Vor dem letzten Spiel in Berlin ist für die Kuties alles gelaufen

Kuties-Trainer Mike Leibssle: Froh, wenn die anstrengende Saison vorüber ist Foto: Eibner/Dennis Duddek/Dennis Duddek/ Eibner Pressefoto

von Peter Gebhardt 20.05.2022 

Die SG H2Ku Herrenberg will sich zum Saisonabschluss in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen bei den Füchsen Berlin gut verkaufen.

Noch einmal müssen die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg in der 2. Bundesliga ran, dann ist die aufreibende Saison für die Kuties vorbei. Die Ambitionen für das Gastspiel am Samstag bei den Füchsen Berlin (18 Uhr, Sporthalle Charlottenburg) sind aber eher weit nach unten geschraubt.

Tempohandball ist eher nicht zu erwarten – von beiden

„Wir wollen beim Tabellendritten ein ordentliches Spiel abliefern,“ sagt Trainer Mike Leibssle. Mehr will er sich gar nicht vornehmen, was auch verständlich ist. Durch die eminent hohe Anzahl an verletzten Spielerinnen war er immer wieder zum Improvisieren gezwungen. „Das war sowohl sportlich als auch mental anstrengend.“ Man kann bei ihm förmlich die Erleichterung heraushören, dass es im letzten Spiel der Runde um nichts mehr geht. Vor allem die beiden Heimsiege, die den Klassenerhalt endgültig sicherten, ließen viel an Druck von Trainer und Spielerinnen abfallen. Da die „Spreefüxxe“ von ihrem dritten Platz nicht mehr zu verdrängen sind, ist nicht zu befürchten, dass die Gäste mit 60 Minuten Tempohandball überrollt werden.

Mit kleiner Reisegruppe nach Berlin

Ein langes Wochenende wird es aber für die Mannschaft trotzdem noch einmal. Am Samstag geht es morgens per Bahn in die Bundeshauptstadt. Nach dem Spiel wird es sicher noch einen kleinen Saisonabschluss in Berlin geben vor der Rückreise am Sonntagmorgen ins Gäu. Die Reisegruppe wird allerdings nicht besonders groß ausfallen. Sowohl Anna Albek als auch Britt van der Baan von Kooperationspartner TuS Metzingen werden nicht für die SG H2Ku auflaufen. Ebenso fehlen im Vergleich zur Vorwoche Sulamith Klein und Monika Lide. Auch aus der frisch in die Oberliga aufgestiegenen zweiten Mannschaft kommen diesmal keine Spielerinnen dazu. So wird es auch in der Hauptstadt noch einmal ein Kraftakt.

2. Handball-Bundesliga Frauen: Vor dem letzten Spiel in Berlin ist für die Kuties alles gelaufen – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

Knapper Heimsieg der Kuties vor emotionalem Abschiedsmarathon

Nach ihrem Kreuzbandriss im Sommer 2021 erstmals wieder auf der Platte: Foto: Eibner/Dennis Duddek/Dennis Duddek/ Eibner Pressefoto

von Peter Gebhardt 15.05.2022

Die SG H2Ku Herrenberg gewinnt ihr letztes Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen gerade so mit 28:27 gegen Absteiger TVB Wuppertal. Danach wird’s vor allem emotional.

Im letzten Heimspiel der Saison vor rund 300 Besuchern mussten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg für den erhofften Heimsieg hart kämpfen. Das 28:27 (18:14) gegen den TVB Wuppertal geriet nach Ende jedoch schnell in den Hintergrund. Fast genauso lang wie die Partie davor dauerte der Dank an die vielen Helfer und die hochemotionale Verabschiedung des Trainerteams und vieler Spielerinnen.

Jubel über das Tor von Rückkehrerin Ronja Slawitsch

Auch um die anschließende Feier nicht durch eine Niederlage zu trüben, stellten sich die Kuties von der ersten Sekunde an mit voller Motivation den bereits als Absteiger feststehenden Gästen in den Weg. Da auch Wuppertal nicht gewillt war, klein beizugeben, dauerte es etwas, bis sich die Gastgeberinnen wohl fühlten. Unkonzentriertheiten wechselten sich immer wieder mit sehenswerten Kombinationen ab. Durch drei Treffer in Folge zum 9:5 kehrten Ruhe und Sicherheit ein. Sieben Minuten vor der Halbzeit brandete erstmals großer Jubel auf den Tribünen und der Ersatzbank aus. Mit ihrer ersten Ballberührung erzielte Ronja Slawitsch das 14:9. Nach ihrem Kreuzbandriss im Sommer vergangenen Jahres war sie erstmals wieder dabei.

