erwartet gegen den letztjährigen Aufsteiger ein Duell auf Augenhöhe: „Der HSV ist in dieser Form nicht mit der Mannschaft der vergangenen Saison zu vergleichen, er hat sich personell unheimlich verstärkt und ist in der Liga angekommen.“

Ob man bei einem Duell zweier verlustpunktfreier Teams von einem Spitzenspiel sprechen kann? „Dazu ist es meiner Meinung nach noch zu früh in der Runde“, lacht Leibssle, „dennoch wird es unser bisher stärkster Gegner sein.“ Zum Zeitpunkt des Abbruchs der vergangenen Spielzeit noch auf dem letzten Platz, hat sich der HSV über den Sommer mit namhaften Neuzugängen aus Wuppertal und Leverkusen verstärkt. „Eine klasse Kombination mit den bereits dagewesenen Routiniers des Teams“, ist sich Mike Leibssle sicher, „ihre Spielweise ist auf viele Übergänge und Einläufer ausgelegt, dies gilt es für uns zu unterbinden.“

Vor der zweiwöchigen Pause alles für den vierten Saisonsieg geben

Wuppertal, Bremen und zuletzt Kirchhof haben die Stärken des Teams von HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäle in den ersten drei Spielen bereits zu spüren bekommen. „Das ist absolut keine Laufkundschaft, auch die Höhe der Ergebnisse hat überrascht“, zeigt sich Mike Leibssle beeindruckt, „man darf ihnen keine Schwankungen als Angriffsflächen bieten, das wissen sie knallhart auszunutzen.“ Mit Vanessa Brandt haben sie zudem die aktuell drittbeste Torschützin der Liga in ihren Reihen. Im Schnitt erzielt die Rückraumlinke 8,7 Tore pro Spiel, zwei Plätze dahinter rangiert die Herrenbergerin Lea Neubrander mit sieben Toren.

Neubrander und Co. müssen am Samstag an die bisher gezeigten Leistungen anknüpfen. „Wir wollen den Schwung aus dem Bremen-Spiel mit in die Markweghalle nehmen“, blickt Leibssle voraus. Zwar mit einiger Mühe in Hälfte zwei, aber schlussendlich verdient, kamen die Kuties am vergangenen Wochenende mit einem 32:29-Sieg von der Weser zurück ins Gäu. „Alle Spielerinnen sind nun heiß auf das zweite Heimspiel“, weiß Leibssle, „können wir unsere Schwächephasen eindämmen, sehe ich für uns durchaus Chancen auf weitere zwei Punkte.“ Verzichten muss er weiterhin auf Anika Bissel, die an ihrem Comeback nach einer Oberschenkelverletzung arbeitet.

Nach diesem Wochenende haben die Kuties erst einmal zwei Wochen spielfrei, eine willkommene Verschnaufpause für alle. „Wir wollen aus diesen ersten vier Spielen mit dem bestmöglichen Ergebnis rausgehen, deshalb werden wir alles für einen Sieg gegen Solingen geben“, gibt Mike Leibssle eine klare Marschroute vor.

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Perfekter Saisonstart für die Kuties

Artikel vom 20. September 2020 – 20:00

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Dritter Sieg im dritten Spiel – der Saisonauftakt der SG H2Ku Herrenberg in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen kann sich sehen lassen. Bei Werder Bremen konnte sie sich nach einer starken Mannschaftsleitung verdient mit 32:29 (17:12) durchsetzen. „Wir sind sehr glücklich über diese zwei Punkte“, freute sich Trainer Mike Leibssle. „Wir waren im gesamten Spiel von jeder Position aus torgefährlich, das war ausschlagend für den Erfolg.“

Zunächst begegneten sich beide Mannschaften in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle auf Augenhöhe. Bis zum 8:8 durch Kapitänin Kerstin Foth (15.) schaffte es die Gäu-Sieben durch eine ordentliche Abwehrleistung, den starken Werderaner-Rückraum in Schach zu halten. „Bremen hat genau das auf die Platte gebracht, auf was wir uns im Training vorbereitet hatten“, erklärte Leibssle. „So konnten wir die Kontrolle über das Spiel übernehmen.“ Saskia Hiller erhöhte erstmals auf zwei Tore zum 10:8 (18.). Auch eine Unterzahlsituation kurz vor der Halbzeit brachte die Kuties nicht aus dem Konzept: „Wir standen unheimlich gut in der Abwehr, das Zusammenspiel mit Laura Waldenmaier im Tor hat gut funktioniert, so kamen wir auch mit einer Spielerin weniger auf dem Feld über ein schnelles Spiel nach vorne zum Torerfolg.“ Stefanie Schoeneberg und Hiller bauten die Führung bis zur Pause auf 17:12 aus.

