Die SG H2Ku Herrenberg – Handball meets Connectoor

Sie suchen motivierte und flexible Fachkräfte für Ihr Unternehmen? Sie vergeben Praktika und Ausbildungsplätze? Sie suchen eine Plattform mit großer Reichweite?

Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten können, sind Sie bei uns genau richtig!

Wir bieten Ihnen gemeinsam mit unserem Partner Connectoor ein browserbasiertes, digitales Bewerbungsmanagment, welches Ihnen erlaubt, ständig auf Ihr Stellenangebot zuzugreifen und dieses in Echtzeit zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Mit unserer Plattform gelangt ein Bewerber*in nur drei Schritten zu Ihnen.

Mit unseren über 1300 Mitgliedern ergibt sich schon alleine dadurch ein Pool an potentiellen Bewerber*innen und Mitarbeiter*innen für Ihr Unternehmen, die schon im Jugendbereich wichtige Werte wie Empathie und Durchsetzungsvermögen vermittelt bekommen.

Darüber hinaus haben unsere öffentlichen Kanäle wie Facebook, Instagram und natürlich unsere Homepage eine Reichweite von mehreren tausend Nutzern.

Nutzen Sie diese Vorteile, kombiniert mit der riesigen Reichweite und profitieren Sie von unserem fairen und attraktiven Angebot.

Sie wollen mehr erfahren? Das freut uns. Unter dem Link https://sgh2ku.com/karriere/ gibt es weitere Informationen. Am Ende der Seite gelangen Sie mit dem Button

 Ich will mehr wissen“ ßKlickzu unserem Kontaktformular.

Gerne können Sie natürlich auch Katja Rhotert, die Geschäftsführerin der SG H2Ku Herrenberg Handball GmbH, direkt unter 0160 97634156 kontaktieren.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihre SG H2Ku Herrenberg

SG H2Ku Herrenberg hält gegen Frisch Auf lange mit

Die flinke Marie Beddies: Vor allem in der ersten Hälfte viele Nadelstiche gegen Frisch Auf gesetzt Foto: Eibner/Tobias Baur/Eibner-Pressefoto


von Peter Gebhardt 18.04.2022

In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen verkauft sich die SG H2Ku Herrenberg beim 24:32 gegen Göppingen lange Zeit sehr teuer. Bis eine Viertelstunde vor Schluss steht es sogar nur 18:20.

Für eine Überraschung reichte es zwar nicht, Selbstvertrauen für die letzten vier Saisonspiele haben sich die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg beim 24:32 (13:14) gegen Frisch Auf Göppingen aber trotzdem geholt.

Kein Vergleich zum 24:47 im Hinspiel

Das Hinspiel im Dezember war für die Kuties sicherlich eine der bittersten Erfahrungen in dieser Saison. Eine solche Dominanz wie beim damaligen 24:47 konnte man in der Markweghalle partout nicht mehr feststellen. Natürlich musste auch Mike Leibssle nach Ende anerkennen, dass die Gäste individuell eine Klasse für sich waren. Aber der H2Ku-Coach sah auch noch etwas anderes: „Wenn wir unsere Möglichkeiten besser nutzen, wäre dass Spiel noch enger gewesen.“ Bewusst vermied er es, von einer Siegchance zu sprechen. Dafür war die Kräfteverteilung doch zu ungleich.

Vor allem die flinke Marie Beddies setzt immer wieder Nadelstiche

Dass die Gastgeberinnen nicht gewillt waren, sich vor eigenem Publikum aus der Halle fegen zu lassen, war unverkennbar. Frisch Auf gelang zwar immer wieder die leichteren Treffer über den Rückraum, offen blieb das Spiel aber dennoch. Dabei bereitete die aggressive und offensiv interpretierte 6:0-Abwehr von Frisch Auf den Kuties Probleme. Die flinke Marie Beddies zumindest fühlte sich damit pudelwohl und setzte in Halbzeit eins ständig Nadelstiche. Nach ihrem 5:5 dauerte es aber fünf Minuten bis zum nächsten Treffer der Kuties. Auch den übernahm Beddies selbst. Dazwischen lagen aber auch drei Gästetreffer und eine Auszeit von Trainer Leibssle. In dieser beorderte er seine Kreisläuferin Aylin Bok für Annika Blanke auf die Spielmacherposition. Zudem kam auch Lea Neubrander ins Spiel. „Anni und Lea müssen wir durch ihre Verletzungen dosiert einsetzen“, erklärte er seine Maßnahmen.

Wichtig war aber, dass es durch die Umstellungen keinen Bruch im Spiel gab – im Gegenteil. Mitte der ersten Halbzeit begann die beste Phase der Kuties, die einerseits zwar weiter für jeden Treffer hart arbeiten mussten, aber den Spielfluss des Gegners immer besser störten.

Kurz vor der Pause trifft Katrin Schröder zum 12:13

Zwei Treffer in Folge von Lea Neubrander und Maileen Seeger zum 8:10 neun Minuten vor der Halbzeit ließen unter den etwa 250 Zuschauern die Hoffnung auf ein Spiel auf Augenhöhe aufkommen. Erst recht, als die reaktivierte Katrin Schröder unter großem Jubel zum 12:13 einnetzte. Zum Ausgleich sollte es aber vor der Pause nicht mehr reichen.

