SG H2Ku Herrenberg beendet die Saison mit Niederlage in Leipzig

Ging in ihrem letzten Spiel für die SG H2Ku Herrenberg noch einmal voran: Spielführerin Kerstin Foth erzielte zehn Tore. Foto: Modla/Eibner

Kreiszeitung Böblinger Bote, 25. Mai 2021

Von Vanessa Frey

Am letzten Spieltag der Saison gab es für die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg eine deutliche 26:36-Niederlage bei HC Leipzig. „Gerade unter dem Aspekt, wie personell gebeutelt wir in dieses Spiel gegangen sind, war es dennoch ein guter Abschluss für uns“, war Trainer Mike Leibssle dennoch zufrieden. Ihm fehlten fünf Stammkräfte, vier Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft mussten am Samstag aushelfen. „Und sie haben ihre Sache gut gemacht, die Niederlage geht in Ordnung. Wir sind froh, endlich einen Haken unter diese erfolgreiche Saison setzen zu können.“ Dass die Kuties die Spielzeit auf dem dritten Tabellenplatz abschließen, hatte schon vor der Partie festgestanden.

Letzte Partie für fünf Spielerinnen

Die verbliebenen acht Feldspielerinnen hielten das Gäu-Team zunächst gut im Spiel und glichen nach knapp fünf Minuten durch Carolin Tuc zum 3:3 aus. Für sie war es das letzte Spiel im Trikot der SG H2Ku, ebenso wie für Kapitänin Kerstin Foth und Torhüterin Dora ElbertDie beiden weiteren Abgänge Saskia Hiller und Anika Bissel konnten verletzungsbedingt nicht mehr eingreifen. Kerstin Foth war es auch, die im Angriff ein letztes Mal voranging und immer wieder wichtige Treffer markierte. Mit zehn Toren war sie die beste Torschützin ihrer Mannschaft. Nach zehn Minuten konnten sich die Gastgeberinnen dann erstmals mit einem 3:0-Lauf auf 8:5 absetzten. „Unsere Vorgaben waren, Leipzig in den Positionsangriff zu bringen und uns keinen offenen Schlagabtausch zu liefern, das ist uns leider nicht gelungen“, blickte Mike Leibssle kritisch auf die vielen Gegenstoßmöglichkeiten der Leipzigerinnen zurück. Diesen waren meist Fehler im eigenen Angriffsspiel vorausgegangen. „Das hat uns natürlich auch sehr viel Kraft gekostet, bei unsere Kadergröße war das fatal, im Positionsangriff hatten wir sie gut im Griff.“ Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte Sandra Kussmaul zwar noch zum 14:19-Pausenstand verkürzen, jedoch war da bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Junge Spielerinnen setzen positive Akzente

Auch nach Wiederanpfiff zogen die Leipzigerinnen weiterhin ihren Stiefel konsequent durch, machten es den Herrenbergerinnen in der Offensive sehr schwer und waren immer wieder Nutznießer zahlreicher technischer Fehler. „Das war leider nicht gut, wir haben im Angriff einfach viel zu viel liegen lassen“, haderte Mike Leibssle, der nichtsdestotrotz einige positive Aktionen sah. „Michelle Wunschik konnte zum Beispiel sehr viele positive Akzente setzten, das hat uns sehr gefreut.“ Sie erzielte insgesamt vier Tore und sie war es auch, die in der 49. Minute ihr Team auf 22:28 heranbrachte. In den letzten zehn Spielminuten hatten die tapfer kämpfenden Kuties dann jedoch keine Körner mehr übrig. Das nutzten die Leipzigerinnen erbarmungslos aus und schraubten den Spielstand noch auf 36:26 nach oben. „Einen Tick zu hoch, aber sicherlich verdient für Leipzig“, zieht Mike Leibssle einen Schlussstrich unter die Partie.

Eine hervorragende Saison gespielt 

Damit ist die Saison beendet. „Mit 36:16 Punkten und Platz drei hätte vor der Runde sicherlich keiner gerechnet, auch unter Corona-Bedingungen eine herausragende Leistung meiner Mannschaft“, betonte Leibssle. Bis in den Juni hinein haben die Kuties nun eine wohlverdiente Pause, mit individuellen Trainingspläne sollen sie sich bis zum Vorbereitungsstart am 1. Juli fit halten. Die Mannschaft selbst wird dann einen neuen Anstrich bekommen, denn den fünf Abgängen stehen bisher fünf Neuzugänge gegenüber. Ob die Verantwortlichen personell nochmal tätig werden, bleibt abzuwarten. „Wir befinden uns noch in Gesprächen, jetzt freuen wir uns aber erstmal auf die wohlverdiente Auszeit“, sagte der Coach. 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert, Holzner; Kussmaul (1), Tuc (2/davon 1 Siebenmeter), Bok (3), Bühler (1), Seeger (3), Foth (10/2), Wunschik (4), Beddies (2).

Weiteres Eigengewächs künftig Teil der SG H2Ku Herrenberg

Die junge Sophia Holzner gehört in der nächsten Saison fest zum Zweitliga-Kader von H2Ku Foto: /Baur/Eibner

Kreiszeitung Böblinger Bote, 14.05.2021

Von Vanessa Frey

Torhüterin Sophia Holzner gehört ab der kommenden Saison fest zum Kader der Zweitliga-Mannschaft und soll die Lücke schließen, die das Karriereende von Dora Elbert hinterlässt.