Nach Wiederanpfiff konnten die Gäste an ihre starke Leistung zunächst anknüpfen. Lea Neubrander erhöhte erstmals auf sieben Tore – 20:13 (34.). „Wir haben im Abwehrzentrum weiterhin stark verteidigt, das ermöglichte uns, Werder auf Distanz zu halten“, schilderte Leibssle. „Leider haben wir uns zu viele Fehler im Angriff geleistet und unseren Vorsprung leichtfertig hergegeben.“ Der Bruch im Spiel kam ab der 40. Minute. Eine Vielzahl an vergebenen Herrenberger Chancen nutzte Bremen mit schnellen Gegenstößen und egalisierte neun Minuten vor Schluss zum 26:26 durch Annika Fröhlich. „Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, wer am Ende das glücklichere Händchen hat“, ließ Mike Leibssle durchblicken. „Bremen hatte eindeutig Oberwasser.“

Nach dem Heimspiel gegen Solingen-Gräfrath kurze Pause

Doch der größte H2Ku-Trumpf an diesem Abend bestach auch in dieser Phase: die geschlossene Mannschaftsleistung. Egal, welche Spielerin Leibssle aufs Feld schickte, jede erledigte ihren Job. „Diese Impulse von der Bank haben Werder gefehlt, das war der Schlüssel zu unserem Erfolg.“ Neubrander und Foth brachten ihr Team fünf Minuten vor dem Ende beim 30:26 wieder auf die Siegerstraße. Werder-Coach Robert Nijdam setzte alles auf eine Karte und nahm Marie-Christin Beddies in kurze Deckung. Doch davon ließen sich die Kuties nicht mehr aus der Ruhe bringen. „Auch im Fünf-gegen-fünf haben meine Spielerinnen Lösungen gefunden, so konnten wir die Zeit bis zum Schluss erfolgreich herunterspielen“, war Mike Leibssle mit dem 32:29-Sieg zufrieden.

„6:0 Punkte zum Auftakt sind ein toller Erfolg, nun richtet sich unsere Konzentration auf das Heimspiel gegen Solingen.“ Danach kann H2Ku zwei Wochen durchatmen und eine kurze spielfreie Pause genießen. „Doch zuvor wartet mit dem HSV Solingen-Gräfrath 76 ein starker Gegner, der vielleicht stärkste der bisherigen Saison überhaupt“, ist sich Mike Leibssle sicher.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (6), Blanke (4), Tuc, Bok, Foth (7), Bühler, (1), Neubrander (6/davon 1 Siebenmeter), Hiller (5), Beddies (3).

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Kuties wollen den tollen Start bei Werder Bremen vergolden

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Nach zwei überzeugenden Vorstellungen und deutlichen Siegen zum Auftakt reist die SG H2Ku Herrenberg am Samstag voller Selbstvertrauen zum SV Werder Bremen (Beginn 19.30 Uhr in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle).

Frühmorgens geht es mit dem Zug in Richtung Norden, wo die Gäu-Sieben auf den ersten Blick der klare Favorit zu sein scheint. In der noch so jungen Saison ist dennoch alles möglich, das ist allen Beteiligten bewusst. „Werder ist individuell sehr stark besetzt, wir müssen das gesamte Spiel über eine konzentrierte Leistung zeigen“, warnt SG-Trainer Mike Leibssle.

Werder Bremen ist trotz zweier Niederlagen nicht zu unterschätzen

Die Gastgeberinnen selbst sind nach zwei Niederlagen bereits unter Zugzwang und sinnen vor eigenem Publikum sicherlich auf Wiedergutmachung. Nach einer Auftaktpleite gegen Kirchhof gab es für den SV am zweiten Spieltag eine heftige 22:32-Schlappe in Solingen. „In der Deutlichkeit sicherlich ein überraschendes Ergebnis, der HSV Solingen-Gräfrath 76 verfügt in dieser Runde jedoch auch über einen sehr starken Kader“, ergab für Leibssle das ausführliche Videostudium. Auch die Leistung seiner Schützlinge nach dem 24:18-Heimsieg gegen Wuppertal hat der Reutlinger nochmals genau unter die Lupe genommen. „In der Abwehr haben wir gemeinsam mit unseren Torhüterinnen sicherlich den Grundstein für den Erfolg gelegt“, zeigt er sich noch immer begeistert, „bis zur 25. Minute haben wir lediglich zwei Tore aus dem Spiel herausbekommen, ein absoluter Topwert.“

