Kuties verplichten Co-Trainer und zwei weitere Spielerinnen

Die Kroatin Nives Klobucar von Erstligist Bayer Leverkusen: Hochtalentierter Neuzugang für die vakante Position im rechten Rückraum Foto: Eibner/Uli Scherbaum/Eibner-Pressefoto/Ulrich Scherba

von Peter Gebhardt 06.06.2022

Die SG H2Ku Herrenberg aus der 2. Handball-Bundesliga der Frauen arbeitet mit Hochdruck an den Vorbereitungen zur neuen Saison. Der künftige Co-Trainer steht fest, außerdem wurden zwei neue Spielerinnen verpflichtet.

Die Spielzeit der 2. Handball-Bundesliga der Frauen ist schon seit geraumer Zeit beendet, hinter den Kulissen wird bei der SG H2Ku Herrenberg aber weiter auf Hochtouren an der Mannschaft für die neue Saison gebastelt. Mit Klaus Hüppchen, Nives Globucar und Lea Grießer gibt es drei neue Personalien zu vermelden.

Neuer Co-Trainer ist ein bekanntes Gesicht

Ein in der Szene bekanntes Gesicht konnte die SG H2Ku für die Position des Co-Trainers gewinnen. Klaus Hüppchen war bereits im Männerbereich von TV Bittenfeld und VfL Pfullingen erfolgreich unterwegs. Zuletzt trainierte der A-Lizenz-Inhaber die Drittligafrauen und die A-Jugend der SG BBM Bietigheim. Hüppchen wird Cheftrainer Nans Christensen zwei Mal pro Woche unterstützen. Außerdem trainiert er noch die Landesliga-Mannschaft der im Frauenbereich neugegründeten HSG Stuttgart/Metzingen.

Aus privaten Gründen im Großraum Stuttgart gelandet

Einen internationalen Anstrich bekommt die Mannschaft indes auf dem Spielfeld. Vom Erstligisten Bayer Leverkusen wechselt Nives Klobucar an den Fuß der Stiftskirche. „Mit ihr haben wir eine junge und hochtalentierte Spielerin für unsere vakante Position im rechten Rückraum gefunden“, freut sich der sportliche Leiter Hagen Gunzenhauser. Die 1,82 Meter große Kroatin spielte schon als 18-Jährige beim slowenischen Spitzenklub Krim Ljubljana. Danach ging es zum FSV Mainz 05. Im Oktober des vergangenen Jahres ereilte dann der Ruf von Bayer Leverkusen die mittlerweile 22-jährige.

Für Gunzenhauser war es ein glücklicher Umstand, dass sich Nives Klobucar aus privaten Gründen nach einem neuen sportlichen Umfeld im Großraum Stuttgart umsah. „Ihr Lebenspartner arbeitet in Leonberg“, erklärt Gunzenhauser. „Wir wollen und müssen Nives aber auch noch ein wenig Zeit geben“, will er seinen Neuzugang keinem zu hohen Erwartungsdruck aussetzen.

Lea Grießer hatte auch Angebote aus der 1. Liga

Das gilt wohl auch für Lea Grießer. Mit gerade einmal 18 Lenzen hat die Kreisspielerin schon Erstaunliches vorzuweisen. Von der Hbi Weilimdorf/Feuerbach mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, erlebte sie bereits mit 16 Jahren ihre Feuertaufe in der 3. Liga mit dem TV Möglingen. Mit der Auswahl von Baden-Württemberg gewann Lea Grießer 2020 nicht nur den Deutschland-Cup, sondern wurde zudem noch für das Allstars-Team benannt. Die Attribute, die ihr dort bescheinigt wurden, kann auch Hagen Gunzenhauser nur bestätigen: „Sie ist zweikampfstark in der Abwehr und effektiv im Angriff.“ Beim sportlichen Leiter klingt auch ein wenig Stolz mit, wenn er von der Verpflichtung spricht. „Lea hatte auch Anfragen aus der 1. Liga. Wir konnten sie trotzdem mit unserem Konzept überzeugen.“

Drei Spielerinnen kommen vom Kooperationspartner aus Metzingen

Auch mit Kooperationspartner TuS Metzingen ist man sich über die Spielerinnen einig, die in der kommenden Saison mit einem Zweitspielrecht für die Herrenbergerinnen auflaufen. Hier gibt es nur noch Detailfragen zu klären. Für das Tor kommt Marie Weiss, im Rückraum wird weiterhin Rebecca Rott eingesetzt. Sabrina Tröster soll auf Rechtsaußen Spielpraxis in der 2. Bundesliga sammeln. Somit ist der Kader der SG H2Ku fast vollständig. „Ich hätte gerne noch zwei Spielerinnen. Das hängt aber auch davon ab, wie die Genesung von Tanja Padutsch voranschreitet“. Gunzenhauser macht aber deutlich, dass mit einer schnellen Rückkehr seiner langzeitverletzten Rechtsaußen nicht zu rechnen ist.

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