Auch beim 23:17 ist die Entscheidung noch nicht gefallen

Nach dem 18:14 startete der zweite Durchgang vor allem in der Offensive recht zäh. Knapp fünf Minuten dauerte es, bis Lea Neubrander per Strafwurf den ersten Treffer der Kuties zum 15:9 erzielte. Die Sicherheit im Angriff sollte aber rasch zurückkehren. Dies gelang in erster Linie über eine erfolgreiche Abwehrarbeit. Als erneut Lea Neubrander auf 23:17 stellte, schien die Partie mehr als eine Viertelstunde vor dem Ende gelaufen. Die Gäste rafften sich aber nochmals auf und verkürzten zunächst auf 24:20. Sorgen musste man sich um die Gastgeberinnen jedoch nicht machen, das 28:24 durch Maxime Luber schien die endgültige Entscheidung zu sein. Doch mit letzter Kraft konnten sich die Kuties zum 28:27 ins Ziel retten. „Es ist doch klar, dass wir am Ende nicht mehr die volle Konzentration aufbringen konnten“, hatte Trainer Mike Leibssle Verständnis für sein Team.

Verabschiedung von Bok, Blanke, Seeger und Holzner

Danach war noch einmal mentale Schwerstarbeit angesagt. Bei der Verabschiedung von Kapitänin Aylin Bok, Spielmacherin Annika Blanke, Rechtsaußen Maileen Seeger und Torhüterin Sophia Holzner flossen die Tränen wie 60 Minuten vorher der Schweiß. Während Aylin Bok die Handballschuhe in die Ecke stellt, zieht es Anni Blanke in die Schweiz, Maileen Seeger wechselt nach Nürtingen, Sophia Holzner kehrt auf eigenen Wunsch in die zweite Mannschaft zurück.

Und noch mehr Tränen

Kaum weniger emotional war auch die Verabschiedung des Trainerteams mit Mike Leibssle, Sarah Neubrander und Daniela Hansen sowie der reaktivierten Monika Lide, Lisa Gebhard, Katrin Schröder und Sulamith Klein. Leibssle wechselt zu den Männern des TV Neuhausen/Erms, während Sarah Neubrander Mutterfreuden entgegensieht.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Lide; Schoeneberg (7/davon 3 Siebenmeter), Kussmaul (3), Klein (5), Bok (1), Bühler, Seeger (2), Schröder, Thiwissen, Slawitsch.

2. Handball-Bundesliga Frauen: Knapper Heimsieg der Kuties vor emotionalem Abschiedsmarathon – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

SG H2Ku Herrenberg tritt zum letzten Heimspiel gegen Wuppertal an

Mike Leibssle und Sara Neubrander (rechts daneben): Letzter Heimauftritt für das Trainer-Duo der Kuties gegen Wuppertal Foto: Eibner/Baur

von Peter Gebhardt 13.05.2022

In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen trifft die SG H2Ku Herrenberg am Sonntag um 16 Uhr in der Markweghalle auf Absteiger TV Wuppertal. Nach Spielende wird sicherlich die eine oder andere Träne verdrückt, denn es gilt Abschied nehmen vom Trainer und zahlreichen Spielerinnen.

Eine entbehrungsreiche Spielzeit in der 2. Bundesliga geht für die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg langsam zu Ende. Am Sonntag treffen die Kuties um 16 Uhr im letzten Heimspiel auf den TVB Wuppertal. Da die Gäste nach dem TV Aldekerk bereits als zweiter von drei Absteigern feststehen, ist der ganz große Druck für beide Teams nicht mehr gegeben.

Für Trainer Mike Leibssle rückt der Abschied nach vier Jahren näher

Mike Leibssle ist einer derjenigen, die am Sonntag nach Spielschluss in der Markweghalle vom Publikum aus dem Kreise der Mannschaft verabschiedet werden. Zum Cheftrainer, der den Taktstock auf der Bank vier Jahre lang geschwungen hat, gesellen sich aus dem Trainerstab auch noch seine Co-Trainerin Sarah Neubrander sowie die Torwarttrainerin Daniela Hansen. Vom spielenden Personal werden zudem Annika Blanke, Aylin Bok, Maileen Seeger und Sophia Holzner ihre Zelte bei den Kuties abbrechen. Zumindest Torhüterin Holzner bleibt in Herrenberg und rückt in die aufgestiegene Oberliga-Mannschaft.

Nicht mit halber Kraft

Bis um etwa 17.30 sicher wieder die eine oder andere Träne verdrückt wird, gibt es zuvor noch ein Handballspiel zu absolvieren. Dass die Gastgeberinnen diese Begegnung entspannt angehen können, haben sie sich durch die Galavorstellung in der Vorwoche gegen Werder Bremen mit dem 35:23 verdient. Trainer Leibssle will von einem Freundschaftsspiel jedoch nichts wissen: „Immerhin geht es um Punkte in der 2. Bundesliga. Und wir haben natürlich den Anspruch, unser Heimspiel mit einer ordentlichen Leistung zu gewinnen. Mit halber Kraft und unkonzentriert zu spielen, das erhöht ohnehin nur das Verletzungsrisiko.“ Und noch einen anderen Aspekt hat er im Blick. „Mit etwas Glück können wir noch ein oder sogar zwei Plätze nach oben klettern.“