Mit dem Überzahlspiel sieben gegen sechs alles richtig gemacht

Den gab es aber kurzzeitig zum Start der zweiten Hälfte. Wieder war es Katrin Schröder, die sich am Kreis zum 14:14 durchtankte. Mit zwei Treffern von Frisch Auf wurden die Ambitionen der Gastgeberinnen aber erst einmal gestoppt. Mike Leibssle ging jetzt schon volles Risiko. Bis kurz vor Ende ließ er im permanenten sieben gegen sechs in Überzahl agieren. Für ihn letztlich eine erfolgreiche Maßnahme: „Zweimal haben wir den Wurf auf das leere Tor zugelassen. Beide Male ging der Ball vorbei. Von daher haben wir alles richtig gemacht.“

Nach dem 18:20 dreht Frisch Auf noch einmal auf

Hätten die Kuties aber wirklich alles richtig gemacht, wäre es ein wenig spannender geworden. Denn die Krux am gut vorgetragenen Überzahlspiel – stets mit zwei Kreisläuferinnen – war die eigene Chancenverwertung. Der Platz, der oft genug geschaffen wurde, konnte zu selten erfolgreich in Treffer umgemünzt werden. Trotzdem waren die H2Ku-Frauen eine gute Viertelstunde beim 18:20 noch gut im Rennen. Dann aber zeigten die Gäste um den Haslacher Trainer Nico Kiener, warum sie in der Liga die wenigsten Minuspunkte aufweisen. Besonders Sina Ehmann im Rückraum und Anja Brugger auf Rechtsaußen drückten dem Spiel und vor allem dem Ergebnis ihren Stempel auf. Mit dem 18:24 war die Vorentscheidung gefallen, mit dem 21:28 durch Brugger wurden die letzten Zweifel am Ausgang der Partie beseitigt.

Das spielfreie Wochenende kommt wie gerufen

„Wir können aus dem Spiel trotzdem viel mitnehmen“, zeigte sich Mike Leibssle nicht unzufrieden nach dem 24:32. Und freute sich über die Regenerationszeit, die er seiner Mannschaft durch das kommende spielfreie Wochenende vor den letzten vier Partien gewähren kann.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Lide; Schöneberg (1), Blanke (3/davon drei Siebenmeter), Klein (2), Bok (4), Bühler (2), Seeger (1), Kappus, Slawitsch, Neubrander (5), Beddies (4), Luber, Schmidt, Schröder (2).

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku Herrenberg hält gegen Frisch Auf lange mit – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

SG H2Ku Herrenberg beschert Schlusslicht Aldekerk einen Glücksmoment

Sulamith Klein wird ausgebremst: Nach ihrem Treffer zum 14:14-Ausgleich folgten zehn torlose Minuten und der vorentscheidende 14:22-Rückstand. Foto: Eibner

von Peter Gebhardt 15.04.2022

Die Handballfrauen der SG H2Ku Herrenberg unterliegen im wichtigen Spiel der 2. Bundesliga bei Schlusslicht TV Aldekerk 31:35 und empfangen am Ostersonntag Frisch Auf Göppingen zum leichtesten Spiel des Jahres. In Sachen Klassenerhalt haben die Kuties noch immer alles selbst in der Hand.

Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg müssen sich in Sachen Klassenerhalt weiter in Geduld üben. Nach dem 31:35 beim bisher sieglosen TV Aldekerk haben die Kuties aber weiterhin alle Möglichkeiten für ein weiteres Jahr 2. Liga selbst in der Hand. Wenn am Ostersonntag um 16 Uhr Frisch Auf Göppingen seine Visitenkarte in der Markweghalle abgibt, sind aber im Lager der Gastgeberinnen eher keine Punkte eingeplant.

Viele Spielerinnen hätten dringend eine Pause nötig

Nun hat der TV Aldekerk doch seinen ersten Saisonsieg unter Dach und Fach. Nach 22 vergeblichen Anläufen hat ausgerechnet die SG H2Ku für diesen Glücksmoment gesorgt. Das 35:31 war für die Gastgeberinnen nicht einmal unverdient. Fehlendes Engagement bei seiner Mannschaft hatte Mike Leibssle aber nicht erkannt – im Gegenteil. „Die Einstellung und der Kampf haben definitiv gestimmt“, stellte der SG-Coach klar. Ausgemacht hat er aber andere Gründe, die für die Niederlage mitverantwortlich waren: „Wir treten mit Spielerinnen an, die mental und physisch eine Pause dringend nötig hätten. Wegen der großen Verletztenmisere stellen sie sich aber immer wieder in den Dienst der Mannschaft.“ Lea Neubrander und Annika Blanke gingen angeschlagen in die Partie. Dazu sorgte die ständige Rotation im Aufgebot dazu, dass mit Katrin Schröder überraschend die Nummer 31 in der Kaderliste auftauchte. Die routinierte und erstligaerfahrene Schröder hatte wie schon Torhüterin Monikas Lide zuvor ihre Karriere bei den Kuties längst beendet, hilft aber noch einmal aus.

Acht torlose Minuten werden den Kuties zum Verhängnis

Die Partie am Niederrhein begann für die Gäste wenig verheißungsvoll. Nach nicht einmal fünf Minuten musste Mike Leibssle das erste Mal die Timeout-Karte zücken, 4:0 führte Aldekerk bereits. „Ich musste für Ruhe in unseren Aktionen sorgen.“ Dies gelang zusehends besser. Vom 2:7 kamen die Kuties nach einer guten Viertelstunde auf 8:9 heran. Der Rückraum um Marie Beddies, Sulamith Klein und Lea Neubrander versprühte gemeinsam mit Aylin Bok am Kreis immer mehr Spielfreude. Beim 14:14 durch Sulamith Klein wenige Minuten vor der Pause schien sich das Spiel zu drehen. Was folgte, waren aber zehn Minuten ohne eigenen Torerfolg. Vier Gegentreffer vor dem Seitenwechsel, vier danach – mit dem 14:22 waren alle Siegchancen schon nach 35 Minuten dahin. Und so sehr sich die Kuties auch mühten, für eine Wende im Spiel sollte es nicht reichen. Das 31:35 war zum Ende hin wenigstens noch versöhnliche Ergebniskosmetik.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Göhlich; Schoeneberg (4/davon 2 Siebenmeter), Blanke (1), Klein (5), Bok (4), Bühler (1), Seeger (1), Slawitsch, Neubrander (7/2), Beddies (8/2), Luber, Schröder, Schmidt.