Herrenberg – Ein letztes Saisonspiel steht für die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg in der laufenden Runde 2020/2021 noch auf dem Programm. Am 22. Mai wird die Leibssle-Sieben zu Gast beim HC Leipzig sein, doch schon vor dem Saisonfinale ist klar, dass die Kuties den dritten Platz sicher haben. Die Konkurrenz aus Lintfort kann den Herrenbergerinnen punktetechnisch nicht mehr gefährlich werden. Die Reise nach Leipzig antreten wird zudem erneut Sophia Holzner. Die junge Torhüterin aus Hildrizhausen war bereits in den letzten Partien als Ergänzung neben Laura Waldenmaier und Dora Elbert mit auf der Bank. In der kommenden Saison soll die 21-Jährige fest zum Kader der Zweitliga-Mannschaft gehören. „Sophia ist eine sehr talentierte Torfrau“, weiß Coach Mike Leibssle, der sie schon als Trainer der zweiten Mannschaft in der Württembergliga lange beobachten konnte. „Wir freuen uns sehr, dass sie mit Laura zukünftig unser Duo zwischen den Pfosten bildet.“

Aus der Jugend des TSV Ehningen zu H2Ku

2015 kam Holzner vom TSV Ehningen in die B-Jugend der SG H2Ku. Seither entwickelte sich die Erzieherin stetig weiter und spielt seit Jahren eine tragende Rolle in der zweiten Mannschaft. Als nahezu einzig verfügbare Torhüterin konnte sie zudem sehr viel Spielpraxis auf gutem Niveau in der Württembergliga sammeln. Ersetzten soll sie Dora Elbert, die ihre sportliche Karriere vorerst beendet. „Mit Sophia haben wir neben Ronja Bühler und Maileen Seeger das dritte Eigengewächs im Kader“, ist Mike Leibssle mit dieser Entwicklung sehr zufrieden. „Sie bekommt nun die Chance, sich in der ersten Mannschaft zu beweisen. Ich bin guter Dinge, dass sie diese auch nutzen wird.“ Holzner selbst ist froh, diesen Sprung ins Bundesliga-Team geschafft zu haben: „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, möchte an ihr wachsen und mich kontinuierlich weiterentwickeln.“

Fünf Abgänge, fünf Neuzugänge

Schon in den vergangenen Jahren nahm sie wöchentlich am Torwarttraining der Kuties teil und ist durch die Einsätze in den zurückliegenden Spielen bereits ins Team integriert. „Diesen Prozess möchte ich natürlich noch weiter vorantreiben und mich noch mehr in die Mannschaft einbringen“, so Holzner weiter. Mit ihr können die Verantwortlichen der Kuties den fünften Neuzugang für die kommende Spielzeit verzeichnen. Ihnen gegenüber stehen mit den Abgängen von Kerstin Foth, Dora Elbert, Carolin Tuc, Anika Bissel und Saskia Hiller ebenfalls fünf Spielerinnen. „Wir sind mit den Personalplanungen sehr zufrieden, sind auch noch in finalen Gesprächen, um den Kader weiterhin zu vollenden“, schildert Mike Leibssle die aktuelle Lage. „Ich bin optimistisch, in den nächsten Wochen weitere Entscheidungen verkünden zu können.“

Die 23:31-Niederlage der SG H2Ku Herrenberg wird zur Nebensache

Die Kuties nach dem letzten Heimspiel und der klaren Niederlage gegen die Füchse Berlin: Die Freude über den dritten Platz überwiegt ganz eindeutig Foto: Dimitri Drofitsch//Eibner

Vanessa Frey,  09.05.2021

Die Kuties verlieren im letzten Heimspiel der Saison deutlich gegen Berlin, sichern sich aber dennoch Platz drei und verabschieden nach der Schlusssirene gleich fünf Spielerinnen.

Herrenberg – Trotz der deutlichen 23:31-Niederlage der SG H2Ku Herrenberg gegen die Füchse Berlin erhoben sich Offizielle und Verantwortliche der Zweitliga-Handballerinnen in den Schlussminuten am Samstagabend in der ansonsten leeren Markweghalle. Denn eine der bislang erfolgreichsten Spielzeiten ging für das Gäu-Team in eigener Halle zu Ende. Es war ein besonderer Abschluss- und das nicht nur der Pandemie geschuldet. Nach dem Spiel wurden gleich fünf Kuties verabschiedet, unter ihnen Dora Elbert und Kerstin Foth, zwei Herrenberger Urgesteine. „Wir wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute und bedanken uns für die gemeinsame Zeit“, meinte Trainer Mike Leibssle mit viel Wehmut in der Stimme. Da wurde die Partie gegen die Füchse schnell zur Nebensache.

Berlins Torfrau wird „Spielerin des Spiels“

Vorangegangen war der Verabschiedung allerdings eine Machtdemonstration der Gäste aus der Hauptstadt. Lediglich zu Beginn konnte die SG mit der aufstiegsambitionierten Mannschaft von Trainerin Susann Müller mithalten, als Marie Christin Beddies den 3.4-Anschlusstreffer erzielte (7.). In der Folge erhöhten die Füchse mit einem 4:0-Lauf auf 8:4. Großen Anteil daran hatte vor allem Berlins Torfrau Sofie Svarrer Hansen, die immer wieder Herrenberger Chancen vereitelte und hinterher auch von Kuties-Coach Mike Leibssle zur „Spielerin des Spiels“ gewählt wurde. „Berlin ist die gefährlichste Mannschaft der Liga, was Gegenstöße angeht, da waren unsere vielen Fehlwürfe natürlich Gift“, blickte Leibssle zudem kritisch auf die zahlreichen Fehler. Nach Treffern von Beddies und Neubrander kam die SG H2Ku zwar noch einmal auf 7:10 heran, ließ aber zehn Minuten vor der Halbzeit bereits auf 7:14 abreißen. Denn auch in der Abwehr fand die Gäu-Sieben kaum die richtigen Mittel gegen die durchschlagskräftigen Angreiferinnen der Füchse. Beim Stand von 11:20 ging es anschließend in die Pause, das war schon mehr als eine Vorentscheidung. 

Nach dem 14:24 geht es nur noch um Schadensbegrenzung

Auch nach dem Wiederanpfiff machten es die Hauptstädterinnen den Kuties mit ihrem variablen und schnellen Angriffsspiel weiterhin schwer. Auch Unterzahlsituationen konnten die Füchse für sich entscheiden. Bereits beim 14:24-Zwischenstand in der 38. Minute durch Maileen Seeger ging es für die Kuties deshalb nur noch um Schadensbegrenzung. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel spannender gestalten können“, so Mike Leibssle, doch ohne die Verletzten Annika Blanke, Saskia Hiller und Anika Bissel machte sich mit der Zeit der Kräfteverschleiß bei seinen Spielerinnen bemerkbar. Michelle Wunschik konnte sieben Minuten vor dem Ende mit einem Doppelschlag noch auf 21:30 verkürzen, und nachdem den Gästen nur noch ein eigener Treffer gelang, markierten Kerstin Foth sowie Stephanie Schoeneberg den Endstand zum 23:31. „Die zwei Punkte gehen verdient nach Berlin“, erkannte der Kuties-Coach neidlos an, „wir freuen uns gleichzeitig über unseren sicheren dritten Platz.“ Denn nach der Niederlage von Lintfort im Vorfeld gegen den Meister aus Zwickau war den Kuties auch rechnerisch Rang drei nicht mehr zu nehmen.