Vor allem Lea Neubrander und Marie Beddies haben Verschnaufpausen verdient

Eines ist aber auch klar: Er will allen seinen Spielerinnen genug Auszeiten gönnen. Als allererstes trifft dies wohl auf Lea Neubrander zu. Die Toptorschützin der Kuties, die in dieser Runde bereits 181-mal ins Schwarze traf, wird auf der Bank Platz nehmen und vom Coach nur äußerst dosiert eingesetzt – wenn überhaupt. Auch Marie Beddies, gefühlt in jeder Partie 60 Minuten auf der Platte, würde dies verdienen. Mike Leibssle ist da aber schon wieder im Zwiespalt. „Natürlich werden wir wie fast immer das Tempo steuern müssen, personell ergeben sich gewisse Einsatzzeiten aber ohnehin fast von alleine.“

Diesmal nur eine Leihgabe aus dem Württembergliga-Team

Aus seinem Kader stehen wieder einmal zahlreiche Spielerinnen nicht zur Verfügung. Fast fällt es dem Trainer der Kuties leichter, den Rest aufzuzählen als die Ausfälle. Fest steht, dass mit Marie Thiwissen diesmal nur eine Leihgabe aus dem Württemberglig-Team den Zweitliga-Kader unterstützen wird. Ansonsten baut der Trainerstab zum Großteil auf die Spielerinnen, die gegen Bremen den Klassenerhalt festgezurrt haben. Dadurch gibt es neben den regulären Verabschiedungen also sicher noch ein großes Dankeschön an die Rückkehrerinnen Sulamith Klein, Monika Lide und Katrin Schröder, die allesamt am Sonntag nochmals auflaufen werden.

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku Herrenberg tritt zum letzten Heimspiel gegen Wuppertal an – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

SG H2Ku Herrenberg macht mit einem fulminanten 35:23 gegen Bremen alles klar

Spielmacherin Aylin Bok: Sonderlob vom Trainer Foto: Dennis Duddek/Dennis Duddek/ Eibner Pressefoto

von Peter Gebhardt 08.05.2022

Die SG H2Ku Herrenberg zeigt im Heimspiel gegen Werder Bremen eine Galavorstellung, gewinnt klar mit 35:23 und spielt damit auch in der kommenden Saison in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen.

Jetzt ist es amtlich. Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg spielen auch in der kommenden Saison in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Das eindrucksvolle 35:23 (16:9) gegen den SV Werder Bremen reichte aus, um den letzten verbliebenen Widersacher, den MTV Heide, uneinholbar auf Distanz zu halten, der am Abend davor in Mainz ein 33:31 vorgelegt hatte.

Konkurrent MTV Heide legt am Vorabend ein 33:31 vor

„ Dann richten wir es selbst“, gab sich Trainer Mike Leibssle kämpferisch. Dass aus diesem einfachen Vorhaben eine regelrechte Gala werden würde, ahnte aber auch er nicht. Die schon am Vortag angereisten Gäste wollten nach zuletzt vier Siegen aus fünf Partien auch aus der Markweghalle etwas mitnehmen. Dieses Vorhaben erhielt allerdings bereits in den ersten Minuten und einem 0:3-Rückstand einen herben Dämpfer.

Rote Karte für Bremen ist so etwas wie der Knackpunkt

In der Offensive leisteten sich die Kuties kaum Fehler. Leibssle konnte es sich sogar leisten, seine mit Schulterproblemen ins Spiel gegangene Goalgetterin Lea Neubrander in der ersten Viertelstunde zu schonen. Als Linksaußen Ronja Bühler beim Stand von 12:6 einen Konter startete, griff ihr Denise Engelke in den Wurfarm. Das Schiedsrichterinnengespann entschied sich nach kurzer Beratung für die Rote Karte, womit die Bremerinnen ihre wichtigste Spielerin verloren. Zumindest auf der mit 250 Zuschauern besetzten Tribüne machte sich danach beim 16:9 schon eine erste Feierlaune bemerkbar, allerdings verkürzte Werder noch einmal auf 18:14. „Da habe ich mir schon meine Gedanken zum Gegensteuern gemacht“, kam Leibssle kurz ins Grübeln. Diese Gedankenspiele wurden jedoch von Lea Neubrander, Steffi Schoeneberg und Maileen Seeger mit drei Treffern in Folge ad acta gelegt.

Die Kuties zünden noch einmal den Turbo

Die Kuties zündeten jetzt erst recht den Turbo. Vier Minuten vor dem Ende waren beim 31:21 erstmals zehn Tore Vorsprung erreicht, der letzte Treffer zum 35:23 durch Sulamith Klein wurde mit stehenden Ovationen der Zuschauer begleitet. Mike Leibssle wollte hinterher keine seiner Spielerinnen herausheben – tat es aber trotzdem: „Was Aylin Bok als Spielmacherin geleistet hat, war große Klasse.“ Vergessen wollte er auch nicht Torhüterin Laura Waldenmaier, eine auf die Zähne beißende Lea Neubrander, seine komplette Abwehr und eine nimmermüde Marie Beddies. „Allen anderen, die genauso gekämpft haben, tue ich damit natürlich Unrecht“, lächelte er fast schon entschuldigend.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Lide; Schoeneberg (6/davon 2 Siebenmeter), Klein (4/1), Bok (3), Bühler (1), Seeger (5), Schröder (2), Kappus, Slawitsch, Neubrander (10/3), Beddies (4/2), Luber, Meyer.

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku Herrenberg macht mit einem fulminanten 35:23 gegen Bremen alles klar – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

Gelingt der Klassenerhalt auf der Couch?