Mit Frisch Auf Göppingen kommt am Ostersonntag um 16 Uhr ein ganz anderes Kaliber in die Markweghalle

Vor einem ganz anderen Kaliber stehen die Herrenbergerinnen am Ostersonntag in eigener Halle, wenn es gegen Frisch Auf Göppingen geht (Übertragung live ab 16 Uhr auf sportdeutschland.tv). Für Mike Leibssle ist im Vorfeld klar: „Für uns wird es das leichteste Spiel der Jahres. Denn von uns erwartet niemand einen Sieg.“ Beim Gegner sieht dies naturgemäß anders aus. Praktisch über Nacht ist das Team nach der Niederlage von Tabellenführer Waiblingen in eigener Halle gegen Solingen-Gräfrath (35:36) nach Minuspunkten Tabellenführer und vom Jäger zum Gejagten geworden. Einen Ausrutscher können sich die Göppingerinnen, die sich den Aufstieg klar auf die Fahnen geschrieben haben, somit nicht leisten.

Und ausgerechnet in Herrenberg wollen sie sich sicher nicht von der Tabellenführung verabschieden. Ausgerechnet deshalb, weil Frisch Auf mit einem Namen verbunden ist, der in Herrenberg bestens bekannt ist. Mit dem in der Vorsaison verpflichteten Nico Kiener hat der Trainer für die Partie in der Markweghalle den mit Abstand kürzesten Anfahrtsweg der Gäste. Gerade einmal fünf Kilometer sind es von seinem Wohnort Haslach in die Markweghalle. Schon allein, um eventuellen Frotzeleien vor der eigenen Haustür aus dem Weg zu gehen, soll das Spiel nicht zu einem bösen Erwachen führen.

60 Minuten Tempohandball ist eher nicht angesagt

Mike Leibssle ist sich auf der Gegenseite noch nicht über seinen Matchplan schlüssig: „Wir werden am Samstag das Abschlusstraining durchführen. Danach sind wir schlauer.“ Was er aber schon durchblicken lässt, ist das Thema Spielgeschwindigkeit. „Wir werden definitiv nicht 60 Minuten Tempo gehen können, sondern die Spielsteuerung unserem Kader anpassen.“ Mit dem gleichen Konzept zogen sich die Kuties schon jüngst in Harrislee gut aus der Affäre.

Gegen Frisch Auf steht wieder Torhüterin Monika Lide bereit, ebenso wird es für Katrin Schröder die Heimpremiere geben. Schon im Kader, aber nicht im Einsatz war in Aldekerk Ronja Slawitsch. Die Rückraumspielerin könnte gegen Göppingen zu ihren ersten Bundesliga-Minuten nach ihrem Kreuzbandriss im Sommer vergangenen Jahres kommen. Mit einem Einsatz von Anna Albek und Britt van der Baan ist dagegen nicht zu rechnen.

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku Herrenberg beschert Schlusslicht Aldekerk einen Glücksmoment – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

SG H2Ku möchte am Donnerstag beide Punkte aus Aldekerk mitnehmen

Annika Blanke bei der knappen Niederlage zuletzt in Harrislee: Die Spielmacherin der Kuties plagen muskuläre Probleme, ihr Einsatz in Aldekerk ist fraglich. Foto: Eibner/Koberg/Eibner-Pressefoto / Beaut.Sports /Koberg

von Peter Gebhardt 13.04.2022

Mit einem Auswärtssieg am Donnerstag bei Schlusslicht TV Aldekerk an der niederländischen Grenze können die Handballfrauen der SG H2Ku Herrenberg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der 2. Bundesliga machen. Die Personalsituation ist allerdings weiterhin angespannt.

Es ist ein extrem wichtiges Spiel für die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg. Daran lässt Trainer Mike Leibssle vor dem Gastspiel seiner Kuties am Gründonnerstag um 18 Uhr beim TV Aldekerk auch gar keine Zweifel aufkommen. Mit einem doppelten Punktgewinn beim Schlusslicht soll in Richtung Klassenerhalt ein entscheidender Schritt gemacht werden. Doch einige Fallstricke lauern auf die Gäste.

Um neun Uhr morgens geht’s los auf die 450-Kilometer-Strecke

Um neun Uhr morgens beginnt der Trip an den Niederrhein – zum zweiten Mal. Bereits vor einigen Wochen war die Mannschaft unterwegs zum Spiel, als die Reise abrupt abgebrochen wurde, da die PCR-Tests der Kuties unauffindbar waren. Da die Schuld hierfür nicht bei der SG H2Ku lag, wurde die Partie neu angesetzt.

Nur ein Pluspunkt, aber trotzdem ordentliche Ergebnisse

Sorgen, seinem Team könnten die gut 450 Kilometer beim Anpfiff noch in den Beinen stecken, hat Mike Leibssle nicht. „Diesen Aufwand haben wir öfters in der Saison. Das ist kein Problem“, relativiert der Trainer im Vorfeld. Eine weit größere Herausforderung sieht er dagegen in der Spielstärke des Gegners. „Aldekerk ist besser als es das Tabellenbild aussagt“, warnt er eindringlich vor dem Tabellenletzten. Um dies zu verstehen, muss man sicher zweimal hinschauen. Denn der erste Blick spricht eine klare Sprache: Mit lediglich einem Pluspunkt ziert der TVA das Tabellenende, der Zug in Richtung Klassenerhalt ist auch rein rechnerisch längst ohne den Vorjahresaufsteiger abgefahren. Und trotzdem, die nackten Zahlen sagen nicht alles. Neben deutlichen Pleiten zeigten die Aldekerkerinnen auch, wozu sie fähig sind. Knappe Niederlagen gegen die Spitzenteams Solingen (29:30), Waiblingen (31:33) oder auch Regensburg (24:27) ließen aufhorchen. Beim jüngsten 24:28 im Heimspiel gegen die TG Nürtingen stand es acht Minuten vor dem Abpfiff noch unentschieden. All diese Fakten hat Leibssle seiner Mannschaft vor Augen geführt: „Der Gegner hat keine Chance, dass wir ihn unterschätzen.“

Im gleichen Atemzug gibt der Herrenberger Trainer aber auch die klare Vorgabe aus: „Wir wollen die zwei Punkte mit nach Hause nehmen.“ Um dies zu realisieren, hätte er gerne auf einen vollen Kader zurückgegriffen. Allerdings ergeben sich nur wenige Alternativen mehr als beim letzten Auswärtsspiel in Harrislee, als nur zwei Auswechselspielerinnen zur Verfügung standen.