Sonderlob für das Team hinter den Kulissen um Katja Rothert

Nach dem Spiel galt es dann, sich bei vielen Beteiligten dieser außergewöhnlichen Saison zu bedanken. Das Team um H2Ku-Geschäftsführerin Katja Rhotert hatte es überhaupt erst möglich gemacht, den Spielbetrieb in der Markweghalle aufrechtzuerhalten. Zahlreiche Umsetzungen von Hygieneauflagen, ein eigens eingerichteter Livestream sowie ein gesundes Wirtschaften trotz der zusätzlich entstandenen Kosten und fehlenden Einnahmen waren unter anderem die Verdienste zahlreicher Ehrenamtlicher. „Und wir sind am Ende der Saison auf Platz drei gelandet, an diesem Erfolg haben nicht nur die Spielerinnen einen Anteil, sondern alle, die mit viel Herzblut im Laufe des Jahres dafür im Umfeld gearbeitet haben“, bedankte sich Kerstin Foth bei allen.

Ganz zum Schluss wird’s emotional

Der Kapitänin blieb es zudem vorbehalten, anschließend Anika Bissel, Saskia Hiller, Carolin Tuc und Dora Elbert zu verabschieden. Gerade bei Eigengewächs Elbert wurde es nach insgesamt 14 Jahren im SG-Dress sehr emotional. Die 24-Jährige wird ihre Handballschuhe vorerst an den Nagel hängen und sich vollends ihrem Studium an der Polizeihochschule widmen. Kerstin Foth selbst wurde vom ehemaligen Kuties-Manager Ingo Janoch gewürdigt, sie zieht es in der neuen Runde nach Nürtingen. „Mit ihrer Art und Weise hat Kerstin nach zehn Jahren bei den Kuties große Fußstapfen hinterlassen“, unterstrich Janoch die Bedeutung der Rückraumspielerin für das Team. Und mit stolzer Stimme: „Unter Pandemie-Bedingungen haben sowohl Kerstin als auch auch die ganze Mannschaft eine überragende Saison gespielt, dafür gebührt allen unser größter Dank. Daran mitwirken zu dürfen, war uns eine Ehre .“ 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elber, Holzner; Schoeneberg (1), Kußmaul, Tuc (2), Bok (1), Bühler (1), Foth (5/davon 4 Siebenmeter), Wunschik (2), Neubrander (6/4), Beddies (3).

SG H2Ku Herrenberg empfängt Füchse Berlin zum letzten Heimspiel

Siegerfoto der Kuties SG H2Ku Herrenberg Kuties vs. HC Roedertal DHB, Handball, Frauen, 2.HBF , 23.Ligaspieltag , Saison 2020/2021, 17.04.2020 Foto: Eibner/Tobias Baur

Kreiszeitung Böblinger Bote, 08. Mai 2021

Von Vanessa Frey

Rechtzeitig vor dem letzten Heimspiel der Saison präsentiert die SG H2Ku Herrenberg den dritten Neuzugang für die kommende Saison. Ronja Slawitsch wechselt von der TuS Metzingen ins Gäu. Nach dem Spiel gegen die Füchse Berlin werden am Samstag zudem gleich fünf Spielerinnen verabschiedet.

Herrenberg – Zum letzten Heimspiel der Saison empfangen die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend den Aufstiegsaspiranten Füchse Berlin in der Markweghalle (20 Uhr). Mit zwei Spielen mehr auf dem Konto steht die Sieben von Trainer Mike Leibssle aktuell einen Platz vor den Hauptstädterinnen auf Rang zwei. „Berlin ist nach den letzten Auftritten sicherlich auf Wiedergutmachung aus, und wir wollen für uns einen positiven Saisonausklang in der eigenen Halle feiern“, blickt Leibssle voraus. Nach der Partie werden mit Anika Bissel, Saskia Hiller, Carolin Tuc, Dora Elbert und Kapitänin Kerstin Foth gleich fünf Spielerinnen verabschiedet.

Personalsituation leicht verbessert

„Auch für sie wollen wir in der Markweghalle natürlich nochmals eine gute Leistung zeigen“, so Leibssle weiter. Anika Bissel und Saskia Hiller werden allerdings nicht aktiv eingreifen können. Die beiden fallen weiterhin verletzungsbedingt ebenso aus wie Top-Torschützin Annika Blanke. Lea Neubrander hingegen ist nach überstandener Bänderverletzung im Fuß in der vergangenen Woche wieder ins Training eingestiegen. „Wir werden sie punktuell einsetzten, wollen allerdings auch nichts riskieren“, macht der Kuties-Coach klar. Sandra Kussmaul aus der zweiten Mannschaft wird den Kader erneut ergänzen, genauso wie Michelle Wunschik und Sophia Holzner. „Damit haben wir im Gegensatz zum letzten Spiel in Lintfort immerhin zehn Feldspielerinnen zur Verfügung.“

Spannung ist garantiert

Nachdem die Füchse Berlin in ihrem letzten Spiel im April gegen den Zehnten aus Wuppertal einen knappe 22:23-Niederlage hinnehmen mussten, steht die Sieben von Trainer Susann Müller unter Zugzwang. „Die Füchse wollen sicherlich noch an uns vorbeiziehen“, kennt Leibssle die Ambitionen des Hauptstadt-Klubs. Überhaupt verspricht der 25. Spieltag einiges an Spannung: Sollte der BSV Sachsen Zwickau in der Partie gegen Lintfort um 17 Uhr einen Punkt holen, wäre er sicher aufgestiegen, die Kuties durch den Punktverlust von TuS Lintfort sicher auf Platz drei. „Eine interessante Konstellation, dennoch müssen wir in erster Linie auf uns schauen“, unterstreicht Mike Leibssle und verweist gleichzeitig auf die gewaltige Qualität des Gegners, der in der Markweghalle zu Gast ist. „Da kommt einiges auf uns zu.“ Die Kuties hatten das bereits im Hinspiel im Januar deutlich zu spüren bekommen, als sie beim 22:32 die bis dato höchste Niederlage der Saison hinnehmen mussten. 