Trainer Mike Leibssle und seine Torjägerin: Lea Neubrander ist nach ihrer Erkrankung wieder dabei, aber noch nicht bei 100 Prozent.

von Peter Gebhardt

Die SG H2Ku Herrenberg erwartet am Sonntag Werder Bremen, Konkurrent MTV Heide spielt schon vorher in Mainz.

HERRENBERG. Zum vorletzten Heimspiel der Saison in der 2. Handball-Bundesliga empfangen die Frauen der SG H2Ku Herrenberg am Sonntag um 14 Uhr den SV Werder Bremen, der sich mit 8:2 Punkten zuletzt in einer guten Verfassung befindet. Ob die Partie in der Markweghalle zum ersten Matchball für ein weiteres Jahr in der 2. Liga benötigt wird, entscheidet sich einen Tag vorher.

Dabei ist alles angerichtet für einen unterhaltsamen Handballnachmittag. Einerseits gibt es schon länger keine Coronabeschränkungen mehr für die Zuschauer, außerdem ist ein kleines Intermezzo von Lokalpolitikern für einen guten Zweck geplant. Ob die H2Ku-Frauen noch um den Klassenerhalt kämpfen, ist eine der offenen Fragen. Zur Situation: Die SG H2Ku hat drei Spieltage vor Ende sechs Punkte Vorsprung auf den MTV Heide auf dem ersten Abstiegsplatz. Am Samstag spielt Heide beim FSV Mainz 05. Sollte Mainz mindestens ein Remis holen, sind die Kuties schon vor ihrem Heimspiel gerettet. Bei einem Sieg des MTV in Mainz bräuchte die SG H2Ku einen Punkt. Diese Rechenspielchen interessieren Mike Leibssle nur am Rande. „Natürlich werden wir das Resultat am Samstag zur Kenntnis nehmen, unsere Vorbereitung unter der Woche werden wir daran aber ohnehin nicht ausrichten“, betont der H2Ku-Coach. Er macht aus seinem Wunsch keinen Hehl: „Natürlich wäre es ideal, wenn Mainz gewinnt. Dann können wir befreit aufspielen.“

Das wäre wohl für den über alle Maßen belasteten Kader auch das Beste. Wie schon beim 25:24 in Lintfort muss das Team auf die Metzingerinnen Anna Albek und Britt van der Baan verzichten. Rebecca Rott und Annika Blanke sind verletzt. Und auch wenn Torjägerin Lea Neubrander wieder an Bord ist, wird sie nach ihrer Erkrankung kaum zu 100 Prozent belastbar sein. Für das Heimspiel wird Routinier Monika Lide wieder an der Seite von Laura Waldenmaier das Gespann zwischen den Pfosten bilden. Mit Sulamith Klein und Katrin Schröder stehen zwei weitere Rückkehrerinnen zur Verfügung. Und auch das ist inzwischen nichts Neues mehr: Mit Britta Mayer gibt eine weitere Spielerin aus dem Württembergliga-Team ihr Debüt. Die für die Rechtsaußenposition vorgesehene Mayer wäre die Nummer 33 im diesjährigen Kader.

https://epaper.krzbb.de/webreader-v3/index.html#/955700/25

SG H2Ku Herrenberg landet wichtigen Auswärtssieg

Ronja Bühler (rechts): Das Beste kommt zum Schluss. Foto: Eibner/Fabian Friese/Fabian Friese / Eibner-Pressefoto

von Peter Gebhardt 01.05.2022

Nach dem 25:24-Sieg in letzter Sekunde beim TuS Lintfort fehlt der SG H2Ku Herrenberg drei Spieltage vor dem Saisonende nur noch ein Punkt zum Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Mit Lisa Gebhard kommt bereits die 32. Spielerin in dieser Saison zum Einsatz – Rekord!

Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Praktisch in letzter Sekunde gewannen die Kuties das wichtige Spiel beim TuS Lintfort mit 25:24 (14:12). Aus den letzten drei Partien, zwei davon in eigener Halle, reicht nun ein einziges Pünktchen auch rechnerisch zum Ligaverbleib. Zuerst geht es am Sonntag gegen Werder Bremen.

Der „Reustener Blitz“ macht’s möglich

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Das dachte sich wohl auch Ronja Bühler. Die Linksaußen schweißte 30 Sekunden vor dem Ende einen Wurf zum 24:23 in den Winkel, um mit der letzten Aktion und dem 25:24 noch einen draufzusetzen. Dass der von Trainer Mike Leibssle nach Spielende betitelte „Reustener Blitz“ nicht alleine für den Überraschungscoup verantwortlich war, wollte der Coach aber unbedingt herausstellen. „Es war ein Sieg des Kampfes und des Willens“, freute er sich.