Eben diese starke Defensivleistung, gepaart mit einer überzeugenden Qualität im Angriff, müssen die Kuties gegen das Team von Werder-Coach Robert Nijdam abermals auf die Platte bringen. „Bremen legt großen Wert auf ein konsequentes Tempospiel, da müssen wir auf der Hut sein“, so Mike Leibssle weiter, „das verlangt vor allen Dingen ein hohes Maß an Geduld in der Offensive, wir müssen unnötige Fehler weitgehend minimieren.“ Eine starke Rückraumachse und ein gutes Zusammenspiel mit der Kreisläuferin bestechen außerdem beim SV Werder. Mit Merle Heidergott hat er zudem eine der besten Torjägerinnen der 2. Bundesliga in den vergangenen Jahren nach einem Jahr beim Erstligisten Blomberg-Lippe zurückgeholt. „Auch wenn die Ergebnisse bisher nicht dafür sprechen, sieht man deutliche Verbesserungen im Bremer Spiel“, schildert Mike Leibssle.

Danach gegen Solingen-Gräfrath, dann ist eine zweiwöchige Pause

Die Kuties bestreiten danach noch ein Heimspiel gegen Solingen-Gräfrath, dann folgt eine zweiwöchige Pause. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, diesen ersten Block mit vier Spielen positiv zu gestalten“, erklärt Leibssle, „damit wollen wir bei allen ein gutes Gefühl erzeugen.“ Ein wichtiger Schritt auf dem Weg, diesen Saison-Aufgalopp zu vergolden, wäre ein Sieg an der Weser. Die lange Reise nicht mit antreten werden Anika Bissel, die weiterhin an ihrer Oberschenkelverletzung laboriert, und Szimonetta Toepelt-Gera (privat verhindert).

Der Bericht zum Auswärtsspiel in Bremen wird präsentiert von unserem Medienpartner, der Kreiszeitung Böblinger Bote.

Kuties legen gegen TVB Wuppertal den zweiten Saisonsieg nach

Artikel vom 13. September 2020 – 19:18

Von Marvin Georg

HERRENBERG. Nachdem die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg in der Vorwoche mit dem 30:21 in Freiburg überzeugend in die neue Zweitliga-Saison gestartet waren, folgte am Samstag ein im Endeffekt ebenso deutlicher 24:18-Heimspielerfolg gegen die „Handballgirls“ vom TVB Wuppertal.

Dass das Hygienekonzept der SG H2Ku gut angenommen und ohne Komplikationen eingehalten wurde, ist ebenso als Erfolg zu verbuchen. Die knapp 180 Zuschauer sahen in der Markweghalle einen besseren Start der Heimmannschaft. Die Kuties standen von Anfang an konzentriert in der Abwehr und ließen dem TVB im Angriff kaum eine Chance. Dies konnte die SG trotz wenig Tempo in konzentriert ausgespielten Angriffen schnell in einen Vorsprung ummünzen. So reichte es dem Gäste-Trainer nach zehn gespielten Minuten und einem schön herausgespielten Treffer von Szimonetta Toepelt-Gera zum 5:2. Dominik Schlechter nahm prompt die erste Auszeit, um den Lauf der Gastgeberinnen zu unterbrechen. Das Timeout störte den Spielfluss der Kuties aber keineswegs, und so zogen sie weiter davon.

Die Marschroute für die Abwehr war schon vor dem Spiel für Trainer Mike Leibssle klar: „Wir wollen ballseitig sehr konsequent verteidigen.“ Dies setzte die Mannschaft in der ersten Halbzeit sehr gut um. So traf Lea Neubrander nicht nur nach Belieben, sondern schaffte es immer wieder, das Tempospiel der Gäste nach eigenem Treffer mit wichtigen Stoppfouls konsequent zu unterbinden. Dadurch zwangen die Kuties Wuppertal immer wieder zu langen Angriffen, die meist mit einem Rückraumwurf abgeschlossen werden mussten. Der Block der SG H2Ku war aber meist zur Stelle. War die Abwehr doch einmal geschlagen, konnte sich Laura Waldenmaier einmal mehr auszeichnen und zeigen, dass die junge Torhüterin immer zu Topleistungen fähig ist. Dies würdigte auch Leibssle mit einem Sonderlob. Als SG-Neuzugang Annika Blanke in der 30. Minute zum 13:7-Pausenstand traf, hatte H2Ku sich einen komfortablen 6-Tore-Vorsprung herausgespielt.