Sulamith Klein wieder im Kader, Fragezeichen hinter Annika Blanke

Im Tor wird Isabel Göhlich aus der zweiten Mannschaft neben Laura Waldenmaier auflaufen. Zudem wird Saskia Schmid, ebenfalls aus dem Württembergliga-Team, die Spielerin Nummer 30 sein, die in der laufenden Saison einen Platz auf dem Spielberichtsbogen bekommt. Allein dieser Umstand zeigt das ganze Dilemma der Kuties auf. Ob eventuell mit Marie Thiwissen eine weitere Akteurin der Zweiten den Weg an die niederländische Grenze antritt, wird sich kurzfristig entscheiden. Zusätzlich zum Spiel in Harrislee stößt Sulamith Klein wieder zum Team. Hinter dem Einsatz von Spielmacherin Annika Blanke steht hingegen wegen muskulärer Probleme noch ein dickes Fragezeichen.

Klar hingegen ist, dass sowohl Anna Albek als auch Britt van der Baan am Donnerstag nicht mit von der Partie sein werden. Wegen der hohen Belastung für beide gab es vom Stammverein TuS Metzingen kein grünes Licht für Aldekerk.

2. Handball-Bundesliga Frauen: SG H2Ku möchte am Donnerstag beide Punkte aus Aldekerk mitnehmen – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

Die SG H2Ku Herrenberg unterliegt arg ersatzgeschwächt in Harrislee mit 25:28

Lea Neubrander probiert’s aus allen Lagen, auch wenn es weh tut: Trotz Bänderriss war sie im hohen Norden mit zehn Toren wieder einmal erfolgreichste Werferin der SG H2Ku. Foto: Eibner/Koberg/Eibner-Pressefoto / Beaut.Sports /Koberg

von Peter Gebhardt 10.04.2022 

Die SG H2Ku Herrenberg verliert in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen beim TSV Harrislee mit 25:28. Trainer Mike Leibssle stehen dabei nur zwei Auswechselspielerinnen zu Verfügung. Weiter geht’s am Donnerstag und am Ostersonntag.

Ohne Punkte im Gepäck mussten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg die Heimreise von der dänischen Grenze antreten. Aufgrund der angespannten Personalsituation unterlagen die Kuties nicht ganz unerwartet beim TSV Nord Harrislee mit 25:28 (7:9). Am Ende wäre aber sogar ein Punktgewinn möglich gewesen.

Nur zwei Auswechselspielerinnen auf der Bank

Dass die SG H2Ku Herrenberg die Holmberghalle nicht mit einem Tempofeuerwerk einnehmen würde, war im Vorfeld klar. Ganze zwei Spielerinnen verloren sich zum Anpfiff auf der Auswechselbank der Gäste. Dementsprechend spielten die Kuties ihre Angriffe lange aus. Insgesamt gelang das ganz gut, allerdings ließ der Abschluss in der ersten Viertelstunde zu wünschen übrig. Das 2:5 nötigte Trainer Leibssle zur ersten Auszeit, der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Drei Tore in Folge von Lea Neubrander ließen die Partie nach knapp 20 Minuten beim 5:5 in einem ganz anderem Licht erscheinen. Auch deshalb, weil mit Laura Waldenmaier ein zuverlässiger Rückhalt im Tor stand. Am Ende brachte sie es auf 14 Paraden inklusive dreier gehaltener Strafwürfe. Mit einem eher ungewöhnlichen 9:7 für die Gastgeberinnen wurden die Seiten gewechselt.

Beim 22:17 scheint die Vorentscheidung gefallen

Die zweite Halbzeit sollte ein deutliches Plus an Toren bringen, am Abstand beider Teams änderte das aber nichts. Als noch eine Viertelstunde zu spielen war, hatte sich der TSV Nord mit dem 18:14 ein Polster erarbeitet, fünf Minuten später warf Stine Jansen für Harrislee mit dem 22:17 den ersten 5-Tore-Vorsprung heraus. Die Gefahr, dass die Kuties in der Schlussphase ihren schwindenden Kräften Tribut zollen müssten, war groß, bewahrheitete sich jedoch nicht. „Die Moral war herausragend“, stellte Mike Leibssle zufrieden fest.

Kuties holen Tor um Tor auf – bis zum 25:27

Mit dem 5-Tore-Minus ging es in die letzten fünf Minuten. 27:22 zeigte da die Leuchttafel an, und keiner der rund 150 Zuschauer dürfte wegen des Spielstandes einen erhöhten Puls gehabt haben. Dies sah nur wenige Minuten später ganz anders aus. Mit vollem Risiko einer Überzahl von sieben gegen sechs wurde Tor um Tor aufgeholt. Nicht zufällig erzielten mit Steffi Schoeneberg, Marie Beddies und Lea Neubrander drei Aktivposten die Treffer zum 25:27. Gerade die Leistung von Lea Neubrander nötigt Respekt ab. Mit ihrem Bänderriss im Fuß gehandicapt, ging die Torjägerin trotzdem immer wieder dahin, wo es weht tat und kam am Ende auf zehn Tore. Das ging natürlich nur deshalb, weil sie durch ihren Angriff-Abwehr-Wechsel mit Ronja Bühler lange Zeit in der Defensive geschont werden konnte.

Am Donnerstag und Sonntag gleich zweimal gefordert

Tatsächlich kamen die Gäste nach einer für Harrislee gestellten Wurffalle noch einmal in Ballbesitz. Der Angriff verpuffte aber 40 Sekunden vor dem Ende wirkungslos. „Verloren haben wir das Spiel aber nicht in diesen letzten Sekunden“, trauerte Mike Leibssle dieser verpassten Gelegenheit nicht länger nach.