32. Spielerin kommt in dieser Saison zum Einsatz: Lisa Gebhard

Dass es keinen Schönheitspreis am Niederrhein zu gewinnen gab, war schon im Vorfeld klar. Dazu war man aus Herrenberger Sicht wieder zu sehr zum Improvisieren gezwungen. Tatsächlich kam es auch zum Comeback von Lisa Gebhard. Die Rechtsaußen der Kuties war die 32. Spielerin, die in dieser Saison in einem Bundesligaspiel auflief – ein Rekord, auf den Trainer Leibssle wohl gerne verzichtet hätte. Die Rückkehrerin trat hingegen auf, als ob es die dreijährige Handballpause nie gegeben hätte, und traf in alter Manier zum 2:0. Dieses Tor war eingebettet in eine fulminante Auftaktphase der Gäste, die beim 5:1 Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein nach nicht einmal sieben Minuten zur Auszeit nötigte. Mit Erfolg. Keine vier Minuten später war das Spiel beim 5:5 wieder offen.

Die einzige Spielerin mit Shooter-Qualitäten kommt aus dem Württembergliga-Team

Von nun an ging es im Gleichschritt bis kurz vor der Pause weiter. In einer recht zähen Partie konnten die Kuties immer wieder erfolgreiche Nadelstiche setzen, die taktischen Möglichkeiten waren aber arg eingeschränkt. Im Rückraum stand Trainer Leibssle mit Marie Thiwissen nur eine Spielerin mit Shooter-Qualitäten zur Verfügung. Die Halblinke aus dem Württembergliga-Team verdiente sich mit ihren sechs Treffern allerdings ein Sonderlob. Ebenso wie die etatmäßige Kreisspielerin Aylin Bok, die sich zusammen mit Katrin Friedrich und Marie Beddies im Rückraum aufreibende Eins-gegen-eins-Situationen mit der Lintforter Abwehr stellen musste.

Sonderlob für den Innenblock

Apropos Abwehr: „Was der Innenblock mit Steffi Schöneberg, Aylin Bok und später Katrin Schröder geleistet hat, war schon große Klasse“, war der Trainer begeistert. Die Aufgabe in der Defensive war auch deshalb knifflig, weil mit Marie-Christine Beddies eine tragende Säule des SG-Spiels bereits nach einer Viertelstunde mit zwei Zeitstrafen vorbelastet war. Für Sicherheit im Spiel sorgte dafür ein Zwischenspurt zum 14:12, mit dem die Seiten gewechselt wurden.

Immer wieder Nadelstiche gesetzt

Der zweite Durchgang war fast ein Spiegelbild des ersten. Die Gäste eröffneten den Torreigen mit dem 15:12 durch Marie Thiwissen, drei Gegentreffer in Folge läuteten aber eine Phase ein, die nach Einschätzung von Mike Leibssle „eher dahinplätscherte“. Immer wieder eingestreute Sequenzen mit einer Überzahl sieben gegen sechs stellten Lintfort vor neue Aufgaben. Und so steuerte das Spiel unweigerlich dem Showdown mit dem glücklichen Ende für die SG H2Ku entgegen.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Göhlich; Schoeneberg (3/davon 2 Siebenmeter), Thiwissen (6), Bok (2), Bühler (4), Schröder (2), Kussmaul (1), Slawitsch, Beddies (4/3), Friedrich (1), Gebhard (2), Schmidt.

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku Herrenberg landet wichtigen Auswärtssieg – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

SG H2Ku Herrenberg muss in Lintfort auf wichtige Spielerinnen verzichten

Lisa Gebhard: Wehmütiger Abschied vor knapp drei Jahren, am Samstag in Lintfort steht möglicherweise ihr Comeback an Foto: Eibner/TBaur

von Peter Gebhardt 29.04.2022

In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen ist die SG H2Ku Herrenberg am Samstag bei TuS Lintfort klarer Außenseiter. Die personellen Probleme sind nach wie vor riesengroß, sodass mit Lisa Gebhard möglicherweise das fünfte Comeback einer bereits verabschiedeten Spielerin ansteht.

Noch vier Spiele müssen die Handballfrauen der SG H2Ku Herrenberg in der 2. Bundesliga bis Saisonende absolvieren. Die Hoffnung, endlich einmal mit einem vollständigen Kader anzutreten, wird sich bis dahin kaum mehr erfüllen. Beim Gastspiel am Samstag um 17.30 Uhr beim TuS Lintfort werden wieder wichtige Spielerinnen fehlen.

Gibt’s das fünfte Comeback?

Man kann ihn durchaus schon als bunten Haufen bezeichnen, der am Samstagmorgen um neun Uhr die Reise nach Kamp-Lintfort an den Niederrhein antritt. Das ist aber nicht despektierlich gemeint – ganz im Gegenteil. Die Mannschaft stützt sich im Moment auf drei Säulen. Zum regulären Zweitliga-Kader gesellen sich durch die permanente Verletztenserie immer wieder Spielerinnen aus dem Württembergliga-Team. Und schließlich gibt es auch noch eine dritte Gruppe. Mit Monika Lide, Sulamith Klein, Sarah Neubrander und Katrin Schröder haben sich vier ehemalige Spielerinnen bereit erklärt, noch einmal in den Harztopf zu greifen. Eine fünfte könnte am Samstag dazukommen. Je nachdem, wie sich der Krankheitsverlauf bei Maileen Seeger entwickelt, könnte das Comeback von Lisa Gebhard anstehen, die vor knapp drei Jahren ihre Karriere in Herrenberg beendet hatte. „Lisa war immer nah an der Mannschaft, organisiert zum Beispiel unsere Auswärtsfahrten. Von ihr aus kam irgendwann das Angebot, im Notfall nochmals einzuspringen“, freut sich Trainer Mike Leibssle. Und dieser Notfall könnte am Samstag durchaus eintreten.