Der Start in die zweite Halbzeit überraschte dann jedoch: Die Gäste wirkten anfangs frischer und dynamischer und konnten so wieder rankommen. Spätestens beim 15:12 in der 38. Minute durch Ramona Ruthenbeck hatten sie das Momentum auf ihrer Seite, Leibssle war gezwungen, mit einer Auszeit entgegenzuwirken. „Diese Phase hätte ich mir gerne erspart“, resümierte der Coach. „Aber wir haben eine gute Moral gezeigt.“ So stand die Abwehr nach der Auszeit wieder gewohnt sicher, die vielen technischen Fehler sowie Fehlwürfe konnten weitestgehend abgestellt werden.

Durch das von nun an wieder konzentriertere Auftreten konnte H2Ku den alten Abstand prompt wieder herstellen und sogar noch ausbauen. So hatte das Heimteam nach dem Treffer zum 21:14 von Szimonetta Toepelt-Gera (48.) einen komfortablen 7-Tore-Vorsprung. Selbst die 5:1-Deckung des TV Beyeröhde in den letzten fünf Minuten änderte nichts mehr am deutlichen Heimerfolg. Schlusspunkt der Partie war die insgesamt vierte Siebenmeter-Parade von Torhüterin Dora Elbert.

Trotz einiger technischer Fehler und Fehlwürfe war Leibssle zufrieden mit der sehr guten Frühform seiner Mannschaft: „Ich bin sehr glücklich über die vier Punkte.“ Der H2Ku-Trainer weiter: „Den Schwung werden wir mitnehmen und uns gut auf Werder Bremen kommende Woche vorbereiten.“

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg, Blanke (6/davon 3 Siebenmeter), Tuc (1), Bok (1), Foth (4), Toepelt-Gera (3), Bühler, Neubrander (9/2), Hiller, Beddies.

Kuties sind heiß auf das erste Saison-Heimspiel

Artikel vom 11. September 2020 – 21:12

Von Marvin Georg

HERRENBERG. Zum ersten Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison empfangen die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag um 20 Uhr die „Handballgirls“ vom TVB Wuppertal in der Herrenberger Markweghalle.

Dass dies ein besonderes Spiel wird, ist schon vor dem Anpfiff klar. Es wird nämlich das erste Bundesliga-Heimspiel der H2Ku-Handballerinnen sein, welches unter den strengen Regeln des Hygieneskonzepts stattfindet. Im Vorbereitungsspiel gegen Göppingen stand das Konzept erstmals auf dem Prüfstand und hat sich bewährt. Wer zuschauen möchte, muss sich auf der Homepage der Kuties registrieren. Anders als üblich wird es keine Abendkasse geben.

Den Schwung aus Freiburg mit in die Trainingswoche genommen

Aus sportlicher Sicht sind die Kuties am vergangenen Wochenende in Freiburg erfolgreich in die Saison gestartet. Rückblickend muss man festhalten, dass eine überragende Laura Waldenmaier im Tor gepaart mit einer starken Kollektivleistung zum Erfolg geführt haben. „Wir haben die beiden Punkte positiv mit in die Trainingswoche genommen“, freute sich Trainer Mike Leibssle. Trotz der neun Tore Vorsprung gab es das ein oder andere, was dem Coach aufgefallen ist. In dieser frühen Phase der Saison ist dies aber durchaus normal.

Anders sieht es beim TVB Wuppertal aus. Die „Handballgirls“ sind mit einer 23:29-Niederlage im Derby gegen den HSV Solingen-Gräfrath in die neue Saison gestartet. Dass dies keine allzu große Überraschung ist, wird klar, sobald man einen etwas näheren Blick auf den Kader wirft. Stolze acht Neuzugänge und elf Abgänge haben die Wuppertalerinnen zu verbuchen. So bringt es Trainer Mike Leibssle also nichts, auf das letzte Aufeinandertreffen Anfang Februar zurückzublicken. „Das ist eine komplett neue Mannschaft mit einem neuen Trainer“, meint der H2Ku-Coach. Trotz namhafter Abgänge und eher unerfahrenen Neuzugängen verfügt Wuppertal dennoch über individuelle Qualität. „Das Ergebnis vom vergangenen Wochenende lässt nichts auf den TVB schließen, es kann gut sein, dass wir diese Woche eine verbesserte Wuppertaler Mannschaft erleben werden“, fügt Leibssle an, dass seine Mannschaft den Gegner keinesfalls unterschätzen wird.

