Kuties wollen positiv in die Rückrunde starten

2. Bundesliga-Frauen: SG H2Ku Herrenberg empfängt am Sonntagnachmittag die HSG Freiburg 

Herrenberg. Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg wollen nach dem enttäuschenden 24:24-Remis beim Tabellenletzten in Rödertal zu Hause eine Trotzreaktion zeigen. Zum Rückrundenauftakt ist am Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr der Vorletzte, die HSG Freiburg zu Gast in der Markweghalle. „Erneut ein sehr gefährliches Spiel für uns“, ist sich Trainer Mike Leibssle sicher, „ich kann erneut nur vor der Individualität warnen, die HSG befindet sich in einer schwierigen Situation und ist dadurch für uns schwer ausrechenbar.“ 

06. Februar 2021, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

Seit dem achten Spieltag stehen die Breisgauerinnen auf dem vorletzten Platz und damit auf einem Abstiegsrang. Letztes Wochenende gegen Solingen dann die Hiobsbotschaft: Top-Torjägerin Nadine Czok hat sich die Schulter ausgekugelt und fällt damit zirka ein halbes Jahr aus. „Für die HSG ist das natürlich ein herber Rückschlag“, weiß Mike Leibssle, „Czok ist mit 5,5 Toren pro Spiel mit Abstand ihre beste Werferin, durch ihren Ausfall sind sie für uns nicht mehr so klar zu durchschauen.“ Das Hinspiel im vergangenen September hatten die Kuties deutlich mit 30:21 gewonnen, überhaupt war das der bisher höchste Sieg der SG in der laufenden Saison. Jahrelang waren sich beide Mannschaften bereits in der 3. Liga begegnet, 2019 taten sich die Herrenbergerinnen beim knappen 20:17-Sieg gegen die Mannschaft von Trainer Ralf Wiggenhauser sehr schwer. „Wir hatten in der Vergangenheit schon Probleme gegen gegen die HSG“, so Leibssle, „dennoch haben wir diese Woche sehr fokussiert trainiert und wollen zu Hause unsere weiße Weste behalten.“ 

Die Gäu-Sieben ist aktuell die einzige Mannschaft, die in heimischer Halle noch ungeschlagen ist. Gerade nach dem liegengelassenen Punkt in Rödertal möchten Kerstin Foth und Co. wieder überzeugender auftreten. „Wir haben unsere Leistung reflektiert und aufgearbeitet“, beschreibt der Kuties-Coach die zurückliegende Trainingswoche, „meine Spielerinnen waren alle sehr fokussiert und haben in den Einheiten einen neuen Willen gezeigt.“ Nach der Hinrunde steht die SG H2Ku auf einem überragenden dritten Platz, mit einem Sieg bei den Rödertalbienen wäre gar die Zweitplatzierung drin gewesen. „Doch das hat uns vielleicht auch wieder etwas geerdet“, zieht Leibssle dennoch ein positives Resümee, „wir sind mit unserem Punktekonto sehr zufrieden, jedoch haben wir in den nächsten Monaten ein hartes Programm vor uns.“ Umso wichtiger wäre ein guter Auftakt in die Rückserie. Gegen die HSG Freiburg kann Mike Leibssle auf den gleichen Kader wie vergangenen Woche bauen, auch die junge Linkshänderin Maileen Seeger wird wieder mit dabei sein. Das Spiel wird erneut live aus der Markweghalle übertragen, dieses Mal mit den Ex-Kuties Lisa Gebhard und Sulamith Klein am Mikrofon. Zu finden ist der Stream unter: frauen.sgh2ku.com/bundesliga-team/livestream/