Torjägerin Lea Neubrander ist nicht dabei

Über andere Nachrichten kann sich der Trainer der Kuties weniger freuen. Besonders schmerzhaft dürfte sich dies im Rückraum bemerkbar machen. Torjägerin Lea Neubrander wird ebenso ausfallen wie Annika Blanke. Die Spielmacherin laboriert weiter an muskulären Problemen im Oberschenkel, Sulamith Klein fehlt ebenso, allerdings wegen eines geplanten Termins. Rebecca Rott wird wie auch Anna Albek und Britt van der Baan für TuS Metzingen am Ball sein. Aus der zweiten Mannschaft werden diesmal Katrin Friedrich, Sandra Kußmaul, Marie Thiwissen und eventuell Saskia Schmidt dazustoßen. Katrin Schröder übernimmt in Personalunion das Backup am Kreis, wenn Aylin Bok in den Rückraum gezogen wird, und die Rolle als Physiotherapeutin. Da der Einsatz von Linksaußen Maxime Luber ebenfalls ungewiss ist, stellt sich für Mike Leibssle die Frage nach dem Favoriten im Vorfeld erst gar nicht. „Wir fahren als klarer Außenseiter nach Lintfort“, ist für den Coach die Rollenverteilung klar.

TuS Lintfort hat einen guten Lauf

Doch selbst mit voller Kapelle wäre die Aufgabe beim Tabellensiebten extrem schwer. Mit zuletzt 12:4 Punkten haben sich die Schützlinge von Bettina Grenz-Klein rechtzeitig aus allen Reibereien im Tabellenkeller entfernt. Die überragenden Kräfte sind mit Prudence Kinlend im Rückraum sowie der Rechtsaußen Lisa Kunert schnell ausgemacht. Für die SG H2Ku dürfte aufgrund der personellen Situation der bevorzugte Tempohandball nicht auf der Agenda stehen. Mike Leibssle fordert trotzdem eine engagierte Leistung und wünscht sich an oberster Stelle keine weiteren Hiobsbotschaften. Positive Überraschungen in Form von Punkten sind natürlich gerne willkommen.

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku Herrenberg muss in Lintfort auf wichtige Spielerinnen verzichten – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

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SG H2Ku Herrenberg hält gegen Frisch Auf lange mit

Die flinke Marie Beddies: Vor allem in der ersten Hälfte viele Nadelstiche gegen Frisch Auf gesetzt Foto: Eibner/Tobias Baur/Eibner-Pressefoto


von Peter Gebhardt 18.04.2022

In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen verkauft sich die SG H2Ku Herrenberg beim 24:32 gegen Göppingen lange Zeit sehr teuer. Bis eine Viertelstunde vor Schluss steht es sogar nur 18:20.

Für eine Überraschung reichte es zwar nicht, Selbstvertrauen für die letzten vier Saisonspiele haben sich die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg beim 24:32 (13:14) gegen Frisch Auf Göppingen aber trotzdem geholt.

Kein Vergleich zum 24:47 im Hinspiel

Das Hinspiel im Dezember war für die Kuties sicherlich eine der bittersten Erfahrungen in dieser Saison. Eine solche Dominanz wie beim damaligen 24:47 konnte man in der Markweghalle partout nicht mehr feststellen. Natürlich musste auch Mike Leibssle nach Ende anerkennen, dass die Gäste individuell eine Klasse für sich waren. Aber der H2Ku-Coach sah auch noch etwas anderes: „Wenn wir unsere Möglichkeiten besser nutzen, wäre dass Spiel noch enger gewesen.“ Bewusst vermied er es, von einer Siegchance zu sprechen. Dafür war die Kräfteverteilung doch zu ungleich.

Vor allem die flinke Marie Beddies setzt immer wieder Nadelstiche

Dass die Gastgeberinnen nicht gewillt waren, sich vor eigenem Publikum aus der Halle fegen zu lassen, war unverkennbar. Frisch Auf gelang zwar immer wieder die leichteren Treffer über den Rückraum, offen blieb das Spiel aber dennoch. Dabei bereitete die aggressive und offensiv interpretierte 6:0-Abwehr von Frisch Auf den Kuties Probleme. Die flinke Marie Beddies zumindest fühlte sich damit pudelwohl und setzte in Halbzeit eins ständig Nadelstiche. Nach ihrem 5:5 dauerte es aber fünf Minuten bis zum nächsten Treffer der Kuties. Auch den übernahm Beddies selbst. Dazwischen lagen aber auch drei Gästetreffer und eine Auszeit von Trainer Leibssle. In dieser beorderte er seine Kreisläuferin Aylin Bok für Annika Blanke auf die Spielmacherposition. Zudem kam auch Lea Neubrander ins Spiel. „Anni und Lea müssen wir durch ihre Verletzungen dosiert einsetzen“, erklärte er seine Maßnahmen.