In der kommenden Woche ist die SG H2Ku gleich zwei Mal am Ball. Gründonnerstag steigt das wichtige Nachholspiel beim Tabellenletzten Aldekerk, bevor es am Ostersonntag in eigener Halle gegen Frisch Auf Göppingen ins Württemberg-Derby geht.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier; Schoeneberg (4), Blanke (4/davon 2 Siebenmeter), Bok (1), Bühler, Seeger (2), Neubrander (10/3), Beddies (4), Luber.

2. Handball-Bundesliga Frauen: Die SG H2Ku Herrenberg unterliegt arg ersatzgeschwächt in Harrislee mit 25:28 – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

Gute Nachricht für die SG H2Ku Herrenberg vor weiter Reise

Gute Nachricht vor der Fahrt nach Harrislee: Marie-Christin Beddies hat ihren Vertrag für die nächste Saison verlängert. Foto: Eibner/Nina Sander.

von Peter Gebhardt 08.04.2022

Vor dem weitesten Auswärtsspiel der Saison in Harrislee hat Marie-Christine Beddies bei der SG H2Ku Herrenberg für die kommende Saison in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen ihren Vertrag verlängert.

Wieder einmal wartet am Wochenende auf die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg ein Mammut-Programm. Für die 60 Minuten beim TSV Nord Harrislee am Samstag um 17.30 Uhr ist die Truppe von Trainer Mike Leibssle volle 48 Stunden unterwegs. Die Teilnehmerzahl der Reisegruppe ist allerdings arg geschrumpft – mit maximal zehn Kuties kann der Herrenberger Coach planen.

Marie Beddies war eine der absoluten Wunschspielerinnen

Eine der Spielerinnen, die in der Holmberghalle im hohen Norden in den Harztopf greifen können, ist Marie Beddies. Die Allrounderin im Rückraum ist neben Lea Neubrander die dienstälteste Akteurin in Reihen der SG H2Ku. Und noch etwas hat die 25-Jährige mit der Toptorjägerin gemeinsam. Sie ist eine der absoluten Wunschspielerinnen für die sportliche Leitung. „Marie ist ein ganz wichtiger Teil unserer Mannschaft für die kommende Saison“, sagt Hagen Gunzenhauser. Der sportliche Leiter schätzt dabei auch die menschliche Seite: „In ihren knapp sieben Jahren in Herrenberg hat sie sich zu einer kompletten Spielerin entwickelt. Und auch neben dem Feld ist sie für unser Team unverzichtbar.“ Von einer, die sich früher noch an den Erfahrenen orientiert hat, ist die mittlerweile 25-Jährige selbst zu einer Führungsspielerin gereift. „In der kommenden Saison gehöre ich dann schon zu den Alten“, lacht Marie Beddies. Aber längst nicht zu den Langsamsten. Im Gegenteil. „Mit ihrer physischen und mentalen Handlungsschnelligkeit ist sie eine der Top-Spielerinnen der Liga“, weiß Gunzenhauser um die Qualität der nur 1,71 Meter großen Beddies.

Wechsel war für die 25-Jährige nie ein Thema

Diese Qualität hat auch andere Vereine auf den Plan gerufen, die Fühler nach der Herrenbergerin auszustrecken. „Ein Wechsel stand für mich aber nie wirklich zur Debatte. Dafür fühle ich mich hier in der familiären Umgebung viel zu wohl“, stellt Marie Beddies klar. Natürlich spielt auch ihr berufliches Umfeld als Sozialpädagogin in Böblingen eine große Rolle. Die in diesem Beruf prägenden Eigenschaften wie Empathie, Geduld und Kommunikationsstärke kommen im Gegenzug auch wiederum dem Mannschaftsgefüge zugute.

Abseits davon freut sich Marie Beddies auch auf einen neuen sportlichen Abschnitt ab dem Sommer. „Mit einer veränderten Mannschaft und einem neuen Trainer wird es sicher spannend“, so Beddies. Einen besonderen Wunsch hat sie aber schon jetzt: „Hoffentlich kommen wir mit weniger Verletzungen durch die Saison wie aktuell.“

Fünf Ausfälle neben den Langzeitverletzten

Neben den Langzeitverletzten stehen im hohen Norden fünf weitere Spielerinnen nicht zur Verfügung

Womit der Bogen zum Spiel am Samstag gespannt ist. Für die Partie an der dänischen Grenze stehen mit Sophia Holzner, Sulamith Klein, Rebecca Rott, Anna Albek und Britt van der Baan neben den Langzeit verletzten noch einmal fünf Akteurinnen nicht zur Verfügung. Zudem tritt Torjägerin Lea Neubrander die Reise nach Norddeutschland zwar mit an, wird aber wegen ihres Bänderrisses im Fuß nur überschaubare Einsatzzeiten erhalten. Eventuell könnte mit Marie Thiwissen eine Spielerin aus dem Württembergliga-Team dazustoßen. Dementsprechend gedämpft sind die Erwartungen von Trainer Mike Leibssle: „Wir geben unser Bestes und sehen dann, was herauskommt.“ Der Matchplan stellt sich fast von alleine auf. „Mit intelligenter Tempodosierung wollen und müssen wir dem Gegner Paroli bieten.“

https://www.krzbb.de/inhalt.2-handball-bundesliga-frauen-gute-nachricht-fuer-die-sg-h2ku-herrenberg-vor-weiter-reise.ffc58c00-3dee-4117-8431-e0a7c353061d.html

Wichtiger H2Ku-Heimsieg gegen direkten Konkurrenten

Das Publikum setzte schon einige Minuten vor Schluss zum Jubeln an: Das 29:22 von Annika Blanke (re.) bedeutete die Vorentscheidung. Foto: Eibner/Nina Sander

von Peter Gebhardt 03.04.2022

Langsam setzt sich die SG H2Ku Herrenberg in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen von den Abstiegsplätzen ab. Nach dem 30:26 gegen den direkten Rivalen FSV Mainz 05 beträgt der Abstand nun schon neun Punkte.