Auch wenn sich Coach Leibssle nicht deutlich in der Favoritenrolle sieht, ist die Maßgabe für den Heimspiel-Auftakt klar: „Wir wollen mit Übersicht im Angriff spielen und die passenden Lösungen finden.“ Außerdem fordert er eine konzentrierte Abwehrleistung, um der individuellen Klasse der Wuppertalerinnen von Anfang an keinen Raum zu geben. Bis auf die weiterhin verletzte Anika Bissel kann der H2Ku-Trainer wieder aus dem Vollen schöpfen. So sind die Kuties natürlich heiß darauf, nach über 150 Tagen endlich wieder vor den eigenen Fans aufzulaufen, auch wenn laut Hygienekonzept nur maximal 200 Zuschauer in die Markweghalle dürfen.

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SG H2Ku Herrenberg gewinnt erstes Punktspiel der neuen Saison

Artikel vom 06. September 2020 – 14:24

Von Marvin Georg

HERRENBERG. Nach intensiver Vorbereitung und mehreren Testspielen, unter anderem gegen die Erstligisten Göppingen und Metzingen, starteten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer glänzend aufgelegten Laura Waldenmaier erfolgreich in die neue Saison. Ihr erstes Punktspiel bei der HSG Freiburg gewannen die Kuties mit 31:20.

Personell konnte Trainer Mike Leibssle nahezu aus dem Vollem schöpfen. Lediglich Anika Bissel fehlte verletzt, war aber als Zuschauerin auf der Tribüne. Mit prominenter Begleitung: Auch Bayern-Torhüter Manuel Neuer war mitgekommen.

Die Sehnsucht nach dem ersten Ligaspiel seit Anfang März war groß, auch wenn Leibssle vor zu großen Erwartungen warnte: „Es herrschte eine gewisse Unsicherheit vor dem Spiel, wo wir aktuell stehen und wo Freiburg steht.“ Beide Teams begegneten sich zunächst auf Augenhöhe, keines konnte sich vorerst absetzen. Die Freiburgerinnen trafen in den ersten Minuten vermehrt über ihr Tempospiel, doch die Kuties zogen im Gleichschritt nach. Die am Ende erfolgreichste Werferin der Herrenbergerinnen, Lea Neubrander, glich in der 11. Minute zum 4:4 aus. Fortan war der Knoten geplatzt, ab sofort agierten die Kuties cleverer und konzentrierter. Auf die schnellen Tempogegenstöße des Gegners hatten sie sich jetzt besser eingestellt, im eigenen Angriff spielten sie ihre individuelle Klasse ein ums andere Mal aus. Dank konzentrierter Abwehrarbeit, wichtigen Paraden der Torhüterin und viel Tempo legten sie einen Zwischenspurt ein und zogen auf 8:4 davon. Freiburg nahm die erste Auszeit, um den Lauf der Kuties zu unterbrechen. Doch die Gastgeberinnen konnten ihre Chancen, vor der Halbzeit nochmal ranzukommen, nicht nutzen. Folglich nahm die SG H2Ku ihre 4-Tore-Führung mit in die Pause.

Der Zwischenspurt vom 17:14 zum 22:14 ist die Vorentscheidung

Nach dem Wechsel verkürzten die „Red Sparrows“ ihren Rückstand auf drei Tore, ehe die SG H2Ku einen erneuten Lauf auf das Parkett zauberte. Die variable 6:0-Abwehr stand trotz einiger Wechsel im Innenblock immer besser, Laura Waldenmaier vernagelte ihren Kasten und parierte unzählige freie Würfe von Freiburg. Zehn Minuten lang kassierten die Herrenbergerinnen kein Gegentor und zogen von 17:14 auf 22:14 davon. Trainer Mike Leibssle: „Laura Waldenmaier hat den Unterschied ausgemacht.“ Der Coach der Herrenberger Handballfrauen wollte aber auch die Leistung der restlichen Mannschaft keineswegs schmälern: „Auf 30 Tore muss man erst einmal kommen.“ Gerade die schnelle und wendige Marie Beddies schaffte es immer wieder, sich im Eins-gegen-eins durchzusetzen und den Ball im Tor unterzubringen.