Ronja Slawitsch verstärkt den Rückraum

Bringt viel Fleiß, Größe und Talent mit: Ronja Slawitsch soll die Rückraumpositionen der SG H2Ku Herrenberg verstärken. Foto: Eibner

Vor dem letzten Heimspiel gaben die Verantwortlichen der Kuties zudem einen weiteren Neuzugang bekannt. Von der Bundesliga-Reserve aus Metzingen wechselt U19-Nationalspielerin Ronja Slawitsch ins Gäu und soll den Rückraum ergänzen. „Ronja hat großartige Grundvoraussetzungen, bringt viel Fleiß, Größe und Talent mit“, ist Mike Leibssle begeistert von der Verpflichtung des Nachwuchstalents. Neben ihren Einsätzen bei der zweiten Mannschaft der TuS Metzingen in der 3. Liga ist die 19-Jährige derzeit zudem mit einem Zweitspielrecht bei der TG Nürtingen ausgestattet. „Ich bin davon überzeugt, dass ihr Wechsel zu uns der richtige Schritt ist und wir ihre Entwicklung gemeinsam voranbringen können“, sagt Leibssle, der jedoch weiß, dass die junge Frau aus Neckartenzlingen noch viel Vertrauen und Zeit braucht. „Da dürfen auch Fehler passieren, das muss man Spielerinnen in diesem Alter zugestehen. Ich glaube, dieser Weg ist genau der richtige für sie.“ Bei den Kuties soll sie vornehmlich auf den beiden Halbpositionen im Rückraum zum Einsatz kommen, an defensive Aufgaben im Mittelblock soll sie langsam herangeführt werden. „Wir freuen uns sehr auf sie und sind gespannt, wo diese Entwicklung hingeht.“ Slawitsch ist nach Tanja Padutsch und Maxime Luber der dritte Neuzugang bei der SG H2Ku.

Die Partie am Samstag und die anschließende Verabschiedung werden im Livestream unter https://frauen.sgh2ku.com/bundesliga-team/livestream übertragen.

Verletzungsgebeutelte SG H2Ku Herrenberg hat bei TuS Lintfort keine Chance

Arbeitete sich gegen TuS Lintfort ab: Kuties-Spielführerin Kerstin Foth (am Ball) erzielte zehn Tore. Foto: Fabian Friese/Eibner

Kreiszeitung Böblinger Bote, 02. Mai 2021

Von Vanessa Frey

Für die SG H2Ku Herrenberg setzte es beim Tabellenvierten TuS Lintfort eine herbe 26:36-Niederlage.

Herrenberg – Mit nur zwei Feldspielerinnen auf der Bank sind die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstag zur TuS Lintfort gefahren. Beim Tabellenvierten setzte es dann für die von Verletzungen geplagte Mannschaft eine herbe 26:36-Niederlage. In der ersten Hälfte konnten die Kuties noch einigermaßen mithalten, allerdings brachte ein massiver Einbruch direkt nach dem Wiederanpfiff früh die Vorentscheidung. „Unter den gegebenen Voraussetzungen ist das kein Beinbruch“, wusste Trainer Mike Leibssle die Niederlage richtig einzuordnen, „vielleicht ist sie etwas zu hoch ausgefallen, meine Spielerinnen haben jedoch alles gegeben, ich kann ihnen keinen Vorwurf machen.“

Vier Stammspielerinnen fehlen

Ohne Annika Blanke, Lea Neubrander, Anika Bissel und Saskia Hiller waren die Herrenbergerinnen die Fahrt ins 364 Kilometer entfernte Lintfort im westlichen Teil des Ruhrgebietes angetreten. Diesen personellen Aderlass konnten auch die übrigen Spielerinnen im vorletzten Auswärtsspiel der Saison nicht auffangen. Gleich zu Beginn waren die Kuties in der Sporthalle Eyller Strasse durch einen Treffer von Lintforts Top-Torschützin Naina Klein mit 1:4 im Hintertreffen, konnten diesen Rückstand jedoch durch Aylin Bok in Folge zum 5:5 wieder egalisieren (9. Minute). Die dezimierten Kuties mobilisierten alle Kräfte, allerdings fanden Kerstin Foth und Co. besonders in der Defensive kaum Lösungen gegen den durchsetzungsstarken Rückraum der Gastgeberinnen. „Wir wussten um ihre Qualitäten, gerade Naina Klein hat uns große Probleme bereitet“, erkannte Leibssle die Leistung des Gegners neidlos an. „Wenn wir sie früh attackierten, haben sie gute Lösungen über den Kreis gefunden, alles in allem hat Lintfort das gut runtergespielt.“ 

Bis zum 12:14 blieben die Kuties noch in Schlagdistanz, allerdings erhöhten die Gastgeberinnen im Anschluss mit einem 4:0-Lauf zum 12:18-Pausenstand. 

Nach Wiederanpfiff fallen die Kuties ab

Auch nach Wiederanpfiff tat sich die Gäu-Sieben sehr schwer. „Für unsere vier Rückraumspielerinnen war das natürlich sehr kraftraubend, das hat sich im weiteren Spielverlauf vor allem auf unsere Wurfquote ausgewirkt“, analysierte Leibssle. Diese lag bei den Kuties bei nur knapp 60 Prozent aus dem Feld. Lintfort nutze die Fehler der Herrenbergerinnen gnadenlos und ging in der 40. Minute erstmals mit neun Toren zum 24:15 in Führung. „Wir hatten dann natürlich kaum Alternativen auf der Bank und konnten somit keine neuen Impulse mehr setzten“, schilderte Leibssle. Seinen Schützlingen blieb nur noch übrig, sich um die berühmte Ergebniskosmetik zu bemühen. „Wir standen dann in der Abwehr sogar einen Tick besser“, lobte Leibssle die letzten Minuten der Partie. 

