SG H2Ku Herrenberg feiert 26:25-Zittersieg bei TSV Nord Harrislee

Mit einiger Mühe und ohne großen Glanz besiegten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg den TSV Nord Harrislee am Samstagabend mit 26:25 (12:12). In einer Zitterpartie, die geprägt war von zahlreichen Fehlern und Zeitstrafen auf beiden Seiten, schaffte die Gäu-Sieben es erst in den Schlussminuten sich abzusetzen und feierte den siebten Erfolg der Saison.

Jubel nach Sieg SG H2Ku Herrenberg

Damit steht die Mannschaft von Mike Leibssle weiterhin auf Rang zwei. „Wir haben erst spät zu unserem Leistungsvermögen gefunden“, fasste ein sichtlich erleichterter Coach zusammen, „dennoch haben wir emotional zusammengehalten und freuen uns über die zwei Punkte.“ 

Vor leeren Rängen in der Holmberghalle startete die SG zunächst gut in die Partie und ging nach Treffern von Schoeneberg und Blanke mit 2:0 in Führung. Die 2-Tore-Führung hielt bis zur zehnten Minute, dann sollte es im weiteren Verlauf bis Mitte der zweiten Hälfte dauern, ehe die Herrenbergerinnen erneut diesen Vorsprung herausspielen konnten. Zwar legten die Gäste immer um einen Treffer vor, mussten aber stets den Ausgleich durch den TSV hinnehmen. 

„Wir hätten über die gesamte Distanz öfters die Möglichkeiten nutzen sollen wegzuziehen“, ärgerte sich Mike Leibssle über die zahlreichen Fehler seiner Schützlinge: „Da war wirklich alles dabei: zu früher Abschluss, verworfene Bälle, Abspielfehler oder Kreisübertritte.“ 

as einzig Positive: Nord Harrislee ging selbst nicht ein einziges Mal in Führung. „Aber leider haben wir unser mangelhaftes Muster im Angriff beibehalten“, so Leibssle weiter. „Ohne eine richtige Kulisse war es zudem schwer, die Spannung oben zu halten.“ In ihrem ersten Geisterspiel gingen die beiden Mannschaften beim Stand von 12:12 in die Halbzeit. 

Doch auch die Pause brachte dem Spielverlauf keine Besserung. Aylin Bok war es dann, die in der 45. Minute die ersehnte 2-Tore-Führung herauswarf. „Wir haben emotional zusammengehalten und gekämpft, das hat am Ende den Ausschlag gegeben.“ Zudem beorderte Mike Leibssle in der Schlussphase eine kurze Manndeckung gegen Madita Karlotta Jess, die mit zwölf Toren die beste Torschützin des Abends war. „Dadurch haben wir dann insgesamt besser agiert“, schildert der Reutlinger weiter. „Unsere Qualitäten kamen dann auch schlussendlich zum Tragen.“ 

Zudem gingen die Nordlichter in den letzten Minuten in eine offene Deckung über, was die Kuties clever zu nutzen wussten. Mit ihrem achten Treffer zum 26:24 machte Lea Neubrander zwei Minuten vor dem Ende endlich den Deckel drauf. „Wir werden dieses Spiel sicherlich aufarbeiten, aber dann auch schnell abhaken“, ist sich Mike Leibssle sicher. „Unter dem Strich stehen zwei Punkte, das ist doch das Wichtigste.“ 

Am kommenden Samstag erwarten die Kuties die TG Nürtingen in der Markweghalle, anschließend geht es für die Liga in die EM-Pause. Die SG H2Ku Herrenberg wird ihren Fans zum Württemberg-Derby erneut einen Livestream zur Verfügung stellen. 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (1), Bissel (3), Blanke (6/davon 5 Siebenmeter), Tuc (1), Bok (1), Foth (4), Bühler, Neubrander (8), Hiller (2), Beddies.