Selbst die am Ende insgesamt fünf Zeitstrafen überstanden die Kuties ungefährdet. Spätestens beim 27:17 in der 50. Minute von Szimonetta Toepelt-Gera war den knapp 90 Zuschauern in der Wentzinger Sporthalle klar, wer das Parkett als Sieger verlassen würde. Am Ende war Coach Mike Leibssle sichtlich zufrieden: „Es haben sich wirklich alle super eingebracht.“ Und angesichts des deutlichen Sieges ließ es sich auch leichter verschmerzen, dass die Mannschaft nach dem Spiel wegen den Corona-Auflagen in der Halle ungeduscht die Heimreise antreten musste. Weiter geht’s am Samstagabend mit dem Heimspiel gegen den TV Beyeröhde, der seine Saisonpremiere gegen Solingen-Gräfrath mit 23:29 in den Sand setzte.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (3), Blanke (6/davon 2 Siebenmeter), Tuc (4), Bok, Foth (2), Toepelt-Gera (3), Bühler, Neubrander (6), Hiller, Beddies (6).

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Komplizierter Saisonstart für die SG H2Ku in Freiburg

Artikel vom 04. September 2020 – 14:06

Von Vanessa Frey

HERRENBERG. Zum Rundenauftakt in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen ist die SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend zu Gast bei der HSG Freiburg (20 Uhr, Gerhard-Graf-Sporthalle). Im Vorfeld der Partie kam es bereits zu einigen organisatorischen Ungereimtheiten. Das Problem: Unter allen corona-bedingten Maßnahmen verbietet die Stadt Freiburg auch das Duschen von Sportmannschaften in den Hallen. Nach Rücksprache mit der Handball-Bundesliga der Frauen hätte die SG H2Ku dieses Spiel somit nicht antreten müssen.

„Wir haben uns jedoch mit allen Beteiligten verständigt und beschlossen, dass wir spielen wollen“, erklärt SG-Trainer Mike Leibssle und macht den Gastgebern keinen Vorwurf. „Im Gegenteil, die HSG hat gekämpft wie die Löwen, dennoch ließ sich an den Vorgaben nicht rütteln.“ Für den Coach war dieser Vorgang dennoch ein Indiz dafür, dass der Saisonstart eventuell für viele doch zu früh kommen könnte. „Es liegt einfach noch sehr viel im Argen, einiges ist ungeklärt, oder teilweise widersprechen sich gar die Hygienekonzepte“, schildert Leibssle seine Zweifel. „Die Vorgaben der Kommunen und der Liga sind sich in manchen Punkten noch uneins.“ Wie in jeder anderen Sportart werden Auswärtsspiele in den nächsten Wochen wohl zur wahren Kugelfuhr.

Die Motivation im Team stimmt, jetzt muss nur noch die Form passen

Auch sportlich steht die Gäu-Sieben im Breisgau vor einer Herausforderung. Zwar waren die selbsternannten Red Sparrows nach Abbruch der vergangenen Spielzeit mit 10:34 Zählern Vorletzter, dennoch machte die HSG Freiburg in der Vergangenheit vielen vermeintlichen Favoriten das Leben schwer. Auch die Kuties bekamen dies zu spüren. „Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen“, gibt Leibssle vor, „wir müssen von Beginn an hochmotiviert an unsere eigene Leistung herankommen.“

In die zweite Spielzeit in der 2. Bundesliga geht die Mannschaft von HSG-Coach Ralf Wiggenhauser mit rund acht Neuzugängen. Die Herrenbergerinnen hatten auf der anderen Seite mit Annika Blanke und Ronja Bühler lediglich zwei Spielerinnen zu integrieren. Zu welchen Leistungen die Mannschaft imstande sein kann, hat sie in den letzten drei Testspielen bereits aufblitzen lassen. „Unser Tempospiel aus der Vorbereitung müssen wir weiter aufziehen“, fordert Leibssle, „zum Auftakt sind alle sicherlich hochmotiviert, ich hoffe jede findet schnell zu ihrer Form.“

Alle Spielerinnen sind fit, einzig Linksaußen Anika Bissel ist weiterhin mit einem schweren Muskelfaserriss außer Gefecht gesetzt. Ausschlaggebend am Samstagabend wird gleichwohl sein, welche der beiden Mannschaften sich schneller an die ungewohnten Umstände unter den strengen Hygienemaßnahmen gewöhnen wird. „Wir wollen uns jedoch alle für die Anstrengungen der Vorbereitung mit einem Sieg belohnen“, freut sich Mike Leibssle nichtsdestotrotz auf den Startschuss der Saison, auch wenn es nach der Partie ungeduscht zurück in die Heimat geht.

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