Zwei Partien stehen noch aus

Das 26:36-Endergebnis ist für den Reutlinger dabei fast nebensächlich. „Ehrlich gesagt bin ich froh, dass alle Spielerinnen gesund aus diesem Spiel herausgekommen sind, alles andere wäre fatal gewesen.“ Zwei Partien stehen für die Kuties in der laufenden Runde noch auf dem Plan. Kommenden Sonntag geht es zu Hause gegen die Füchse Berlin, ehe sie zum Saisonfinale nach Leipzig reisen müssen. „Gerade den Saisonausklang zu Hause wollen wir natürlich noch einmal erfolgreich gestalten“, blickt Leibssle auf die Partie gegen den Aufstiegsaspiranten. „Da wollen wir alles reinlegen.“ Anpfiff ist um 20 Uhr in der Herrenberger Markweghalle. 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert, Holzner; Schoeneberg (1), Tuc (4/1), Bok (3), Bühler (1), Seeger (2), Foth (10/3), Wunschik (2), Beddies (3).

SG H2Ku Herrenberg holt Maxime Luber für linke Außenbahn

Maxime Luber kommt zur SG H2Ku: Die 18-Jährige wechselt vom TS Herzogenaurach Foto: TS/ Herzogenaurach

23. April 2021, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

Die SG H2Ku Herrenberg hat die 18-jährige Maxime Luber verpflichtet. Sie kommt vom TS Herzogenaurach aus der dritten Liga ins Gäu.

Herrenberg – Vor dem anstehenden Saisonfinale haben die Verantwortlichen der Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg eine weitere Neuverpflichtung verkündet. Vom Drittligisten TS Herzogenaurach wird Maxime Luber ins Gäu wechseln. Sie soll gemeinsam mit Ronja Bühler das neue Duo auf der linken Außenbahn bilden. „Maxime hat alles, was eine Linksaußen braucht, sie ist wurfvariabel und schnell“, blickt Trainer Mike Leibssle freudig auf seinen zweiten Neuzugang nach Rechtsaußen Tanja Padutsch. „Damit haben wir diese Position mit zwei 18-jährigen Talenten besetzt. Wir sind guter Dinge, dass beide mit Spielpraxis und Zeit den Anforderungen der 2. Bundesliga gerecht werden.“

Kontakt kommt über die Mutter zustande

Für Maxime Luber wird die Spielpraxis zukünftig mit der entscheidende Faktor sein. In der dritten Liga ruht seit Oktober der Spiel- und Trainingsbetrieb vollständig. „Trotzdem hat sie im Probetraining bei uns ein sehr gutes Bild abgegeben“, betont Leibssle. Der Kontakt zur jungen Bayerin kam für die SG über die ehemalige Bundesliga-Spielerin der TuS Metzingen, Alexandra Kubasta, zustande. Aus seiner Zeit als Co-Trainer im Ermstal steht Leibssle noch in engem Kontakt mit Kubasta, die vor vielen Jahren gemeinsam mit Simone Luber, der Mutter von Maxime, für den 1. FC Nürnberg in der 1. Bundesliga aktiv war. „Maxime wird in Hohenheim Ernährungswissenschaften studieren und damit in die Region ziehen“, erklärt der Kuties-Coach. „Wir haben mit ihr und ihrer Mutter super Gespräche geführt und haben damit auch menschlich keine Bedenken mehr gehabt.“ Luber wird den Abgang von Anika Bissel kompensieren, die es beruflich nach München zieht.

Drei Spiele gegen Lintfort, Berlin und Leipzig stehen für die Kuties in der laufenden Saison noch auf dem Plan. Aktuell steht die Gäu-Sieben mit einem Spiel mehr auf dem Konto vor den Füchsen Berlin auf Rang zwei. „Wir sind froh, dass es nur noch drei Spiele sind“, blickt Mike Leibssle besorgt auf die lange Liste seiner verletzten Spielerinnen. Lea Neubrander, Saskia Hiller und Anika Bissel fallen für das Spiel in Lintfort definitiv aus. SG-Toptorschützin Annika Blanke unterzog sich diese Woche einer Untersuchung ihrer Wurfarmschulter, das Ergebnis steht derzeit noch aus. „Wir sind sehr reduziert im Training, wollen dennoch weiterhin das Beste rausholen.“ 

Eine der erfolgreichsten Spielrunden der Geschichte

Die Runde wird so oder so als eine der erfolgreichsten in der Geschichte der SG H2Ku Herrenberg eingehen. Denn von Beginn an platzierten sich die Kuties unter den ersten drei Plätzen im Unterhaus. Aufsteigen können und wollen sie aufgrund der nicht eingereichten Erstliga-Lizenz dennoch nicht. „Auch unter diesem Aspekt sind wir mit dem Verlauf der Saison sehr zufrieden.“ Auch dass die SG nach dieser corona-geprägten Spielzeit wirtschaftlich immer noch auf stabilen Beinen steht, ist bemerkenswert. „Unsere Geschäftsführung hat einen großartigen Job gemacht und unermüdlich im Hintergrund gearbeitet, um fehlende Einnahmen zu kompensieren, dafür gebührt allen Beteiligten unser größter Dank.“ 

An diesem Wochenende sind die Kuties spielfrei, am 1. Mai geht es dann mit der Auswärtspartie beim Vierten TuS Lintfort weiter.

SG H2Ku feiert souveränen 30:18-Heimerfolg gegen Rödertal

Nur zu Beginn der Partie haben die Herrenbergerinnen leichte Probleme mit dem Kellerkind. Trotz Verletzungssorgen ziehen die Gastgeberinnen in der Markweghalle schließlich klar davon.

Die Rödertalbienen förmlich überrollt: Vor allem Marie-Christin Beddies (Nummer 22) zeigte ein starkes Spiel für die SG H2Ku Foto: /Baur/Eibner

18. April 2021, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben den HC Rödertal in der heimischen Markweghalle über weite Strecken dominiert und einen souveränen 30:18-Sieg eingefahren. Lediglich in der ersten Hälfte konnte der Vorletzte mit der Gäu-Sieben mithalten, obwohl deren Trainer Mike Leibssle auf drei Stammkräfte verletzungsbedingt verzichten musste.