Mit einem hochverdienten 30:26 gegen den FSV Mainz 05 haben sich die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg in der Tabelle auf Rang elf vorgeschoben. Der Sieg war vor allem einer Steigerung in der zweiten Hälfte zu verdanken.

Während die Mainzerinnen mit Personalproblemen zu kämpfen hatten, war es auf der Auswechselbank der Kuties erfreulich eng. Lediglich die reaktivierte Torhüterin Monika Lide musste kurzfristig erkrankt passen. Für sie rückte Elena Pugar aus der Württembergliga-Mannschaft ins Team.

Trainer ordnet an, hohes Tempo zu gehen

Die Tempovorgabe des Trainers war also fast logisch. Seine Mannschaft versuchte, dies von Beginn an umzusetzen. Der schnelle Ball sorgte zwar für flüssige Angriffe, aber auch für ein hohes Risiko, das in der ersten Halbzeit nicht immer belohnt wurde. Intensiv war die Partie trotzdem, die Bedeutung für den Klassenerhalt von Beginn an spürbar.

Exemplarisch dafür stand die Szene, als sich Lea Neubrander im Eins-gegen-eins von Saskia Wagner abschütteln ließ. Das verlorene Duell zum 4:4 beantwortete sie fünf Sekunden später mit Wut im Bauch und dem eigenen Sturmlauf zum 5:4.

Zur Pause führen die Mainzerinnen noch mit 14:13

Im Gleichschritt ging es dann weiter. „Wir haben das Tempospiel von Herrenberg noch unterbinden können“, war FSV-Trainerin Nikoletta Nagy nicht unzufrieden. Das 14:13 für die Gäste zur Pause ließ beiden Teams noch alle Möglichkeiten.

Dass im zweiten Abschnitt die erste Mainzer Auszeit nur fünf Minuten auf sich warten ließ, war einem starken Start der H2Ku-Frauen zu verdanken. Mit vier Toren in Folge hatten die Gastgeberinnen binnen kürzester Zeit auf 17:14 gestellt. Auffällig war die Spielfreude, mit der die Kuties aus der Kabine kamen. Zudem lief auch Torhüterin Laura Waldenmaier heiß. Sie brachte es am Ende auf 17 Paraden.

Szenenapplaus für Anna Albeks frechen Steal

Es gab auch mehrfach Szenen, die von den gut gefüllten Rängen mit Szenenapplaus bedacht wurden. Anna Albeks frecher Steal mit dem eigenen Abschluss zum 21:18 war ein klares Signal an den Gegner, der sich nun auch immer mehr beeindrucken ließ. Als Lea Neubrander nach dem allerletzten erlaubten Pass zum 27:22 traf, war dies nicht nur ein Tor, sondern auch ein Wurf gegen die Psyche der Mainzerinnen.

Anna Albek glänzt gleich mehrfach

Die Gäste versuchten noch einmal, alle taktischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Die kurze Deckung gegen Anna Albek, die nicht nur als Torschützin glänzte, sondern auch mit intelligenten Anspielen und guter Abwehrarbeit, verpuffte aber genauso wirkungslos wie das Sieben gegen Sechs in den letzten Minuten. Die Herrenbergerinnen spielten nun wie aus einem Guss. Annika Blankes 29:22 vier Minuten vor dem Ende ließ die Zuschauer schon feiern, der Rest war nur noch Mainzer Ergebniskosmetik.

Mike Leibssle will sich gar nicht lange mit Kritik aufhalten

Für Mike Leibssle stand der Sieg am Ende über allem. Deshalb wollte er sich auch gar nicht lange mit Kritik aufhalten. Denn für den Trainer war klar: „Das war ein ganz wichtiger Schritt für den Klassenerhalt.“ Mit nun neuen Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz kann die SG H2Ku relativ entspannt auf die weite Auswärtsfahrt am nächsten Wochenende an die dänische Grenze zum TSV Nord Harrislee gehen. 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Pugar; Schoeneberg (1), Blanke (5/davon 3 Siebenmeter), Klein, Bok (3), Bühler, Seeger, Kappus, Albek (7), Neubrander (6), Beddies (3), van der Baan (5/1), Luber.

2. Handball-Bundesliga Frauen: Wichtiger H2Ku-Heimsieg gegen direkten Konkurrenten – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

Vier-Punkte-Spiel für die SG H2Ku Herrenberg gegen FSV Mainz 05

Monika Lide hütet wieder den Kasten: Trainer Mike Leibssle ist froh, die Keeperin reaktiviert zu haben. Foto: Eibner/Tobias Baur

von Peter Gebhardt 02.04.2022

Die SG H2Ku Herrenberg will sich in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen mit einem Heimsieg gegen Mainz weiter Luft zu den Abstiegsrängen verschaffen. Der Gegner kommt mit einer Negativserie, darf aber nicht unterschätzt werden.

Mehr Brisanz geht fast nicht: Wenn es am Sonntag (16 Uhr, Markweghalle) zum Aufeinandertreffen zwischen der SG H2Ku Herrenberg und dem FSV Mainz 05 kommt, geht es um mehr als zwei Punkte. Mit einem Sieg könnten beide Teams für einen größeren Puffer zu den Abstiegsrängen sorgen.

Die Kuties hoffen auf eine gut gefüllte Markweghalle zur Unterstützung. Corona-Kontrollen wird es nicht mehr geben, und auch für das Tragen einer Maske wird lediglich eine Empfehlung ausgesprochen.

Zusammenspiel mit Annika Blanke wird immer besser

Letztlich sind für das Gewinnen aber die Spielerinnen zuständig. Wie das Siegen gegen den Bundesligaabsteiger geht, haben sie schon einmal im November gezeigt. Das 35:32 in der Karnevalshochburg war der erste Auswärtssieg. Neben der sechsfachen Torschützin Lea Neubrander hatten Britt van der Baan und Anna Albek mit jeweils acht Treffern einen großen Anteil am Sieg.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Kuties siegen beim Torspektakel in Mainz

Neben diesen beiden Akteurinnen von Kooperationspartner TuS Metzingen baut Trainer Mike Leibssle aber auch auf das immer besser werdende Zusammenspiel seiner Mannschaft mit Spielmacherin Annika Blanke. Im Auswärtsspiel bei der TG Nürtingen waren Fortschritte unverkennbar, für einen Punktgewinn hat es beim 26:27 dennoch nicht gereicht.