Wichtig war aber, dass es durch die Umstellungen keinen Bruch im Spiel gab – im Gegenteil. Mitte der ersten Halbzeit begann die beste Phase der Kuties, die einerseits zwar weiter für jeden Treffer hart arbeiten mussten, aber den Spielfluss des Gegners immer besser störten.

Kurz vor der Pause trifft Katrin Schröder zum 12:13

Zwei Treffer in Folge von Lea Neubrander und Maileen Seeger zum 8:10 neun Minuten vor der Halbzeit ließen unter den etwa 250 Zuschauern die Hoffnung auf ein Spiel auf Augenhöhe aufkommen. Erst recht, als die reaktivierte Katrin Schröder unter großem Jubel zum 12:13 einnetzte. Zum Ausgleich sollte es aber vor der Pause nicht mehr reichen.

Mit dem Überzahlspiel sieben gegen sechs alles richtig gemacht

Den gab es aber kurzzeitig zum Start der zweiten Hälfte. Wieder war es Katrin Schröder, die sich am Kreis zum 14:14 durchtankte. Mit zwei Treffern von Frisch Auf wurden die Ambitionen der Gastgeberinnen aber erst einmal gestoppt. Mike Leibssle ging jetzt schon volles Risiko. Bis kurz vor Ende ließ er im permanenten sieben gegen sechs in Überzahl agieren. Für ihn letztlich eine erfolgreiche Maßnahme: „Zweimal haben wir den Wurf auf das leere Tor zugelassen. Beide Male ging der Ball vorbei. Von daher haben wir alles richtig gemacht.“

Nach dem 18:20 dreht Frisch Auf noch einmal auf

Hätten die Kuties aber wirklich alles richtig gemacht, wäre es ein wenig spannender geworden. Denn die Krux am gut vorgetragenen Überzahlspiel – stets mit zwei Kreisläuferinnen – war die eigene Chancenverwertung. Der Platz, der oft genug geschaffen wurde, konnte zu selten erfolgreich in Treffer umgemünzt werden. Trotzdem waren die H2Ku-Frauen eine gute Viertelstunde beim 18:20 noch gut im Rennen. Dann aber zeigten die Gäste um den Haslacher Trainer Nico Kiener, warum sie in der Liga die wenigsten Minuspunkte aufweisen. Besonders Sina Ehmann im Rückraum und Anja Brugger auf Rechtsaußen drückten dem Spiel und vor allem dem Ergebnis ihren Stempel auf. Mit dem 18:24 war die Vorentscheidung gefallen, mit dem 21:28 durch Brugger wurden die letzten Zweifel am Ausgang der Partie beseitigt.

Das spielfreie Wochenende kommt wie gerufen

„Wir können aus dem Spiel trotzdem viel mitnehmen“, zeigte sich Mike Leibssle nicht unzufrieden nach dem 24:32. Und freute sich über die Regenerationszeit, die er seiner Mannschaft durch das kommende spielfreie Wochenende vor den letzten vier Partien gewähren kann.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Lide; Schöneberg (1), Blanke (3/davon drei Siebenmeter), Klein (2), Bok (4), Bühler (2), Seeger (1), Kappus, Slawitsch, Neubrander (5), Beddies (4), Luber, Schmidt, Schröder (2).

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku Herrenberg hält gegen Frisch Auf lange mit – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

SG H2Ku Herrenberg beschert Schlusslicht Aldekerk einen Glücksmoment

Sulamith Klein wird ausgebremst: Nach ihrem Treffer zum 14:14-Ausgleich folgten zehn torlose Minuten und der vorentscheidende 14:22-Rückstand. Foto: Eibner

von Peter Gebhardt 15.04.2022

Die Handballfrauen der SG H2Ku Herrenberg unterliegen im wichtigen Spiel der 2. Bundesliga bei Schlusslicht TV Aldekerk 31:35 und empfangen am Ostersonntag Frisch Auf Göppingen zum leichtesten Spiel des Jahres. In Sachen Klassenerhalt haben die Kuties noch immer alles selbst in der Hand.

Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg müssen sich in Sachen Klassenerhalt weiter in Geduld üben. Nach dem 31:35 beim bisher sieglosen TV Aldekerk haben die Kuties aber weiterhin alle Möglichkeiten für ein weiteres Jahr 2. Liga selbst in der Hand. Wenn am Ostersonntag um 16 Uhr Frisch Auf Göppingen seine Visitenkarte in der Markweghalle abgibt, sind aber im Lager der Gastgeberinnen eher keine Punkte eingeplant.