„Aus diesem Grund und auch wegen der Art und Weise, wie wir dieses Spiel gewonnen haben, freuen wir uns natürlich sehr“, war der Coach mit der Leistung im vorletzten Heimspiel der Saison zufrieden. „Alle Feldspielerinnen haben sich in die Torschützenliste eingetragen, eine super Teamleistung.“ Mit einem Spiel mehr auf dem Konto sind die Kuties nun auch an den an diesem Wochenende spielfreien Füchsen Berlin vorbeigezogen und stehen vorübergehend auf Rang zwei. 

Zunächst deutet sich die Machtdemonstration nicht an

Zunächst sah es in der Markweghalle allerdings nicht nach dieser Machtdemonstration aus, denn die Gastgeberinnen fanden nur äußerst schleppend ins Spiel und lagen nach fünf Minuten mit 0:3 hinten. Kapitänin Kerstin Foth eröffnete schließlich für ihre Farben den Torreigen, was ein zwischenzeitliches 3:3 einläutete.

Durch zahlreiche Paraden von Torhüterin Ann Rammer blieben die Rödertalbienen jedoch zunächst bei der Musik. „Wir haben zu viele Chancen liegen lassen“, haderte Mike Leibssle mit dem einzigen großen Manko seiner Schützlinge an diesem Abend. „Das war teilweise zu fahrlässig und muss in Zukunft definitiv besser werden.“ In der 16. Minute brachte Annika Blanke die Herrenbergerinnen zum ersten Mal überhaupt in Führung – 7:6. „Von da an haben wir uns im Angriff stabilisiert, und unsere Abwehrreihe stand in Kombination mit Laura Waldenmaier und später mit Dora Elbert im Kasten sehr gut“, so Leibssle. Bis zum Pausenpfiff baute die SG H2Ku den Vorsprung auf 13:8 aus. 

Entscheidende Phase nach dem Wiederanpfiff

Nach Wiederanpfiff folgte die spielentscheidende Phase, denn innerhalb von sieben Minuten zogen die Kuties mit einem 5:0-Lauf auf 18:9 davon. „Ein sensationeller Start unserseits“, war auch der Coach begeistert. Zudem schien die Willenskraft des HCR von diesem Zeitpunkt an gebrochen. „Wir hatten Rödertal in der Abwehr voll im Griff, auch nach vielen Wechseln kam kaum ein Bruch in unser Spiel.“

Marie-Christin Beddies markierte mit ihrem siebten Treffer das 26:12 (49.). Die quirlige Rückraum-Mitte war an diesem Abend die beste Torschützin ihres Teams und bekam von ihrem Coach ein Sonderlob: „Marie hat ein überragendes Spiel abgeliefert und gute Entscheidungen getroffen.“ Auch ihre Mitspielerinnen ließen im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte nicht abreißen und blieben auf allen Positionen souverän. 

Verletzung von Annika Blanke bereitet sorgen

Kleiner Wermutstropfen war in der Schlussphase eine Verletzung von Annika Blanke, die fortan mit Problemen an der Wurfarmschulter nicht mehr eingreifen konnte. „Hoffentlich ist es nicht Schlimmes“, so Mike Leibssle mit einem bangen Blick auf seine ohnehin schon angewachsene Verletztenliste. Das 30:18-Endergebnis wurde dabei schon fast zur Nebensache.

Am kommenden Wochenende hat H2Ku spielfrei, ehe es in das Saisonfinale gegen Lintfort, Berlin und Leipzig geht. „Ein beinhartes Programm“, weiß Leibssle, der dennoch das bestmögliche Ergebnis herausholen möchte. Am 1. Mai geht es dann für Herrenberg mit dem direkten Aufeinandertreffen mit Verfolger TuS Lintfort weiter. 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert, Holzner; Schoeneberg (4), Blanke (6/davon 1 Siebenmeter), Tuc (2), Bok (1), Bühler (1), Seeger (3), Foth (5), Wunschik (1), Beddies (7).

SG H2Ku hat vor dem Duell mit Rödertal Personalsorgen

Doppelter Bänderriss am linken Fußgelenk: Lea Neubrander wird der SG H2Ku Herrenberg einige Wochen nicht zur Verfügung stehen. Foto: /Roland Sippel/Eibner


Einige Stammkräfte werden Trainer Mike Leibssle definitiv fehlen. Der Herrenberger Coach fordert dennoch, das gesamte Leistungsvermögen auf die Platte zu bringen.

17. April 2021, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

„Wir sind in absoluter Personalnot“, blickt Mike Leibssle, Trainer der Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg, mit einige Sorgenfalten auf das Aufeinandertreffen mit dem Vorletzten HC Rödertal in der heimischen Markweghalle (Samstag, 20 Uhr). Mit Saskia Hiller und Lea Neubrander fallen definitiv zwei Stammkräfte aus, hinter dem Einsatz von Anika Bissel steht derzeit ein sehr großes Fragezeichen.

Dass ausgerechnet dann eine Mannschaft in der Markweghalle gastiert, die rechnerisch noch um den Verbleib in der Liga kämpft, macht die Aufgabe für die Gäu-Sieben nicht unbedingt einfacher. „Mit unserer Personaldecke wird das eine schwierige Angelegenheit“, weiß Leibssle und fordert gleichzeitig, dass seine Schützlinge ressourcenorientiert zu Werke gehen.

„Wir haben noch zwei ganz junge Talente auf den Außenbahnen, vier Rückraumspielerinnen und zwei Kreisläufer zur Verfügung“, beschreibt der Coach die Aufstellung seiner gesunden Feldspielerinnen. Die Verletzung von Hiller war bereits seit Anfang dieser Woche bekannt, die Rechtsaußen fällt mit einer Innenbandverletzung noch knapp drei Wochen aus. Zu allem Überfluss zog sich Neubrander im Training einen doppelten Bänderriss am linken Fußgelenk zu und wird voraussichtlich für den gleichen Zeitraum außer Gefecht sein. „Bei Anika Bissel macht die alte Verletzung am unteren Ansatz ihres linken Schienbeins wieder Probleme“, erklärt Leibssle.