Deshalb kommt der Partie am Sonntag eine noch größere Bedeutung zu. Der Coach redet nicht viel um den heißen Brei herum: „Natürlich ist dieses Spiel enorm wichtig für uns.“ Deshalb ist Leibssle auch besonders froh darüber, dass seine reaktivierte und in Nürtingen so überzeugende Keeperin Monika Lide wieder gemeinsam mit Laura Waldenmaier das Torhüterduo bildet. Lea Neubrander wird nach ihrem Stoß gegen den Kopf ebenso wieder im Kader stehen. „Wir werden genau schauen, ob und wie lange wir Lea bringen können“, hat auch für Leibssle die Gesundheit seiner Goalgetterin höchste Priorität.

Nur zwei Punkte trennen die beiden Kontrahenten

Beim Blick auf die Tabelle wird die Brisanz schnell deutlich. 16 Punkten der Kuties stehen 14 Zähler der Mainzerinnen gegenüber. Zwar ist das Tabellenbild etwas verzerrt, da die FSV-Frauen drei Partien weniger als die Herrenbergerinnen bestritten haben, von einem Vier-Punkte-Spiel kann aber trotzdem gesprochen werden. Dass die Gäste auf dem 13. Tabellenrang geführt werden, haben sie vornehmlich den letzten vier Partien zu verdanken. Diese gingen alle verloren und bescherten der Mannschaft von Trainerin Nikoletta Nagy den Platz unmittelbar vor den Abstiegsrängen.

Den Fehler, den Kontrahenten deshalb zu unterschätzen, werden die Gastgeberinnen sicher nicht machen. Mit seinem spiel- und abschlussstarken Rückraum kann der Bundesligaabsteiger jeden Gegner ärgern. Dazu soll es aber nach Möglichkeit am Sonntag nicht kommen.

2. Handball-Bundesliga: Vier-Punkte-Spiel für die SG H2Ku Herrenberg gegen FSV Mainz 05 – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

Echter Coup: Lea Neubrander verlängert ihren Vertrag

Der Daumen zeigt nach oben: Lea Neubrander bleibt eine eine weitere Saison bei der SG H2Ku Herrenberg. Foto: Eibner/Tobias Baur/Eibner-Pressefoto

von Peter Gebhardt 29.03.2022

Handball-Zweitligist SG H2Ku Herrenberg kann weiterhin mit seiner Torjägerin Lea Neubrander planen. Sie ist die absolute Wunschspielerin des sportlichen Leiters Hagen Gunzenhauser und soll das Rückgrat der künftigen Mannschaft bilden.

Für Hagen Gunzenhauser sind die freien Stunden vom Jahresbeginn bis in den März hinein stets knapp bemessen. Der sportliche Leiter des Handball-Zweitligisten SG H2Ku Herrenberg hat wie jedes Jahr die Aufgabe, die Frauen-Mannschaft für die neue Saison zusammenzustellen und Verträge auszuhandeln. Diese nicht immer leichte Arbeit hält aber ab und an auch mal richtige Glücksmomente für ihn bereit. Ein solcher dürfte ihm die Vertragsunterschrift von Lea Neubrander beschert haben.

Absolute Wunschspielerin

Aus seiner Freude über den Verbleib seiner Goalgetterin macht Gunzenhauser gar keinen Hehl: „Mit Lea können wir unsere absolute Wunschspielerin halten. Sie wird das Rückgrat unserer neuen Mannschaft.“ Dass die Unterschrift unter den neuen Kontrakt keineswegs selbstverständlich ist, zeigt ein Blick auf die Begleitumstände. Noch vor wenigen Wochen war durch die Finanzlücke im Etat die Zukunft des Herrenberger Frauenhandballs ungewiss. Erst Ende Februar ging der Daumen nach oben. Der Konkurrenz blieb der Kampf um die Finanzen natürlich nicht verborgen, und so gab es für die 22-Jährige mehrere Anfragen sowohl aus der 2. Liga als auch der Beletage ganz oben.

Allen Offerten widerstanden, weil das Gesamtpaket passt

Wie auch schon in den Jahren zuvor hat Lea Neubrander aber allen Offerten widerstanden. Warum? „Ich fühle mich sehr wohl in Herrenberg und freue mich auf die Herausforderung in der kommenden Spielzeit“, sagt sie. Das ist aber natürlich nur ein Teil der Wahrheit. „Ich habe mir mehrere Angebote angehört“, gibt sie unumwunden zu. „In Herrenberg stimmt aber das Gesamtpaket“, schiebt sie gleich nach. Dieses Paket besteht für die Rückraumspielerin vor allem aus der Mischung aus Handball, Studium und Familie. Derzeit studiert sie auf Grundschullehramt Mathe und Sport in Ludwigsburg. „Dies muss sich alles vereinbaren lassen, hier passt das zusammen“, freut sie sich auf die dann bereits achte Saison im Trikot der Kuties.

In der Abwehr auch mal auf der Außenposition „geparkt“

In der laufenden Saison erzielte Lea Neubrander 143 Treffer, die Platz vier in der Torschützenliste bedeuten. Das ist es aber nicht alleine, was die Rechtshänderin so wertvoll macht. „Lea ist inzwischen eine komplette Spielerin, die alles spielen kann“, betont Hagen Gunzenhauser. Dafür, dass seine wurfgewaltige Spielerin öfters auch in der Deckung auf der Außenposition „geparkt“ wird, hat der Manager eine einfache Erklärung: „Wir müssen sie während einer Partie auch mal schonen, denn sie ist einfach zu wertvoll für unser Spiel.“

Zur neuen Saison wird es Lea Neubrander auch mit einem neuen Trainer zu tun bekommen. Eine entscheidende Rolle habe dies für ihre Zusage aber nicht gespielt. „Ich hätte gerne auch mit Mike Leibssle weitergespielt, freue mich aber auf die Herausforderung mit Hans Christensen.“ Mit dem sie sich in Sachen Handball auf einer Wellenlänge sieht. Unter anderem wird es auch herausfordernd sein, dass die Goalgetterin sicher noch mehr Verantwortung übertragen bekommt. „Es wird schön, mit der jungen Mannschaft und Hans als Trainer einen neuen Weg zu gehen“, freut sich Lea Neubrander.