Viele Spielerinnen hätten dringend eine Pause nötig

Nun hat der TV Aldekerk doch seinen ersten Saisonsieg unter Dach und Fach. Nach 22 vergeblichen Anläufen hat ausgerechnet die SG H2Ku für diesen Glücksmoment gesorgt. Das 35:31 war für die Gastgeberinnen nicht einmal unverdient. Fehlendes Engagement bei seiner Mannschaft hatte Mike Leibssle aber nicht erkannt – im Gegenteil. „Die Einstellung und der Kampf haben definitiv gestimmt“, stellte der SG-Coach klar. Ausgemacht hat er aber andere Gründe, die für die Niederlage mitverantwortlich waren: „Wir treten mit Spielerinnen an, die mental und physisch eine Pause dringend nötig hätten. Wegen der großen Verletztenmisere stellen sie sich aber immer wieder in den Dienst der Mannschaft.“ Lea Neubrander und Annika Blanke gingen angeschlagen in die Partie. Dazu sorgte die ständige Rotation im Aufgebot dazu, dass mit Katrin Schröder überraschend die Nummer 31 in der Kaderliste auftauchte. Die routinierte und erstligaerfahrene Schröder hatte wie schon Torhüterin Monikas Lide zuvor ihre Karriere bei den Kuties längst beendet, hilft aber noch einmal aus.

Acht torlose Minuten werden den Kuties zum Verhängnis

Die Partie am Niederrhein begann für die Gäste wenig verheißungsvoll. Nach nicht einmal fünf Minuten musste Mike Leibssle das erste Mal die Timeout-Karte zücken, 4:0 führte Aldekerk bereits. „Ich musste für Ruhe in unseren Aktionen sorgen.“ Dies gelang zusehends besser. Vom 2:7 kamen die Kuties nach einer guten Viertelstunde auf 8:9 heran. Der Rückraum um Marie Beddies, Sulamith Klein und Lea Neubrander versprühte gemeinsam mit Aylin Bok am Kreis immer mehr Spielfreude. Beim 14:14 durch Sulamith Klein wenige Minuten vor der Pause schien sich das Spiel zu drehen. Was folgte, waren aber zehn Minuten ohne eigenen Torerfolg. Vier Gegentreffer vor dem Seitenwechsel, vier danach – mit dem 14:22 waren alle Siegchancen schon nach 35 Minuten dahin. Und so sehr sich die Kuties auch mühten, für eine Wende im Spiel sollte es nicht reichen. Das 31:35 war zum Ende hin wenigstens noch versöhnliche Ergebniskosmetik.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Göhlich; Schoeneberg (4/davon 2 Siebenmeter), Blanke (1), Klein (5), Bok (4), Bühler (1), Seeger (1), Slawitsch, Neubrander (7/2), Beddies (8/2), Luber, Schröder, Schmidt.

Mit Frisch Auf Göppingen kommt am Ostersonntag um 16 Uhr ein ganz anderes Kaliber in die Markweghalle

Vor einem ganz anderen Kaliber stehen die Herrenbergerinnen am Ostersonntag in eigener Halle, wenn es gegen Frisch Auf Göppingen geht (Übertragung live ab 16 Uhr auf sportdeutschland.tv). Für Mike Leibssle ist im Vorfeld klar: „Für uns wird es das leichteste Spiel der Jahres. Denn von uns erwartet niemand einen Sieg.“ Beim Gegner sieht dies naturgemäß anders aus. Praktisch über Nacht ist das Team nach der Niederlage von Tabellenführer Waiblingen in eigener Halle gegen Solingen-Gräfrath (35:36) nach Minuspunkten Tabellenführer und vom Jäger zum Gejagten geworden. Einen Ausrutscher können sich die Göppingerinnen, die sich den Aufstieg klar auf die Fahnen geschrieben haben, somit nicht leisten.

Und ausgerechnet in Herrenberg wollen sie sich sicher nicht von der Tabellenführung verabschieden. Ausgerechnet deshalb, weil Frisch Auf mit einem Namen verbunden ist, der in Herrenberg bestens bekannt ist. Mit dem in der Vorsaison verpflichteten Nico Kiener hat der Trainer für die Partie in der Markweghalle den mit Abstand kürzesten Anfahrtsweg der Gäste. Gerade einmal fünf Kilometer sind es von seinem Wohnort Haslach in die Markweghalle. Schon allein, um eventuellen Frotzeleien vor der eigenen Haustür aus dem Weg zu gehen, soll das Spiel nicht zu einem bösen Erwachen führen.

60 Minuten Tempohandball ist eher nicht angesagt

Mike Leibssle ist sich auf der Gegenseite noch nicht über seinen Matchplan schlüssig: „Wir werden am Samstag das Abschlusstraining durchführen. Danach sind wir schlauer.“ Was er aber schon durchblicken lässt, ist das Thema Spielgeschwindigkeit. „Wir werden definitiv nicht 60 Minuten Tempo gehen können, sondern die Spielsteuerung unserem Kader anpassen.“ Mit dem gleichen Konzept zogen sich die Kuties schon jüngst in Harrislee gut aus der Affäre.

Gegen Frisch Auf steht wieder Torhüterin Monika Lide bereit, ebenso wird es für Katrin Schröder die Heimpremiere geben. Schon im Kader, aber nicht im Einsatz war in Aldekerk Ronja Slawitsch. Die Rückraumspielerin könnte gegen Göppingen zu ihren ersten Bundesliga-Minuten nach ihrem Kreuzbandriss im Sommer vergangenen Jahres kommen. Mit einem Einsatz von Anna Albek und Britt van der Baan ist dagegen nicht zu rechnen.

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku Herrenberg beschert Schlusslicht Aldekerk einen Glücksmoment – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)