Michelle Wunschik aus der zweiten Mannschaft nominiert

Um für ein wenig Entlastung zu sorgen, beorderte er Allrounderin Michelle Wunschik aus der zweiten Mannschaft erneut in den Zweitliga-Kader. „Mit ihr können wir die Ausfälle punktuell kompensieren, da sie sehr variabel auf allen Positionen einsetzbar ist.“ Gleichzeitig wird Torhüterin Sophia Holzner als Ergänzung auf der Bank Platz nehmen. Dora Elbert ist nach ihrer Oberschenkelblessur zwar wieder dabei, dennoch wollen die Verantwortlichen kein Risiko eingehen. „Ganz sicher wird Rödertal uns alles abverlangen, deshalb müssen wir trotz aller Umstände unser gesamtes Leistungsvermögen auf die Platte bringen.“ 

Der Tabellenvorletzte aus Großröhrsdorf in Sachsen kann sich rein rechnerisch bei noch fünf ausstehenden Spielen auf den rettenden elften Platz vorarbeiten. Ein Ausrufezeichen setzten die „Rödertalbienen“ bereits am vergangenen Wochenende mit einem 25:24 gegen den Fünften Solingen-Gräfrath. „Eine gut besetzte Truppe, das wird kein Selbstläufer“, weiß Leibssle, der sich auch noch gut an das 24:24 im Hinspiel erinnert. „Der HC hat einen guten Rückraum und kommt mit viel Tempo, da müssen wir dagegenhalten.“

Partie wird online wieder live übertragen

Beste Schützin im Team von Trainerin Egle Kalinauskaite ist Linksaußen Rabea Pollakowski mit insgesamt 92 Treffern und 5,4 Toren im Schnitt. „Ungeachtet des Gegners möchte ich, dass wir sehr schnell zu uns finden und sich alle auf das eigene Spiel konzentrieren“, fordert Mike Leibssle zudem eine clevere Spielsteuerung. „Wir müssen mit den Kräften haushalten und dabei immer einen kühlen Kopf bewahren.“ Mit einem Sieg könnten die Herrenbergerinnen im Saisonendspurt ihren dritten Platz weiter verteidigen, ehe es am 1. Mai zum direkten Aufeinandertreffen mit Verfolger Lintfort kommt. 

Die Partie gegen den HC Rödertal wird von der SG H2Ku wie gewohnt online übertragen, zu finden ist der Livestream unter: https://frauen.sgh2ku.com/bundesliga-team/livestream/ im Netz.

Kuties vermelden den nächsten Abgang, Eigengewächs bekommt Bundesliga-Vertrag

Carolin Tuc (SG H2Ku Herrenberg Kuties #7) SG H2Ku Herrenberg Kuties vs. TSV Nord Harrislee DHB, Handball, Frauen, 2.HBF , 21.Ligaspieltag , Saison 2020/2021, 27.03.2020 Foto: Eibner/Tobias Baur

14. April 2021, Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Vanessa Frey

Die Personalplanungen bei den Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg befinden sich aktuell in der finalen Phase. Nun gab der derzeitige Tabellendritte zwei weitere Entscheidungen bekannt. Rückraumspielerin Carolin Tuc wird die Kuties nach vier Jahren verlassen, Maileen Seeger wird dagegen dauerhaft mit einem Vertrag für die erste Mannschaft ausgestattet. „Mit Caro verlässt und eine sehr erfahrene Spielerin“, bedauert Kuties-Coach Mike Leibssle die Entscheidung seiner etatmäßigen Rückraum-Mitte. 

Die Pfullingerin ist nach den Absagen von Kerstin Foth, Dora Elbert, Saskia Hiller und Anika Bissel bereits der fünfte Abgang bei den Herrenbergerinnen. 2017 war Carolin Tuc vom TV Nellingen ins Gäu gekommen und bestach seither durch ihre Variabilität sowohl im Angriffsspiel, als auch in der Defensive. Zur Bundesligaspielerin gereift war sie Jahre zuvor bei den TusSies aus Metzingen. „Vor allen Dingen in der Abwehr gilt es ihren Weggang zu kompensieren“, so Mike Leibssle, der bereits im Ermstal mit der 29-jährigen zusammengearbeitet hatte, „wir hätten gerne mit ihr weiter gemacht, aber wir akzeptieren natürlich ihre Entscheidungen den Verein zu verlassen.“ Der Fortgang ihrer Karriere ist bisher noch unbekannt. 

Einen weiteren wichtigen Schritt machen die Verantwortlichen dagegen mit Eigengewächs Maileen Seeger. Die 18-Jährige, die bisher vornehmlich in der A-Jugend der SG H2Ku und der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam, wird für die Saison 2021/2022 mit einem vollwertigen Zweitliga-Vertrag ausgestattet. „Sie trainiert bereits seit einem Jahr regelmäßig bei uns mit und hat uns in den letzten Wochen zusätzlich im Spielbetrieb unterstützt“. In den vergangenen Partien war die Linkshänderin als weitere Option für die rechte Außenbahn mit dabei, insgesamt ist Mike Leibssle mit der Entwicklung des Nachwuchstalents zufrieden. „Sie ist eine fleißige Herrenbergerin“, schmunzelt der Reutlinger, „Maileen hat hinter Tanja Patusch ein sehr lehrreiches Jahr vor sich, wir wollen sie punktuell und gewissenhaft an das Niveau der Liga heranführen.“ Seit geraumer Zeit spult Seeger zusätzliche Einheiten in der Woche ab, um sich körperlich und wurftechnisch noch weiter zu entwickeln. 

Maileen Seeger (SG H2Ku Herrenberg Kuties #10) Waiblingen Tigers vs. SG H2Ku Herrenberg Kuties DHB, Handball, Frauen, 2.HBF , 20.Ligaspieltag , Saison 2020/2021, 20.03.2020 Foto: Eibner/Tobias Baur

Obendrein wird sie nun auch durch den seit Montag feststehenden Ausfall von Saskia Hiller in dieser Runde noch einiges an Spielpraxis sammeln können. Vor dem Spiel gegen Nürtingen am vergangenen Sonntag unterzog sich Hiller, aktuell viertbeste Schützin der Kuties, einer MRT-Untersuchung am rechten Knie. Das Ergebnis: eine Zerrung des Innenbandes und damit eine Ausfallzeit von bis zu vier Wochen. „Für unser letztes Heimspiel am 08. Mai gegen Berlin wird es vermutlich nicht mehr reichen, das ist sehr schade für sie“, bedauert Leibssle die Verletzung. Vier Spiel stehen ihn und seine Schützlinge bis zum Rundenabschluss noch auf dem Programm, vornehmlich geht es darum ihren dritten Tabellenplatz erfolgreich zu verteidigen. Gelegenheit dazu haben die Kuties am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den Vorletzten HC Rödertal (20.00 Uhr, Markweghalle). 