Die 1. Bundesliga noch nicht aus den Augen verloren

Den Weg eine Liga höher hat die Handballerin aber noch immer auf der Agenda: „Ich habe schon als Kind davon geträumt, einmal 1. Bundesliga zu spielen. Mit jetzt gerade einmal 22 Jahren habe ich dafür noch viel Zeit. Momentan ist aber Herrenberg meine beste Option.“ Für die kommende Runde hat sie erst einmal den Wunsch, mit einem Mittelfeldplatz und weniger Verletzungen nicht noch einmal so eine aufreibende Spielzeit wie jetzt erleben zu müssen. Und noch etwas steht ganz oben auf ihrer Wunschliste: „Endlich wieder eine volle Markweghalle!“

Mit Lea Neubrander, Laura Waldenmaier, Ronja Slawitsch, Steffi Schoeneberg, Ronja Bühler, Maxime Luber, Svenja Graebling aus derzweiten Mannschaft und Tammy Kreibich (aus Rödertal) steht inzwischen das Gerüst der Mannschaft für die neue Spielzeit.

2. Handball-Bundesliga Frauen: Echter Coup: Lea Neubrander verlängert ihren Vertrag – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)

Anschlusstreffer der SG H2Ku kommt bei 26-27-Niederlage zu spät

Sorgen um die Goalgetterin: Lea Neubrander (re.) verletzte sich kurz vor Schluss am Kopf, eine Diagnose steht noch aus. Foto: Eibner/Tobias Baur

von Peter Gebhardt 27.03.2022

Als das 26:27 aus Sicht der Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg fiel, waren noch 20 Sekunden zu spielen. Zu wenig, um Gastgeber TG Nürtingen noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Die Partie ging verloren.

In einem mitreißenden Derby unterlagen die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg mit 26:27(15:14) bei der TG Nürtingen. Ein Punktgewinn wäre durchaus möglich gewesen, doch vor allem die Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte machte ihn zunichte.

Eine prall gefüllte Theodor-Eisenlohr-Halle sorgte für tolle Stimmung. Dass es bereits zehn Minuten nach dem Anpfiff aufseiten der Nürtinger Zuschauer merklich ruhiger war, sagt alles über das Spiel der Gäste. Eine wie entfesselt aufspielende Lea Neubrander sorgte gemeinsam mit den beiden Außen Ronja Bühler und Maileen Seeger für ein klares 7:2. Die aufmerksame Abwehr mit Laura Waldenmaier im Tor ließ wenig zu.

Langsam kommt Sand ins Getriebe der Offensive

Die immer offensiver und aggressiver auftretende TG-Deckung gegen Neubrander und Annika Blanke sorgte aber für etwas mehr Sand im Getriebe des H2Ku-Angriffs. Die Chancen wurden zunächst dennoch generiert. Die Startviertelstunde gehörte bis zum 11:7 noch den Kuties.

Dann aber gaben die Gäste langsam, aber sicher die Kontrolle aus der Hand. War das zuvor breit angelegte Spiel über die Außen noch ein Trumpf gewesen, ging von ihnen nun kaum noch Torgefahr aus. So konnte sich die Gastgeberinnen-Abwehr massiv auf die Mitte konzentrieren, der Vorsprung der Herrenbergerinnen schmolz. Das lag auch daran, dass sie den Rückraum um Lea Schuhknecht, Verena Breidert und Kerstin Foth weitgehend schalten und walten ließen. Als Nürtingen per Strafwurf zur Halbzeit auf 14:15 verkürzte, begann die Partie praktisch von vorn.

Nürtinger 7:2-Lauf kurz nach der Pause lässt Momentum wechseln

Auch die zweite Halbzeit begann mit einem 7:2- Lauf, diesmal allerdings von der TG. Das Momentum wechselten beim 21:17 die Seiten. Die reaktivierte Keeperin Monika Lide hatte jedoch etwas dagegen, sie entschärfte gleich einmal zwei Bälle – der Weckruf für die Mannschaft. „Ganz klar, Moni hat uns ins Spiel zurückgebracht“, war Trainer Mike Leibssle voll des Lobes. Lide brachte es innerhalb von 25 Minuten auf beeindruckende zehn Paraden.

Die Tore im Vorwärtsgang mussten trotzdem noch hart erarbeitet werden. Aber spätestens, als die Kuties nach dem 24:19 auf 25:23 verkürzten, war wieder alles möglich – eigentlich. „Vielleicht hat uns heute der unbändige Glaube zum Sieg gefehlt“, konnte Leibssle nur mutmaßen. Letztlich wurden in der Schlussphase zu viele Möglichkeiten ausgelassen. Als der Anschluss dann durch Annika Blanke gelang, waren beim 27:26 nur noch 20 Sekunden zu spielen.

Lea Neubrander stürzt im Getümmel zu Boden

Zu allem Überfluss verletzte sich Lea Neubrander auch noch am Kopf, als sie im Getümmel zu Boden stürzte. „Wir müssen abwarten, was bei der Untersuchung herauskommt“, hofft Mike Leibssle auf Entwarnung bei seiner Goalgetterin. 

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Lide; Schoeneberg (1), Graebling (1), Blanke (6/davon 3 Siebenmeter), Kussmaul (3), Klein, Bok (2), Bühler (2), Seeger (2), Neubrander (7), Beddies (2), Luber.

2. Handball-Bundesliga: Anschlusstreffer der SG H2Ku kommt bei 26-27-Niederlage zu spät – Handball im Kreis Böblingen – Kreiszeitung Böblinger Bote (krzbb.de)