SG H2Ku Herrenberg verliert mit schwacher Leistung gegen TG Nürtingen


Vor allem im Angriff haben die Herrenbergerinnen beim Schwaben-Derby nicht überzeugt. (Foto: Eibner-Pressefoto)

12. April 2021, Kreiszeitung Böblinger Bote

Die SG H2Ku Herrenberg hat das Schwaben-Derby in der 2. Handball Bundesliga der Frauen mit 23:27 (11:11) verloren. Vor allem im Angriff zeigten die Kuties am Sonntag keine gute Leistung.

Herrenberg – Die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben das Schwaben-Derby gegen die TG Nürtingen mit 23:27 (11:11) verloren. Für die Kuties war es die vierte Niederlage in der laufenden Saison der 2. Bundesliga. In der Tabelle stehen sie mit 34:10 Punkten nach wie vor auf dem dritten Platz. Jedoch kommt TuS Lintfort inzwischen gefährlich nahe. „Wir haben uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben“, ärgerte sich Mike Leibssle nach der Partie. Der Kuties-Trainer war mit der Leistung seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden. Vor allem im Angriff. „Da waren wir bei maximal 50 Prozent“, sagte er.

In der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle entwickelte sich von Beginn an ein zerfahrenes Spiel, in dem auf beiden Seiten die Abwehrreihen dominierten. Die Herrenbergerinnen nahmen jedoch vor allem in den ersten zehn Minuten zu viele überhastete Würfe, die nicht ins Ziel fanden. So lagen sie nach sechs Minuten mit 2:4 zurück.

Im Angriff nie zu Normalform gefunden

Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass die Herrenbergerinnen in ihrem Angriffsspiel nicht zu Normalform fanden. Immerhin steigerten sie sich dann in der Defensive. Auch Laura Waldenmaier im Herrenberger Tor konnte sich mit insgesamt zehn Paraden auszeichnen. So bewahrte sie ihre Mannschaft in der Anfangsphase auch vor einem höheren Rückstand. Sandra Kussmaul glich zum 4:4 aus. Nach 15 Minuten hatte vieles darauf hingedeutet, dass sich die Kuties etwas absetzen könnten. Nürtingens Saskia Wagner kassierte eine Zeitstrafe und Kussmaul brachte die Gäste mit 7:5 in Führung (17. Minute). Doch in der Offensive ließen die Kuties nach wie vor einfach zu viele Bälle liegen. So konnten die Nürtingerinnen wieder mit 8:7 die Führung übernehmen (20.). „Wir haben zu viele falsche Entscheidungen getroffen und uns somit selbst das Genick gebrochen“, haderte Mike Leibssle. 

Dazu kam, dass die Nürtingerinnen mit Christine Hesel ebenfalls eine starke Torhüterin auf ihrer Seite hatten. Auch sie brachte es auf insgesamt zehn Paraden und hielt ihre Mannschaft ein ums andere Mal in wichtigen Phasen im Spiel. So wehrte sie zum Beispiel allein im ersten Durchgang jeweils einen Siebenmeter von Lea Neubrander, Kerstin Foth und Annika Blanke ab. Die Führung wechselte daraufhin hin und her. Das Spiel war weiterhin stark von Kampf und Abwehrarbeit geprägt. In den letzten zehn Minuten vor der Pause fielen auf beiden Seiten nur noch jeweils drei Tore und es ging beim Stand von 11:11 in die Pause. Damit konnte Trainer Mike Leibssle nicht zufrieden sein. 

Zu viele Fehler im Spiel

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs kassierte Kuties-Kreisläuferin Stefanie Schoeneberg eine Zwei-Minuten-Strafe, welche die Gastgeberinnen ausnutzen, um mit drei Toren auf 15:12 davonzuziehen. Im Angriffsspiel machten die Herrenbergerinnen weiterhin zu viele Fehler, weshalb Leibssle beim Stand von 14:16 in der 35. Minute reagierte und eine Auszeit nahm. Diese zeigte Wirkung. Durch schnelle Ballgewinne in der Defensive waren die Kuties beim 16:16 wieder dran (40.). Und das, obwohl sie nach einer erneuten Strafe gegen Schoeneberg wieder in Unterzahl spielten. 

Auf der Seite von Nürtingen machte Lea Schuhknecht den Herrenbergerinnen immer wieder große Probleme, weshalb die Kuties sie nach 45 Minuten in Manndeckung nahmen. So schafften sie es, den Gastgeberinnen den Spielfluss zu nehmen und häufig in Zeitspiel-Bedrängnis zu bringen. Doch auch in diesen Situationen fehlte die letzte Konsequenz. „Wir haben viermal ein Tor kassiert, obwohl der Gegner nur noch einen Pass spielen durfte“, konnte es Leibssle nicht fassen. Und dennoch brachte Carolin Tuc ihr Team noch einmal auf 20:20 heran und kurz darauf das erste Mal seit der 25. Minute wieder in Führung (52.). Das zeigt, was in diesem Spiel mit einer normalen Angriffsleistung möglich gewesen wäre.

Abwehr lässt nach

Zu allem Übel ließ die Gäu-Sieben dann jedoch auch in der bisher starken Abwehr nach. Durch drei Treffer von Saskia Wagner, die insgesamt elf Tore erzielte, zogen die Nürtingerinnen auf 24:21 davon. Leibssle reagierte, nahm die letzte Auszeit. Doch auch diese Maßnahme zeigte keine Wirkung mehr. Saskia Wagner machte mit ihrem Treffer zum 25:22 eine Minute vor Schluss alles klar und traf anschließend auch zum 27:23-Endstand.

Die Kuties müssen diese mangelhafte Leistung nun schnell aufarbeiten. Am kommenden Samstag empfangen sie den HC Rödertal, der leicht abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, in der heimischen Markweghalle. 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Holzner; Schoeneberg, Bissel (3), Blanke (2), Tuc (2), Bok (1), Buhler (1), Kussmaul (2), Foth (5/davon 2 Siebenmeter), Seeger, Neubrander (5/2), Beddies (2).